Formel 1 Ecclestone rät Vettel von Wechsel zu Ferrari ab

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone sieht die Zukunft von Sebastian Vettel nicht bei Ferrari. Der italienische Rennstall habe eine völlig andere Mentalität, Vettel solle deshalb bis zu seinem Karriereende bei Red Bull bleiben. Zudem wünscht sich der 82-Jährige die Rückkehr von Michael Schumacher.
Weltmeister Vettel: Vertrag bei Red Bull bis 2014

Weltmeister Vettel: Vertrag bei Red Bull bis 2014

Foto: Luca Bruno/ AP

Hamburg - Formel-1-Chef Bernie Ecclestone lehnt einen Wechsel von Sebastian Vettel zu Ferrari ab. "Ich wäre erschüttert, wenn Seb Red Bull verlässt", sagte der Brite der "Bild"-Zeitung. Es gebe keinen Grund für den dreimaligen Weltmeister, zum italienischen Traditionsteam zu gehen, betonte Ecclestone vor dem Saisonauftakt am Sonntag in Melbourne (7 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Seit längerem wird spekuliert, dass Vettel nach Ablauf seines Vertrags bei Red Bull Ende 2014 bei Ferrari anheuern werde.

"Was soll Vettel bei Ferrari?", fragte Ecclestone. "Das ist ein komplett anderer Rennstall, eine andere Mentalität. Sie gehen ganz anders an die Sache ran." Vettel könne seine ganze Karriere beim Red-Bull-Rennstall bleiben. "Er ist glücklich dort, das Team baut ihm ein Top-Auto", sagte der 82-Jährige.

Dagegen bewertete Ecclestone Lewis Hamiltons Wechsel von McLaren zu Mercedes als richtige Entscheidung. "Lewis inspiriert das Team", sagte Ecclestone. Mercedes habe sich bei den Testfahrten bereits verbessert gezeigt. "Ich habe Mercedes gesagt: Wenn ihr Lewis holt, dann bekommt ihr in Zukunft auch die richtige Art von Mitarbeitern. Leute, die glauben, dass sie von jetzt an in einem Siegerteam arbeiten."

Zudem wünscht sich Ecclestone eine Rückkehr von Rekordweltmeister Michael Schumacher in die Formel 1. "Ich wäre nicht überrascht gewesen, wenn er als Teamchef zurückgekommen wäre. Er ist und bleibt ein Racer. Er will gewinnen. Er wäre ein sehr guter Teamchef. Ich würde es mir wünschen", sagte Ecclestone.

Ecclestone kündigte außerdem an, dass in den kommenden drei Monaten eine Entscheidung über den Börsengang der Formel 1 getroffen werde. "Im vergangenen Jahr dachte ich, dass die Märkte nicht bereit wären. Aber jetzt wird es wahrscheinlicher, dass sich eine Gelegenheit bieten könnte", sagte der Brite in einem Interview auf der offiziellen Formel-1-Internetseite.

psk/sid/dpa
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