Rennsport Ecclestone bestätigt Absetzung als Formel-1-Chef

"Ich wurde heute abgesetzt": Nach mehr als 40 Jahren verlässt Bernie Ecclestone die Spitze der Formel 1. Sein Nachfolger steht bereits fest.

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone
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Formel-1-Boss Bernie Ecclestone


Bernie Ecclestone ist nicht mehr Geschäftsführer der Formel 1. Dies bestätigte der 86-Jährige am Montag dem Magazin "auto motor und sport". "Ich wurde heute abgesetzt. Bin einfach weg. Das ist offiziell. Ich führe die Firma nicht mehr. Meine Position wurde von Chase Carey übernommen", sagte der Brite demnach.

Nach der Übernahme durch den US-Medienkonzern Liberty Media deutete sich das Ende von Ecclestones Ära bereits an. In der vergangenen Woche hatten die Aktionäre von Liberty Media dem Kauf der Mehrheitsanteile an der Rennserie zugestimmt.

Am Montagabend bestätigte das Unternehmen, dass Chase Carey Ecclestones Posten übernommen habe. Der 62-jährige Amerikaner war bereits seit September Formula-One-Vorsitzender. Das Unternehmen ist für die Vermarktung der Formel 1 zuständig. Zudem ist er Präsident und CEO des Medienunternehmens 21st Century Fox. Beide gehören zum Imperium des Medienmilliardärs Rupert Murdoch.

Chase Carey
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Chase Carey

Ecclestone werde laut Liberty Media nun zum "emeritierten Geschäftsmann" ernannt und bleibe "als Berater für den Vorstand der Formel 1 verfügbar".

Ecclestone ist der Vater der modernen Formel 1: Er hatte seit den frühen Siebzigerjahren in der Königsklasse zunehmend an Einfluss gewonnen, die Professionalisierung der Serie vorangetrieben und sie in der Folge weltweit zu einer globalen Marke entwickelt.

Ecclestones umstrittenes Geschäftsmodell sorgte allerdings auch dafür, dass kleine Teams in die Insolvenz rutschten und traditionsreiche Rennstrecken aus dem Kalender verschwanden. Auch der Große Preis von Deutschland fiel den hohen Antrittsgagen zum Opfer.

msc/sun/sid/dpa/Reuters



insgesamt 59 Beiträge
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brotherandrew 23.01.2017
1. Mit ...
... 86 Jahren ist das jetzt auch nicht einen Tag zu früh gewesen.
TomTheViking 23.01.2017
2. Nun Ja ein eigener Abgang wäre besser
aber er geht nicht als der Mann der die Marke an die Wand gefahren hat.
Moment_of_Zen 23.01.2017
3.
Endlich. Schon lange überfällig. Die F1 wurde nur noch kaputt reguliert. Mit 86 kann schon mal Altersstarsinnigkeit einsetzen.
klapyour 23.01.2017
4. Klagen auf hohem Niveau
Wird ja auch langsam Zeit. Und ein paar Taler gab es ja auch.
Wupperflipper 23.01.2017
5.
Wer nicht rechtzeitig geht, der wird dann gegangen. Aber er kann ja vor dem Arbeitsgericht auf Wiedereinstellung klagen :)
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