Fia-Präsident Mosley Freie Fahrt für Schumacher

Die Hoffnung der Motorsportfunktionäre, die kommende Saison durch neue Regeln spannender zu gestalten, könnte eine Fehleinschätzung sein. Fia-Präsident Max Mosley glaubt, dass Weltmeister Michael Schumacher der größte Nutznießer der Reformen sein wird.


Fia-Präsident Max Mosley (r.): "Mehr Startplätze als 2002"
DPA

Fia-Präsident Max Mosley (r.): "Mehr Startplätze als 2002"

London - Max Mosley, Präsident des Automobil-Weltverbandes (Fia), glaubt nicht, dass die Dominanz von Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher im kommenden Jahr durch die Regeländerungen eingeschränkt werden können. Nach dem verabschiedeten Fia-Reformpaket mit einem neuen Qualifikationsmodus sagte der Brite am Montag der BBC: "Ich denke, Michael Schumacher wird im nächsten Jahr noch mehr erste Startplätze holen als 2002."

In der vergangenen Saison war der Ferrari-Pilot siebenmal Trainingsschnellster, genauso oft wie BMW-Williams-Fahrer Juan Pablo Montoya (Kolumbien). Mit elf Saisonsiegen wurde Schumacher im Ferrari souverän zum fünften Mal Weltmeister.

In der kommenden Saison wird es je einen Qualifikations-Durchgang am Freitag und Samstag geben. Dabei darf jeweils nur ein Auto auf der Strecke sein. Am Samstag gehen die Autos in umgekehrter Reihenfolge auf die Strecke, das heißt, der Schnellste vom Freitag startet als Letzter. Zudem wurde das Punktesystem geändert, künftig erhalten die ersten acht Fahrer Punkte.

Keine Hoffnung für Spa


Für den Großen Preis von Belgien, der von der Fia wegen des Tabakwerbeverbots aus dem Rennkalender gestrichen wurde, gibt es laut Mosley für nächstes Jahr kein Zurück: "Die belgischen Politiker hätten mit dem Verbot bis 2006 warten sollen. Alles, was sie damit erreicht haben, ist ein Schaden für die Wirtschaft des Landes und die Tatsache, dass sie die Formel-1-Fans um ein gutes Rennen gebracht haben."

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2002
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.