Motorradunfall Ehemaliger Formel-1-Fahrer de Cesaris tödlich verunglückt

Andrea de Cesaris ist tot. Der Italiener starb bei einem Motorradunfall. Er war in 208 Formel-1-Rennen unter anderem für McLaren und Jordan unterwegs, fuhr an der Seite von Michael Schumacher und war Teamkollege von Heinz-Harald Frentzen.
Ehemaliger Rennfahrer de Cesaris: "Ein sehr trauriger Tag für den Sport"

Ehemaliger Rennfahrer de Cesaris: "Ein sehr trauriger Tag für den Sport"

Foto: Ansa/ dpa

Hamburg - Der langjährige Formel-1-Pilot Andrea de Cesaris ist bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen. Der 55-Jährige verunglückte in Bufalotta in der Nähe der Hauptstadt Rom tödlich.

"Das ist ein sehr trauriger Tag für den Sport", schrieb Motoren-Hersteller Renault via Twitter. "Ein liebenswürdiger Mensch, ein leidenschaftlicher Rennfahrer", meinte Ex-Rivale Martin Brundle. "Jeder von McLaren möchte sein Beileid ausdrücken", betonte das britische Team, für das De Cesaris auch gefahren war. "Aufgewacht mit der traurigen Nachricht, dass Ex-Formel-1-Pilot Andrea de Cesaris verstorben ist...", twitterte der aktuelle McLaren-Fahrer Jenson Button.

Der Italiener de Cesaris bestritt von 1980 bis 1994 insgesamt 208 Rennen in der Königsklasse des Motorsports. Im Jahr 1980 feierte er sein Debüt für Alfa Romeo, ehe er ein Jahr später zu McLaren wechselte. Nach nur einem Jahr beendete er sein Engagement für die Briten und kehrte zu Alfa Romeo zurück.

Von 1984 bis 1994 fuhr der Italiener für Ligier, Minardi, Brabham, Rial Racing, Dallara, Jordan und Tyrell. Bei Jordan war er 1991 Teamkollege des damaligen Neulings Michael Schumacher, bei Sauber hieß sein Stallgefährte 1994 Heinz-Harald Frentzen.

Seine besten Ergebnisse waren 1983 zwei zweite Plätze bei den Rennen in Südafrika und Deutschland. De Cesaris hält bis heute den Rekord der meisten Ausfäll in einer Saison: 1987 schied er in 14 von 16 Rennen aus. Auch den Rekord der meisten Ausfälle noch vor dem Start des Rennens (11) hält der Italiener.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es, de Cesaris sei 1994 mit Schumacher bei Jordan gewesen - tatsächlich waren sie 1991 Kollegen. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

asi/sid/dpa
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