Ecclestone gibt Gas "Schumacher soll schwitzen für sein Geld"

Wenige Tage vor dem Großen Preis von Australien, dem Auftaktrennen der WM-Saison 2003, verteidigt Formel-1-Chef Bernie Ecclestone die umstrittenen Regeländerungen vehement. Den Autoherstellern macht der Brite schwere Vorwürfe.

Hamburg - "So habe ich keinen Spaß mehr. Wenn die Hersteller nach 2007 ihre eigene Serie gründen, werden sie es schwer haben. Wir haben langfristige Verträge mit den Rennstreckenbetreibern und den TV-Anstalten", warnte Ecclestone im Magazin "Stern" die Autofabrikanten. "Jetzt zerbrechen sie das Porzellan und keiner kann die Show mehr sehen. Das ist doch Unsinn." Schließlich seien die Hersteller in die Formel 1 gekommen, um ihre Produkte vorzuführen.

Der seit längerem schwelende Konflikt mit den Formel-1-Teams hatte sich an den Regeländerungen neu entzündet, die der Automobil-Weltverband Fia erst kurz vor dem Saisonstart eingeführt hatte. Ecclestone verteidigt die umstrittenen Reformen: "Wir mussten diese Geldvernichtung stoppen. Die Teams waren dumm genug, sich nicht auf die nötigen Änderungen zu einigen und zu egoistisch."

Die Fia sei vor allem zu Änderungen gezwungen worden, da die Alleinherrschaft von Ferrari im vergangenen Jahr dem Sport großen Schaden zugefügt habe. Ecclestone sagte: "Hätten Williams, McLaren oder Renault 2002 ihren Job gemacht, dann brauchten wir diese Panikbeschlüsse jetzt nicht."

Ecclestone ist der Überzeugung, dass durch das Verbot der elektronischen Fahrhilfen die Formel 1 wieder spannender wird. Vor allem für Weltmeister Michael Schumacher sei die Rennserie nur noch ein Witz gewesen: "Der stieg nach dem Rennen so entspannt aus dem Auto, als käme er gerade vom Supermarkt." Ohne die Elektronik werde Schumacher "ein bisschen mehr arbeiten müssen hinterm Lenkrad. Der soll schwitzen für sein Geld".

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