Großer Preis von Deutschland Formel 1 ab 2015 jährlich am Nürburgring

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat einen neuen Vertrag mit den Betreibern des Nürburgrings geschlossen: Ab 2015 soll der Große Preis von Deutschland jährlich in der Eifel stattfinden. Der Chef des Hockenheimrings zeigt sich überrascht.
Nürburgring (Archivbild): Vertrag läuft mindestens fünf Jahre

Nürburgring (Archivbild): Vertrag läuft mindestens fünf Jahre

Foto: Jan Woitas/ picture alliance / dpa

Hamburg - Ab 2015 wird es jährlich ein Formel-1-Rennen am Nürburgring geben. Darauf haben sich Bernie Ecclestone und der neue Nürburgring-Besitzer Robertino Wild geeinigt. Ausgetragen werden soll das Rennen in der Eifel der Vereinbarung zufolge vom nächsten Jahr an für den Zeitraum von mindestens fünf Jahren unter dem Namen "Großer Preis von Deutschland".

"Beide Parteien sind davon überzeugt, dass dieser Weg für alle an der Veranstaltung Beteiligten deutliche Vorteile und einen Mehrwert erbringt. So haben Fans und Zuschauer Gewissheit, wo und wann das Highlight in der Königsklasse des Motorsports stattfindet", hieß es in der Mitteilung. Zudem würden sich für Sponsoren und Geschäftspartner optimale und langfristige Planungsmöglichkeiten ergeben: "Damit ist eine dauerhafte Bindung der Formel 1 am Nürburgring möglich und in greifbarer Nähe."

Bislang war die Formel 1 alle zwei Jahre am Nürburgring zu Gast - im Wechsel mit dem Hockenheimring. In Baden-Württemberg wird am 20. Juli (Liveticker SPIEGEL ONLINE) der Große Preis von Deutschland gestartet. Was aus den bislang für 2016 und 2018 geplanten Rennen am Hockenheimring wird, war zunächst unklar.

Der Geschäftsführer des Hockenheimrings, Georg Seiler, sagte, er gehe davon aus, dass die Formel 1 wie geplant 2016 und 2018 dort fahren wird. Das sei vertraglich vereinbart. "Ich habe Herrn Ecclestone bislang als fairen und guten Partner kennen und schätzen gelernt", sagte Seiler. Er sei aber nicht vorher über den neuen Vertrag mit dem Nürburgring informiert worden: "Fakt ist, dass ich von der Meldung überrascht wurde."

cte/dpa
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