Pressestimmen zur Formel 1 in Deutschland "Was für ein Rennen, was für ein Chaos"

"Voller Wendungen, Aufgaben und riskanter Strategien": Die internationale Presse jubelt über ein dramatisches Formel-1-Rennen auf dem Hockenheimring. Lob bekommen Max Verstappen und Sebastian Vettel.

Wirtschaftliche Probleme: Der Hockenheimring droht von der Formel-1-Landkarte zu verschwinden
VALDRIN XHEMAJ/EPA-EFE/REX

Wirtschaftliche Probleme: Der Hockenheimring droht von der Formel-1-Landkarte zu verschwinden


Beim Formel-1-Rennen in Hockenheim hat Ferrari-Pilot Sebastian Vettel nach einer Aufholjagd den zweiten Platz belegt. Der 32-Jährige musste sich am Sonntag nur Red-Bull-Pilot Max Verstappen aus den Niederlanden geschlagen geben. Dritter wurde Daniil Kvjat im Toro Rosso.

Das sind die Pressestimmen zum Großen Preis von Deutschland:

GROSSBRITANNIEN:

"The Guardian": "Was für Mercedes ein Heimsieg hätte werden sollen, verwandelte sich in eine aschfahle Niederlage, wie es das in den vergangenen fünf Jahren dominierende Formel-1-Team selten erlebt hat. In dieser Zeit hat das deutsche Team fast wie eine Gottheit an der Spitze dieses Sports gestanden, aber unter einem Unheil verkündenden, grauen Himmel griff Teamchef Toto Wolff zu apokalyptischen Bildern und sprach von einem 'Armageddon-Wochenende'. Red Bulls Max Verstappen holte den Sieg mit dem wohl beeindruckendsten und kontrolliertesten Fahrstil, den der 21-Jährige in seiner Karriere geliefert hat, und dies unter tückischen Bedingungen, die weitaus ältere und erfahrenere Fahrer erwischt hatten."

ITALIEN:

"La Repubblica": "Ein verrückter Großer Preis von Deutschland. Regen, Safety-Car und Aufgaben - in Hockenheim passierte alles. Am Ende ist es der niederländische Formel-1-Pilot, der dem Ferrari des Deutschen und dem Toro Rosso von Kwjat zuvorkommt. Es war ein elektrisierender Großer Preis, der bisher spannendste der Saison."

"Corriere dello Sport": "Max Verstappen gewinnt einen unglaublichen deutschen Grand Prix. Der niederländische Red-Bull-Pilot triumphiert im strömenden Regen von Hockenheim in einem Rennen voller Wendungen, Aufgaben und riskanter Strategien. Von ganz hinten gestartet, erobert Sebastian Vettel noch den zweiten Platz auf dem Podium."

Sebastian Vettel (v.) ging als Letzter ins Rennen - und wurde am Ende Zweiter
Christof STACHE / AFP

Sebastian Vettel (v.) ging als Letzter ins Rennen - und wurde am Ende Zweiter

SPANIEN:

"Marca": "Max Verstappen hat die Konkurrenz im Regen stehen lassen. In einem ebenso chaotischen wie spektakulären Rennen holte er seinen zweiten Saisonsieg - an einem Tag, der auch die große Aufholjagd von Vettel bis auf den zweiten Platz sah."

ÖSTERREICH:

"Kleine Zeitung": "Es war ein dramatisches Rennen, dieser möglicherweise letzte Formel-1-Grand-Prix auf dem Hockenheimring, aber einer fand sich im Chaos am besten zurecht. Max Verstappen, schon Sieger des Österreich-GP in Spielberg, gewann im Red Bull den Großen Preis von Deutschland nach einer grandiosen Fahrt durch Regen und zahlreiche Boxenstopps."

SCHWEIZ:

"Blick": "Mehr Wahnsinn? Geht nicht! Was für ein Rennen, was für eine Spannung, was für ein Chaos - und was für ein Debakel für Mercedes! Die Silberpfeile kassieren ausgerechnet beim 200. GP eine schallende Ohrfeige."

