Ferrari-Angebot Schumacher weiß nichts von den Millionen

Die Summe klingt unglaublich. Rund 150 Millionen Euro soll Ferrari Michael Schumacher für eine Vertragsverlängerung geboten haben. Schade nur, dass der fünfmalige Weltmeister von der überaus generösen Offerte noch nichts mitbekommen hat.


Michael Schumacher: "Nicht unbedingt sehr seriös"
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Michael Schumacher: "Nicht unbedingt sehr seriös"

Hamburg - "Solch eine Summe gehört ins Reich der Fabel", sagte Schumacher am Dienstag. Die italienische Zeitung "Tuttosport" hatte berichtet, Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo habe seinem Topfahrer 150 Millionen Euro geboten, wenn dieser seinen 2004 auslaufenden Vertrag um zwei Jahre verlängern würde.

Das wäre fast das Doppelte von Schumachers ohnehin schon fürstlichem Jahresgehalt von knapp 40 Millionen Euro. Der weltbeste Fahrer würde somit ab 2005 inklusive Werbegeldern und den Einnahmen aus der eigenen Fanartikel-Kollektion geschätzte 100 Millionen Euro pro Jahr verdienen. Damit würde er Golfstar Tiger Woods als Nummer eins der Geldrangliste ablösen.

"Man kennt ja die italienischen Zeitungen. Was die berichten, ist nicht unbedingt sehr seriös", ergänzte Schumacher, "in der Vergangenheit wurde weder von mir noch von Montezemolo je eine Summe genannt. Das bleibt auch so." Unbestritten sei aber, dass er über 2004 hinaus weiter mit Ferrari zusammenarbeiten wolle. "Aber für Verhandlungen ist es noch zu früh", sagte der 33-Jährige, der seit 1996 für den italienischen Rennstall fährt und damit länger als jeder andere Pilot vor ihm.

"Die Summe ist utopisch"

So sieht es auch Schumachers Manager Willi Weber. Erst im Sommer nächsten Jahres soll über eine Verlängerung des Kontraktes verhandelt werden. Der 60-Jährige, der auch Ralf Schumacher (BMW-Williams) betreut, kann das 150 Millionen Euro schwere Ferrari-Angebot ebenfalls nicht bestätigen. "Die Summe ist utopisch", sagte Weber den "Stuttgarter Nachrichten".

"Ich kenne die italienischen Medien, da darf man alles nicht so ernst nehmen", fügte Weber hinzu, der nach eigenem Bekunden nie auf die Idee kommen würde, solche Summen für seinen Klienten zu verlangen. "Ich habe immer gesagt: Michael ist der beste Pilot, also soll er auch die beste Bezahlung erhalten. Aber ich würde nie einen so hohen Betrag fordern.

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