Eddie Irvine "Von Schumacher geht Gefahr aus"

Vor dem Silverstone-Grand-Prix hat Jaguar-Pilot Eddie Irvine seinen alten Teamkollegen Michael Schumacher gerüffelt als auch gelobt. Von seinem Nachfolger bei Ferrari, Rubens Barrichello, hält der Nordire gar nichts.


Eddie Irvine: "Immer eine große Gefahr"
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Eddie Irvine: "Immer eine große Gefahr"

London - Michael Schumacher ist immer noch der Lieblings-Feind seines früheren Ferrari-Kollegen Eddie Irvine. Vor dem Großen Preis von England in Silverstone am Sonntag hat "Crazy Eddie" die Diskussionen über Schumachers angebliche Rambo-Starts wieder angefacht. "Von Schumacher geht immer eine große Gefahr aus. Da müsste nur mal ein härterer Fahrer neben ihm in der ersten Reihe stehen, dann kracht es richtig", sagte Irvine vor dem England-Grand-Prix der britischen Presse.

Der Jaguar-Pilot, der bei Ferrari vier Jahre lang im Schatten des dreifachen Weltmeisters stand, setzte noch einen drauf: "Schumacher würde seine Attacken bestimmt nicht gegen mich, Villeneuve oder Montoya fahren. Er wüsste, was dann passieren würde: Er würde nicht ins Ziel kommen."

"Da geht es immer zur Sache"


Schumacher, der auf dem Nürburgring gegen seinen eigenen Bruder ein kompromissloses Manöver am Start gefahren war, reagierte gelassen auf die Attacke seines früheren Teamkameraden. "Silverstone ist was Besonderes, da geht es immer gut zur Sache", zitiert die "Bild"-Zeitung den WM-Führenden, der mit 31 Punkten Vorsprung auf den Schotten David Coulthard (78:47) nach England kommt: "Die Engländer gegen mich, das ist so etwas wie ein ewiger Kampf. Ich habe aber kein Problem damit."

Trotz aller Vorbehalte gegen seinen früheren "Chef" erkennt Irvine inzwischen die Leistung des Ferrari-Stars neidlos an. In einem Interview mit der italienischen Fachzeitschrift "Autosprint" lobte er den dreimaligen Weltmeister als die treibende Kraft in der Scuderia. "Er ist es, der alle Impulse im Team gibt. Ohne ihn hätte Ferrari im letzten Jahr die WM nicht gewonnen", sagte der Nordire.

"Barrichello ist ein Jammerlappen"


"Schumacher ist wieder der Fahrer, der er früher war", sagte der Jaguar-Pilot: "Ohne den Druck, unbedingt den WM-Titel gewinnen zu müssen, hat er das absolute Selbstvertrauen. Rubens Barrichello ist nicht so schnell wie er, und er wird es nie sein."

Am Brasilianer, seinem Nachfolger im Traditionsteam aus Maranello, lässt Irvine dagegen kein gutes Haar. "Schon als wir zusammen bei Jordan gefahren sind, war er ein Jammerlappen. Als ich Jordan verlassen habe, hat er gejammert. Er ging zu Ferrari und hat gejammert. Und wenn er Ferrari verlässt, wird er wieder jammern", stänkerte der Nordire, der zwischen 1993 und 1995 zusammen mit Barrichello bei Jordan war.

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