Ferrari-Präsentation Mit dem feuerroten Engel zum Titel

Ferrari hat als erstes der 13 Formel-1-Teams sein neues Auto präsentiert. Das berühmte Rot dominiert, beide Flügel jedoch zeigen sich im Engelsgewand. Cockpit und Nase wurden leicht verändert. Teamchef Stefano Domenicali kündigte zudem die "neue Version" eines altbekannten Piloten an.


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Ferrari F10: "Das rote Auto soll immer vorne fahren"
Hamburg - Ferrari hat als erstes Formel-1-Team sein neues Auto für die kommende Saison vorgestellt. Mit dem F10, den die Italiener am Donnerstag im italienischen Maranello enthüllten, will die Scuderia nach einem enttäuschenden Jahr wieder zurück an die Spitze fahren. "Diese WM ist sehr wichtig für uns", sagte Teamchef Stefano Domenicali. Schlanker und aggressiver sieht das neue Auto aus, das berühmte Ferrari-Rot wird vorne und hinten von weißen Elementen abgerundet. Die Oberkante des Cockpits liegt höher als bisher, zudem hat der neue Bolide eine Mulde in der Nase.

Die ersten Runden sollte der Brasilianer Felipe Massa am Nachmittag auf der Hausstrecke in Fiorano drehen, da die Rennstrecke jedoch vereist ist, musste die Premierenfahrt verschoben werden. Am Freitag soll nun ein neuer Versuch gestartet werden. Das Rollout wäre trotz des eigentlich geltenden Testverbots legal, da geplant ist, die ersten Runden mit Werbeaufnahmen zu kombinieren und sie mit speziellen Reifen anstelle der normalen Rennreifen zu absolvieren. Erst am kommenden Dienstag darf auch der spanische Zugang Fernando Alonso seine Premierenfahrt im künftigen Dienstwagen absolvieren.

"Die vergangene Meisterschaft war nicht sehr positiv für uns. Deshalb wollen wir jetzt wieder konkurrenzfähig sein", forderte Domenicali. Im Vorjahr fuhr Ferrari meist hinterher, lediglich dem inzwischen abgeschobenen Finnen Kimi Räikkönen gelang ein Grand-Prix-Sieg (Belgien). Große Hoffnungen setzen die Italiener vor allem in den zweimaligen Weltmeister Alonso, der von Renault verpflichtet wurde. "Er ist schon unter den großen Champions der Formel 1. Es ist der richtige Moment für ihn und für uns", sagte der Teamchef.

"Wir sprechen von einer neuen Version von Felipe"

"Das rote Auto soll in dieser Saison immer vorne fahren", sagte Massa, der nach seiner langen Verletzungspause zunächst die letzten Zweifel an seinem Leistungsvermögen ausräumen muss. Der Vize-Weltmeister von 2008 war im vergangenen Juli in Ungarn schwer verunglückt und verpasste danach die zweite Saisonhälfte. "Wir sprechen von einer neuen Version von Felipe. Er kann nun auf den Weg zurückkehren, den das Schicksal in Ungarn unterbrochen hat", sagte Domenicali.

Am Freitag stellt McLaren im britischen Newbury seinen neuen MP4-25 vor, mit dem Lewis Hamilton und Titelverteidiger Jenson Button um die WM fahren wollen. Sauber-BMW und Renault enthüllen ihre Boliden am Sonntag in Valencia. Toro Rosso folgt dort einen Tag später. Sebastian Vettel muss noch eine Woche länger warten, ehe sein neuer Red Bull erstmals aus der Garage rollt.

