Formel 1 Deutschland-Rennen vor dem endgültigen Aus

In Deutschland wird es wohl erstmals seit 1960 kein Formel-1-Rennen geben. Der Chef des Hockenheimrings sagte, die Frist sei eigentlich abgelaufen. Ein Ersatz-Grand-Prix würde es bei einem Ausfall nicht geben.
Hockenheimring: "Die Frist ist eigentlich abgelaufen"

Hockenheimring: "Die Frist ist eigentlich abgelaufen"

Foto: Sebastian Kahnert/ dpa

Hamburg - Der für den 19. Juli geplante Große Preis von Deutschland in der Formel 1 steht vor dem endgültigen Aus. Hockenheimring-Geschäftsführer Georg Seiler sagte: "Ich rechne nicht mehr damit, dass der Grand Prix in diesem Jahr auf dem Hockenheimring stattfindet. Die Frist ist eigentlich abgelaufen." Und: "Ohne finanzielle Unterstützung sind uns die Hände gebunden."

Wegen der finanziellen Dauerkrise des Nürburgrings, der im jährlichen Wechsel der beiden deutschen Rennstrecken eigentlich im Juli an der Reihe gewesen wäre, sollte Hockenheim in diesem Jahr einspringen. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hatte noch am Montag erklärt, dass der Hockenheimring inzwischen die einzige Option für den Deutschland-Grand-Prix sei.

Die beiden deutschen Traditionsstrecken haben mit den schwindenden Zuschauerzahlen zu kämpfen. Das Rennen 2014 soll dem Hockenheimring aufgrund des geringen Interesses ein Minus von 2,5 Millionen Euro eingebracht haben. Sollte der Grand Prix tatsächlich nicht stattfinden, wäre es das erste Mal seit 1960, dass kein Formel-1-Rennen in Deutschland ausgetragen wird. Im Falle einer Streichung würde es laut Ecclestone keine Ersatzveranstaltung geben, die Saison würde damit nur noch 19 Rennen umfassen.

Formel-1-Saison 2015

ham/sid
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