Ferrari Barrichello gibt Schumacher entscheidende Tipps

Rubens Barrichello soll seinem Ferrari-Teamkollegen Michael Schumacher angeblich wichtige Hinweise darauf gegeben haben, wie der seinen F1-2000 so optimieren, dass er wieder mit McLaren mithalten kann.


Michael Schumacher: "Der psychologische Vorteil reicht bei McLaren nur bis zum nächsten Ferrari-Sieg"
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Michael Schumacher: "Der psychologische Vorteil reicht bei McLaren nur bis zum nächsten Ferrari-Sieg"

München - Die getreue Nummer zwei im Ferrari-Rennstall hilft seinem Chef. Das zumindest machte der nach dem Ungarn-Grand-Prix auf Platz zwei der WM-Wertung zurückgefallene Michael Schumacher in einem Interview mit der Zeitschrift "Auto, Motor und Sport" öffentlich: In Budapest habe der Brasilianer schließlich die bessere Abstimmung im Vergleich zu ihm selbst gefunden

"Das Gute daran ist: Rubens ging einen anderen Weg als ich, und es hat offenbar funktioniert. Daraus können wir lernen", meinte Schumacher. Deshalb sei er nun "viel relaxter" als noch in Ungarn, wo der 31-Jährige aus Kerpen die Führung in der Weltmeisterschaft verloren hatte. "Ich sehe noch alle Chancen und bin deshalb ziemlich entspannt", sagte er.

Schumacher hatte vor gut einer Woche beim Großen Preis von Ungarn erstmals in dieser Saison die WM-Führung an den finnischen Titelverteidiger Mika Häkkinen verloren. Dennoch glaubt der Ferrari-Star schon an eine baldige Wende. "Der psychologische Vorteil reicht bei McLaren nur bis zum nächsten Ferrari-Sieg. Dann dreht sich das Spiel wieder", so Schumacher, der davon überzeugt ist, dass Ferrari technisch noch einige Möglichkeiten hat. "Viele Leute sind der Meinung, dass der Trend zurzeit in Richtung McLaren geht. Mir geht es nicht so. Wir haben noch einiges in der Hinterhand."

Bei den Testfahrten in der vergangenen Woche in Fiorano und Mugello hat Ferrari offenbar wieder aufgeholt. Die Scuderia müsse "aufwachen" und weiter am Auto arbeiten, forderte Schumacher. "Es ist noch nicht zu spät", meinte er. "Der Abstand zu den McLaren ist nicht so groß, dass ein Aufholen unrealistisch wäre."

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