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01. Februar 2001, 12:14 Uhr

Formel 1

Ecclestone zieht sich zurück

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone plant seinen Rückzug aus dem PS-Zirkus.

Bernie Ecclestone: Rückzug auf Raten
DPA

Bernie Ecclestone: Rückzug auf Raten

London - Der Engländer, der die Formel 1 seit drei Jahrzehnten im Alleingang führt, will entgegen früherer Aussagen seine restlichen Anteile in Höhe von 50 Prozent nun doch an die Vereinigung der europäischen Rennställe veräußern. Das meldet die Londoner "Times".

Im vergangenen Jahr hatten sich Mercedes, BMW, Ferrari, Jaguar und Renault zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen, nachdem Ecclestone die Hälfte seines Imperiums an den Münchner Medienkonzern EM.TV verkauft hatte. Die führenden Rennställe hatten mittelfristig einen zu großen Einfluss des Rechteverwerters befürchtet.

"Alles soll so schnell wie möglich über die Bühne gehen"

"Wir wollen, dass alles so schnell wie möglich über die Bühne geht", zitiert die "Times" den 70-Jährigen, der vor zwei Jahren am Herzen operiert worden war, "die Autofirmen haben enorme Investitionen in den Formel-1-Zirkus getätigt und wollen, dass ihr Geld und der Sport sicher sind."

Noch im November 2000 hatte Ecclestone, der für die kommerziellen Rechte an der Formel 1 umgerechnet 860 Millionen Mark an den Internationalen Automobil-Verband (FIA) gezahlt hatte, eine Veräußerung seiner verbliebenen Anteile kategorisch ausgeschlossen: "Es ist nichts zu verkaufen. Darüber gibt es keine Diskussion." Da die Rennstall-Allianz nun jedoch plant, den Formel-1-Veteranen auch künftig in die Arbeit einzubeziehen, vollzog Ecclestone nun die Kehrtwende.

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