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22. August 2001, 15:47 Uhr

Ferrari

"Revolution" unter der Motorhaube

Während Italien nach dem WM-Triumph von Michael Schumacher noch völlig berauscht ist, tüfteln die Techniker der "Scuderia" bereits am neuen Wunder-Boliden des Weltmeisters.

Michael Schumacher: Beginn einer neuen Ära
AP

Michael Schumacher: Beginn einer neuen Ära

Mugello - Michael Schumachers Ferrari-Team hat die Vorbereitungen auf die kommende Formel-1-WM schon weit vor dem Saisonende vorangetrieben und dabei offenbar eine Premiere geplant. Eine "Revolution" kündigte die italienische Sportzeitung "Gazzetta dello Sport" für das Auto der Saison 2002 am Mittwoch an. Ein bisher einmaliges neues technisches System für Motor, Differenzial und Getriebe soll Gewicht sparen und dafür sorgen, dass der neue Ferrari einfacher auszubalancieren ist. Noch nie habe ein Formel-1-Team eine derartig "futuristische" Lösung eingesetzt, hieß es.

"Wir schauen in die Zukunft"


Präsident Luca di Montezemolo versprach, dass das Team sich nicht auf den Erfolgen der Vergangenheit ausruhen werde. "Unsere Geschichte ist unsere Stärke. Aber niemand von uns schaut zurück. Wir schauen in die Zukunft." Inzwischen sei die Formel 1 eine "Weltraum-Industrie", aber Ferrari das einzige Team, das Auto und Motor eigenständig herstellt.

"Schumacher wird alle Rekorde brechen"


Fahren soll der Super-Bolide schon vor Beginn des Testverbots zum Ende der Saison. Ferrari-Chefstratege Ross Brawn hatte noch in Budapest erklärt, dass mehr als hundert Mitarbeiter bereits seit sechs Wochen an dem neuen roten Renner arbeiten würden. Insgesamt stehen Michael Schumacher in der nächsten Saison 700 Mitarbeiter und ein Budget von angeblich 550 Millionen Mark für die Titelverteidigung zur Verfügung. "Die Ära Ferrari hat erst begonnen, und Schumacher wird alle Formel-1-Rekorde brechen", meint dann auch Ex-Weltmeister Nigel Mansell.

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