Comeback Sauber schafft Platz für Frentzen

Heinz-Harald Frentzen fährt möglicherweise schon in dieser Saison für seinen neuen Arbeitgeber Sauber einen Formel-1-Grand-Prix. Sollten die Tests in Silverstone positiv verlaufen, kehrt der bei Arrows ausgestiegene Pilot für den Großen Preis der USA ins Renngeschehen zurück.


Schon Donnerstag im Sauber-Cockpit: Heinz-Harald Frentzen
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Schon Donnerstag im Sauber-Cockpit: Heinz-Harald Frentzen

Hamburg - Frentzen, der nach der Kündigung bei Arrows ursprünglich kein Rennen mehr in dieser Saison fahren wollte, wird schon am Donnerstag für seinen neuen Arbeitgeber Sauber im Einsatz sein. "Heinz-Harald wird dann in Silverstone erste Tests absolvieren", bestätigte Sauber-Pressesprecher Hanspeter Brack dem sid.

Falls die Resultate positiv sein sollten, könnte Frentzen schon am 29. September beim USA-Grand-Prix in Indianapolis an der Seite seines Mönchengladbacher Ortsrivalen Nick Heidfeld sein Comeback für das Schweizer Sauber-Team geben, bei dem er von 1994 bis 1996 schon einmal unter Vertrag stand. "Teamchef Peter Sauber hat mich am Montag angerufen und über die neue Situation informiert. Ich würde mich natürlich riesig freuen, wenn ich schon in Indianapolis für Sauber ein Rennen bestreiten könnte", sagte Frentzen zu der überraschenden Entwicklung.

Frentzen würde für den Brasilianer Felipe Massa in Indianapolis zum Einsatz kommen. "Die Entscheidung der Fia-Sportkommissare in Monza, Massa in Indianapolis in der Startaufstellung um zehn Positionen nach hinten zu versetzen, hat uns nun dazu gezwungen, über Alternativen nachzudenken", begründete Peter Sauber das kurzfristige Angebot an Frentzen, "die Strafe wäre bei der Verteidigung unserer Position in der Konstrukteurswertung ein erheblicher Rückschlag."

Ob Frentzen auch beim WM-Finale in Suzuka/Japan (13. Oktober) im Sauber sitzt, sei indes völlig offen. "Zunächst wäre sein Engagement nur für das Rennen in Indianapolis vorgesehen", sagte Brack. Frentzen hat bei Sauber einen Einjahresvertrag unterschrieben und soll dafür 2,8 Millionen Dollar kassieren.

Der Mönchengladbacher war bereits am Dienstag für eine Sitzprobe im Werk in Hinwil. "Ob Heinz-Harald im Cockpit ausreichend Platz hat und optimal fahren kann, wird erst der Test in Silverstone zeigen. Alle weiteren Entscheidungen werden davon abhängen", so Peter Sauber. Der 1,78 m große Frentzen passte bislang nicht ins Chassis des Sauber-Boliden. Heidfeld (1,64 Meter) und Massa (1,66 Meter) sind fast einen Kopf kleiner als der Vizeweltmeister von 1997.



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