Clay Regazzoni Ehemaliger Ferrari-Pilot stirbt bei Autounfall

Der frühere Formel-1-Rennfahrer Clay Regazzoni ist tot. Der Schweizer erlag den Verletzungen, die er sich heute bei einem Autounfall in Italien zugezogen hatte.


Rom - Regazzoni kollidierte auf der Autobahn nahe Parma mit einem entgegenkommenden Lastwagen und war nach Angaben der italienischen Nachrichten-Agentur ANSA sofort tot.

Clay (eigentlich Gian Claudio) Regazzoni war in den siebziger Jahren einer der weltbesten Formel-1-Piloten und verpasste 1974, seiner besten Saison, den WM-Titel gegen den Brasilianer Emerson Fittipaldi nur um drei Punkte. Nach seinen erfolgreichen Ferrari-Jahren fuhr Regazzoni in schlechten Autos zwei Jahre hinterher, ehe er 1979 seinen letzten vergeblichen Angriff auf den WM-Titel unternahm. Ein Jahr später verunglückte er beim GP USA-West in Long Beach schwer und war fortan querschnittsgelähmt.

Nach seiner Karriere blieb der "Unzerstörbare", wie er häufig genannt wurde, dem Motorsport erhalten. Er hielt Fahrlehrgänge für Körperbehinderte ab, und nahm 1986 an der Rallye Paris-Dakar teil. Bis in die neunziger Jahre hinein startete er noch bei diversen Rennveranstaltungen.

Regazzoni war der erste Rennfahrer, der aus steuerlichen Gründen nach Monaco zog, um dort zu leben. Er hatte hatte mit seiner Frau Maria-Pia, von der er getrennt lebte, zwei Töchter. Regazzoni wurde 66 Jahre alt.

fpf/dpa

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