zusammengestellt von dpa

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mantrid 29.07.2019
1. Nicht ganz fehlerfrei
Verstappens 360-Grad-Dreher sollte nicht vergessen werden. Im Gegensatz zu einigen Konkurrenten hat er den Wagen aber auf der Strecke gehalten und verdient gewonnen. Ganz toll Sebastian Vettel, der die Fehler der Konkurrenz eiskalt nutzte und dieses Mal fehlerfrei blieb. Dadurch ein hochverdienter zwetier Platz.Insgesamt ein ein richtig tolles Rennen. Man sollte Regenphasen zur Prlicht machen.
fatal.justice 29.07.2019
2. Dramatisch.
Wenn man bedenkt, wie viele Penunzen für das Rumkreiseln zurechtgeschweißter Boliden aus entangelten Fenstern geworfen werden, ohne auch nur einen Anschein sportlicher Konkurrenz abgeben zu müssen, mWeißnichtwohinmit uss ich mich schon fragen, ob man auf dem selben Planeten lebt. Um Werberunden auf den Asphaltpisten der Welt abzuleisten, benötigt es doch wohl keinen annähernden verplemperten Materialaufwand. Wenn es schon der halben Welt an Brot mangelt - gebt ihnen Spiele. Wenn es sie dann mal wären. Nichts ist wohl dekandenter, wie völlig aufgeblasene "sportliche" Wettkämpfe der Töchter und Söhne überreicher Weißnichtwohinmitmeinemgeldmäzenen. Dummerweise reproduziert sich kummulatives Vermögen schneller, als das gesellschaftliche Äquivalent. Millionen Menschen arbeiten tagtäglich am Existenzminimum, um jenem kleinen Zirkel an Prominenz ihre Extravaganz zu finanzieren. Das KANN nicht in eine allgemein zufriedenstellende Zukunft führen. Das würde nur funktionieren, wenn man auch wirklich jedem ein selbstbefriedigendes Bespaßungsobjekt wie ein Handy (bsplsweise) in die klammen Hände drückt, um etwaige Zweifel abzuwenden...
xismus 29.07.2019
3. Formel 1
Pardon, mit Verlaub, ich kann dem Motorsport, einem Autorennen, egal in welcher Form nichts abgewinnen. Manche haben sogar ein heimliches Verständnis für die Übertragung in ein immer häufiger stattfindenes innerstädtische Straßen-Rennen, mit katastrophalem Ausgang und folgenden staatsanwaltlichen Ermittlungen. Die Fomel 1, das Autorennen- Spektakel, ist der motorisierte Stierkampf - nicht von ungefähr heißt der Stierkampf im Spanischen Corrida = Rennen. Der Bolide ist der Stier und der Pilot ist der Matador. Das Rennen in Hockenheim am Sonntag wird ob des durch Wetterkapriolen mit verantwortlich gemachten Spektakels als spannend betitelt. Außer heftigem Blechschaden ist nichts weiter passiert, aber mal ehrlich, jeder hat doch so ein klen wenig auf den großen Crash mit Krankenwagen, Feuerwehr und Rennabbruch gehofft, um dann in Beklommenheit den möglicherweise tragischen Ausgang zu beklagen. Wobei dann die Handy- Geier auch so richtig zum Zug gekommen wären. Nein, wie elegant ist doch ein Reit- Turnier mit dem Verständnis zwischen Mensch und Tier, als das Bedienen von einer Pumpe, um einem Motor Verbrennungskraft durch immer rascher aufeinander folgenden Klein- Explosioen zu verleihen.
grandma_moses 29.07.2019
4. Fünf Pressestimmen
Ein Meta-Artikel mit fünf Pressestimmen. Fünf. Nebenbei nur eine einzige englische Stimme vertreten ( 'The Guardian', aber nichts von der englischen BILD, 'The SUN'? ) - und das nach diesem Rennen. Ist der normalerweise für die Pressestimmen zuständige Redakteur heute krank?
James Blönd 29.07.2019
5. Freude?
Zitat von fatal.justiceWenn man bedenkt, wie viele Penunzen für das Rumkreiseln zurechtgeschweißter Boliden aus entangelten Fenstern geworfen werden, ohne auch nur einen Anschein sportlicher Konkurrenz abgeben zu müssen, mWeißnichtwohinmit uss ich mich schon fragen, ob man auf dem selben Planeten lebt. Um Werberunden auf den Asphaltpisten der Welt abzuleisten, benötigt es doch wohl keinen annähernden verplemperten Materialaufwand. Wenn es schon der halben Welt an Brot mangelt - gebt ihnen Spiele. Wenn es sie dann mal wären. Nichts ist wohl dekandenter, wie völlig aufgeblasene "sportliche" Wettkämpfe der Töchter und Söhne überreicher Weißnichtwohinmitmeinemgeldmäzenen. Dummerweise reproduziert sich kummulatives Vermögen schneller, als das gesellschaftliche Äquivalent. Millionen Menschen arbeiten tagtäglich am Existenzminimum, um jenem kleinen Zirkel an Prominenz ihre Extravaganz zu finanzieren. Das KANN nicht in eine allgemein zufriedenstellende Zukunft führen. Das würde nur funktionieren, wenn man auch wirklich jedem ein selbstbefriedigendes Bespaßungsobjekt wie ein Handy (bsplsweise) in die klammen Hände drückt, um etwaige Zweifel abzuwenden...
Ok, es ist Montagmorgen, das beziehe ich mit ein in Ihre Äußerungen. Haben Sie schon einmal überlegt, dass Menschen ganz unterschiedliche Interessen und Neigungen haben? Dass es offenbar sehr viele Menschen gibt, denen die Formel 1 Freude bereitet? Dass es Fahrer gibt, die sich gern im Wettbewerb messen? Dass es Leute gibt, die auch gern gutes Geld verdienen, mich übrigens eingeschlossen? Was glauben Sie, könnten Sie bewirken, wenn das Geld der Formel 1 zum Beispiel nach Afrika fließen würde? Was schätzen Sie, würde überhaupt bei der Bevölkerung ankommen und was würde es dem Einzelnen dort nützen? Bin gespannt auf Ihre Antwort.
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