Formel-1-Rennen in Baku Ferraris früher Vogel

Eine Formel-1-Saison ist lang, 18 Rennen stehen noch aus. Doch bei Ferrari steigt die Angst, schon jetzt entscheidend ins Hintertreffen zu geraten. Deshalb bekommt Sebastian Vettel in Baku erste Updates.

Sebastian Vettel (vorne) und Charles Leclerc
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Sebastian Vettel (vorne) und Charles Leclerc


Für Sebastian Vettel ist es bisher eine unbefriedigende Formel-1-Saison. Der Ferrari-Pilot liegt 31 WM-Punkte hinter Lewis Hamilton im Mercedes, sein Teamkollege Charles Leclerc heimst das Lob ein, und Vettel selbst muss Fragen zu einem möglichen Karriereende beantworten. Dabei war der 31-Jährige als vermeintlicher Favorit in sein fünftes Ferrari-Jahr gegangen - kämpfte bei den Rennen in Australien, Bahrain und China aber mit erheblichen Problemen.

Deshalb hat sein Rennstall reagiert und reist mit einem technisch überholten Auto zum Großen Preis von Aserbaidschan in Baku am kommenden Sonntag (14.10 Uhr Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: RTL und Sky). "Wir bringen ein paar Updates mit nach Baku", sagte Teamchef Mattia Binotto. "Das ist der erste Schritt der Weiterentwicklung des SF90." Traditionell bringen die Teams die ersten Nachbesserungen erst zum ersten Europa-Grand-Prix in Barcelona (12. Mai) mit - Ferrari sieht sich schon ein Rennen vorher dazu genötigt.

"Nachdem die ersten drei Rennen definitiv nicht so gelaufen sind, wie wir wollten, ist dieser Grand Prix ein weiterer wichtiger Moment für uns", sagte Binotto. "Wir haben uns sehr gut vorbereitet." Demnach hätten die Italiener, die bei drei Auflagen in Baku bislang noch nie gewinnen konnten, nach einer Datenanalyse Bereiche gefunden, "in denen wir uns verbessern können". Dazu gehört unter anderem das Motoren-Management.

Auf dem Stadtkurs kommt es für Fahrer und Teams darauf an, aerodynamisch die richtige Balance zu finden. Die lange Start-und-Ziel-Gerade bietet die Möglichkeit, über zwei Kilometer lang Vollgas zu fahren, im anderen Streckenteil gibt es aber auch langsame und enge Kurven. "Eine große Herausforderung in Baku ist es, die richtige Flügeleinstellung zu finden", sagte Vettel. Im Vorjahr hatte der 31-Jährige den möglichen Sieg in Aserbaidschan durch einen Verbremser noch aus der Hand gegeben und wurde nur Vierter.

krä/dpa

insgesamt 7 Beiträge
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Ehrlicher1 24.04.2019
1.
Formel 1? Gäähn, wie langweilig. Aber man muss schon zugeben, ein Sport, der im Sitzen ausgeführt werden kann, ist für viele im Autofahrerland Deutschland attraktiv. Ich finde immer die Kommentatoren lustig, wenn diese über "Pneus" reden. Sind für mich einfach Gummireifen.
Augustusrex 24.04.2019
2. Na ja
"Eine große Herausforderung in Baku ist es, die richtige Flügeleinstellung zu finden". Prima, stimmt schon. Eine ebenso große Herausforderung ist es aber auch, einen Fahrer zu finden, der das Rennen ohne Verbremser nach hause fahren kann.
r.macho 24.04.2019
3. Vettel hat es in der Hand
Wenn Vettel seine Fehler ehrlich aufarbeitet und sich verbessert, hat er gut Chancen, besser abzuschneiden. Seine Kommentare nach den Rennen sind geradzu peinliche Ausreden. Er kann es wirklich besser.
der_durden 24.04.2019
4.
Zitat von Ehrlicher1Formel 1? Gäähn, wie langweilig. Aber man muss schon zugeben, ein Sport, der im Sitzen ausgeführt werden kann, ist für viele im Autofahrerland Deutschland attraktiv. Ich finde immer die Kommentatoren lustig, wenn diese über "Pneus" reden. Sind für mich einfach Gummireifen.
Sie meinen also, dass die Formel 1 Fahrer nicht weiter sportlich sein müssen, weil Sie während der Fahrt sitzen? Nicht, wie andere Sportler Muskelaufbau und Konditionstraining zu absolvieren haben und topfit sein müssen? Man kann über Motorsport sicherlich geteilter Meinung sein, keine Frage. Was Sie jedoch insinuieren, ist einfach Unsinn. Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal so ein Rennen angesehen? Die Kommentatoren sprechen nämlich in der Regel immer von Reifen, Reifenmischung, etc. Das Wort Pneu ist zwar korrekt, findet aber reichlich selten Verwendung bei der von Ihnen genannten Berufsgruppe. Was bleibt ist, dass in Wahrheit Ihr Beitrag hier irgendwie "lustig" ist.
der_durden 24.04.2019
5.
Zitat von r.machoWenn Vettel seine Fehler ehrlich aufarbeitet und sich verbessert, hat er gut Chancen, besser abzuschneiden. Seine Kommentare nach den Rennen sind geradzu peinliche Ausreden. Er kann es wirklich besser.
Welche Ausreden meinen Sie? Ich erinnere mich bei den letzten Rennen ausschließlich an Aussagen von ihm, in denen er sich selbst in die Pflicht nimmt und Fehler direkt eingestanden hat. Er sprach von Fehler, er sprach davon, das Auto noch nicht richtig zu spüren, er sprach davon, noch nicht richtig an seine Leistungsgrenzen heranzukommen. Ich kann hier keine Ausreden auf andere oder die Technik erkennen. Nennen Sie doch bitte mal eine Aussage, die Sie meinen.
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