fsc/dpa/sid



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Seite 1
saul7 11.12.2009
1. Die
Zitat von sysopNeues Punktesystem, Nachtanken verboten, insgesamt 13 Teams. Die neue Formel-1-Saison wartet mit einigen Änderungen auf. Wird die Serie von ihnen profitieren oder nicht?
Formel- 1- Saison 2010 bringt wieder nur zahllose Rennen in denen junge Leute mit schnellen Autos ständig im Kreis herumfahren, um als Erster ins Ziel zu kommen. Die Folge davon ist eine extreme Luftverschmutzung und eine wahrscheinlich hohe Einschaltquote von RTL.
m-pesch, 11.12.2009
2.
Zitat von sysopNeues Punktesystem, Nachtanken verboten, insgesamt 13 Teams. Die neue Formel-1-Saison wartet mit einigen Änderungen auf. Wird die Serie von ihnen profitieren oder nicht?
Was ändert sich durch das neue Punktesystem außer das sich taktisches Hinterherfahren nun noch mehr lohnt? Schumachers Punkterekord könnte so natürlich doch irgendwann mal wackeln. :-))
CJ Stroem 11.12.2009
3.
Zitat von saul7Formel- 1- Saison 2010 bringt wieder nur zahllose Rennen in denen junge Leute mit schnellen Autos ständig im Kreis herumfahren, um als Erster ins Ziel zu kommen. Die Folge davon ist eine extreme Luftverschmutzung und eine wahrscheinlich hohe Einschaltquote von RTL.
Da erkennt man gleich den Motorsport Begeisterten. Aber es stimmt schon. Junge Leute wie Rubens Barichello (Alter 38) wollen wissen wer am schnellsten einen Rundkurs! (ein kreis ist meines wissens nach rund, das finden Amerikaner spannend!) fahren kann. Sieht man dann, das in manchen Qualifikationen 5 verschiedene (sehr schnelle!) Autos und 7 verschiedene Fahrer eine Strecke auf 5,8 km Länge, mit 4 Zehntel Sekunden Unterschied vom ersten zum siebten, fast gleich schnell fahren, so ist das für mein Empfinden eine äußerst spannende Angelegenheit. Da merke ich dann wieder das es ein "RTL-Fernsehen" gibt. und ja, es gibt Abgase...
Brieli 11.12.2009
4.
Zitat von CJ StroemDa erkennt man gleich den Motorsport Begeisterten. Aber es stimmt schon. Junge Leute wie Rubens Barichello (Alter 38) wollen wissen wer am schnellsten einen Rundkurs! (ein kreis ist meines wissens nach rund, das finden Amerikaner spannend!) fahren kann. Sieht man dann, das in manchen Qualifikationen 5 verschiedene (sehr schnelle!) Autos und 7 verschiedene Fahrer eine Strecke auf 5,8 km Länge, mit 4 Zehntel Sekunden Unterschied vom ersten zum siebten, fast gleich schnell fahren, so ist das für mein Empfinden eine äußerst spannende Angelegenheit. Da merke ich dann wieder das es ein "RTL-Fernsehen" gibt. und ja, es gibt Abgase...
Da merke ich dann wieder, dass es wirklich Menschen gibt, die glauben, dass die F1 ein überaus spannender Sport sein soll. Die F1 wird sowas von künstlich gehypt. Da sind sogar die Boxer, Snooker- und Pokerspieler neidisch.
CJ Stroem 11.12.2009
5. zurück zum Thema
Definitiv wird die neue Saison spannend. Mehr Teams sind immer gut. Die unsägliche Tankanlage hatte zwar in der letzten Saison einige specktakuläre Momente, aber nachdem die Fia ja niemals in der Lage war ein wirklich funktionierendes System bereitzustellen, ist die Abschaffung wohl der einzig sinnvolle Weg. Zudem ist es auch wieder eine weitere Herausforderung an die Fahrer, mit dann wohl vollem Tank, eine Qualifikation zu gewinnen. Da der Reifenwechsel während eines Rennens wohl nicht zur Disposition steht, werden sich auch hier interessante Situationen ergeben. Schade ist nur das KERS wieder abgeschafft wurde. Der Weltmeister 2010 heisst im übrigen Niko Rossberg, aber man wird sehen...
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