Beschwerde bei der EU Kampf um Millionen in der Formel 1 geht weiter

Ferrari bekam 2015 in der Formel 1 einen Bonus von 105 Millionen Euro, einfach weil es Ferrari ist. Darüber beschweren sich Teams bei der EU. Die erste Hürde ist nun genommen, eine Entscheidung kann aber noch Jahre dauern.

Sebastian Vettel im Ferrari
AFP

Sebastian Vettel im Ferrari


Die neuen Besitzer der Formel 1 denken darüber nach, die ungleiche Verteilung der Einnahmen an die Teams zu verändern. Darauf hoffen vor allem kleinere Rennställe wie Sauber oder Force India, die schon vor mehr als einem Jahr bei der Wettbewerbskommission der Europäischen Union eine Beschwerde eingelegt hatten. Nun haben sie die erste Hürde genommen, das EU-Parlament in Straßburg hat mit 467 zu 156 Stimmen bei 86 Enthaltungen seine Unterstützung zugesagt.

Was diese Unterstützung für den weiteren Ablauf bedeutet, ist allerdings unklar. Rechtlich hat das Votum keine Auswirkungen. Die dänische Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager muss nun entscheiden, ob tatsächlich ermittelt wird und im zweiten Schritt eine Priorisierung vornehmen. Andere bei der EU eingereichte Klagen richten sich gegen Google, Amazon oder Apple, Experten rechnen in Sachen Formel 1 daher mit einer geringen Wichtigkeit. Der Fall könnte sich somit noch über Jahre hinziehen und von neuen Vereinbarungen überholt werden.

Die bis 2020 gültigen Verträge zwischen den Teams und den Rechteinhabern garantieren Traditionsrennställen wie Ferrari oder Mercedes höhere Einnahmen - unabhängig vom sportlichen Erfolg. Force India beispielsweise bekam 2015 104 Millionen Euro weniger als Mercedes. Die Verantwortlichen von Ferrari, im gleichen Jahr mit einer Bonuszahlung von 105 Millionen Euro bedacht, haben bereits angedeutet, beim neuen Besitzer Liberty Media auf Beibehaltung des bisherigen Modells zu drängen. Ansonsten könnte es zu einem Ausstieg aus der Formel 1 kommen.

krä



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Referendumm 15.02.2017
1. Ferrari ist Ferrari ist Ferrari ...
Das Gesülze kann ich auch nicht mehr hören. Kein Wunder, dass die Scuderia nichts mehr auf die Kette kriegt. Kohle, und zwar sehr viel, viel zu viel, springt doch immer dabei heraus. Auch in 2017, so sieht es momentan aus, kriegt Ferrari mal wieder nichts zustande. Die haben ja noch nicht einmal den blassesten Schimmer wie die passive "Aktiv-Radaufhängung" von Mercedes oder RBR funktioniert. Die dürften wohl hinter Mercedes und RBR zurückfallen, eventuell sogar hinter McLaren. Das wird dann noch lustiger werden. Und der gute Seb (Vettel) hat sich diese Aufgabe wohl ganz anders vorgestellt. Veni, vidi, vici - Pustekuchen, Seb ! Aber Hauptsache aufm Mittagstisch steht mal wieder die berühmte Flasche Rotwein und die Nudeln schmecken gut. Na denn, Prost und guten Appetit, liebes Ferrari-Team. Zum Thema: " ... beschweren sich Teams bei der EU. Die erste Hürde ist nun genommen, eine Entscheidung kann aber noch Jahre dauern." Mal schaun, wieviele Teams es dann noch gibt bzw. ob es diese Rennserie überhaupt noch gibt. So sicher ist das Ganze nämlich auch nicht. Vor allem jüngere Menschen interessieren sich dafür kaum noch.
uzsjgb 15.02.2017
2.
Zitat von ReferendummDas Gesülze kann ich auch nicht mehr hören. Kein Wunder, dass die Scuderia nichts mehr auf die Kette kriegt. Kohle, und zwar sehr viel, viel zu viel, springt doch immer dabei heraus. Auch in 2017, so sieht es momentan aus, kriegt Ferrari mal wieder nichts zustande. Die haben ja noch nicht einmal den blassesten Schimmer wie die passive "Aktiv-Radaufhängung" von Mercedes oder RBR funktioniert. Die dürften wohl hinter Mercedes und RBR zurückfallen, eventuell sogar hinter McLaren. Das wird dann noch lustiger werden. Und der gute Seb (Vettel) hat sich diese Aufgabe wohl ganz anders vorgestellt. Veni, vidi, vici - Pustekuchen, Seb ! Aber Hauptsache aufm Mittagstisch steht mal wieder die berühmte Flasche Rotwein und die Nudeln schmecken gut. Na denn, Prost und guten Appetit, liebes Ferrari-Team. Zum Thema: " ... beschweren sich Teams bei der EU. Die erste Hürde ist nun genommen, eine Entscheidung kann aber noch Jahre dauern." Mal schaun, wieviele Teams es dann noch gibt bzw. ob es diese Rennserie überhaupt noch gibt. So sicher ist das Ganze nämlich auch nicht. Vor allem jüngere Menschen interessieren sich dafür kaum noch.
Ferrari ist seit 2009 hinter Mercedes und Red Bull zurückgefallen.
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