F1-Testfahrten Red Bull zickig, Mercedes selbstbewusst, Ferrari geheimnisvoll

Die Testfahrten sind beendet, die Spannung steigt: In zwei Wochen beginnt die neue Formel-1-Saison. Doch nicht alle Teams scheinen bereit. Weltmeister Sebastian Vettel hat Probleme mit seinem Auto, Mercedes will die Großen ärgern. Und alle fragen sich: Was kann Ferrari?

Formel-1-Weltmeister Vettel: "Wenn der Wagen nicht schnell wäre, wäre es schlimmer"
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Formel-1-Weltmeister Vettel: "Wenn der Wagen nicht schnell wäre, wäre es schlimmer"


Hamburg - Schrauben, fahren, schrauben, fahren: In nicht einmal zweieinhalb Wochen beginnt die neue Formel-1-Saison mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne - und obwohl am Sonntag der letzte Testtag in Barcelona zu Ende gegangen ist, sind viele Teams noch weit von ihren Zielen entfernt.

Weltmeister Sebastian Vettel schlägt sich mit seinem neuen Boliden herum. "Es ist ganz normal, dass ein neues Auto noch ein bisschen rumzickt", sagte der Deutsche. Am letzten Testtag konnte der Red-Bull-Pilot nur wenig fahren, ein Getriebeproblem bremste den 24-Jährigen. "Wenn der Wagen nicht schnell wäre, wäre es ein bisschen schlimmer", sagte Vettel. Teamkollege Mark Webber ist sich sicher: "Wir haben noch Arbeit vor uns."

Vettels Konkurrenz bringt sich schon in Stellung. Mercedes-Pilot Nico Rosberg sagte selbstbewusst: "Es werden immer noch die Teams vom vergangenen Jahr zu schlagen sein. Aber ich denke, dass wir eine gute Chance haben, sie früh in der Saison schon einige Male zu ärgern." Und auch Vettel glaubt, dass Mercedes definitiv stärker als in den Jahren zuvor sei. Die Favoritenrolle schreibt Mercedes-Sportchef Norbert Haug jedoch weiter dem österreichischen Rennstall zu: "Ich kann mir vorstellen, dass Red Bull noch deutlich vorne ist und alle dahinter ein bisschen dichter gestaffelt sind."

Und Ferrari? Die Scuderia hat für viel Rätselraten während der Testphase gesorgt. Das Team scheine "Schwierigkeiten zu haben", beobachtete auch Vettel. Die Italiener strichen die üblichen Pressekonferenzen mit ihren Fahrern Fernando Alonso und Felipe Massa, doch trotz der Interviewsperre äußerte sich der Spanier zu Ferraris Chancen: "Bei den ersten Rennen werden wir etwas leiden, weil wir noch nicht bei 100 Prozent sind", sagte Alonso.

Auch Ferrari-Technikchef Pat Fry guckt pessimistisch in die Zukunft: "Wir sind enttäuscht von unserem Leistungsstand bei diesen Tests und ich denke, wir haben eine Menge Arbeit vor uns", sagte Fry.

Es gibt also noch viel zu tun für die Teams, doch die Vorfreude auf das erste Rennen in Melbourne (7 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) ist bei den Fahrern ungebrochen: "Ich freue mich jedenfalls darauf, mit der Zicke in Australien zu starten", sagte Vettel.

bka/sid/dpa



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nudelsuppe 04.03.2012
1.
Zitat von sysopREUTERSDie Testfahrten sind beendet, die Spannung steigt: In zwei Wochen beginnt die neue Formel-1-Saison. Doch nicht alle Teams scheinen bereit. Weltmeister Sebastian Vettel hat Probleme mit seinem Auto, Mercedes will die Großen ärgern. Und alle fragen sich: Was kann Ferrari? http://www.spiegel.de/sport/formel1/0,1518,819214,00.html
"Auch Ferrari-Technikchef Pat Fry guckt pessimistisch in die Zukunft: "Wir sind enttäuscht von unserem Leistungsstand bei diesen Tests und ich denke, wir haben eine Menge Arbeit vor uns", sagte Fry." Immer schön untertreiben, hart arbeiten und dann erfolgreich sein. Mal schauen, wer seine Hausaufgaben am besten getan hat! Ich bin mal gespannt!
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