Formel 1 Fia gibt grünes Licht für Südkorea-GP

Die Formel 1 wird wie geplant erstmals in Südkorea Station machen. Nach zweitägiger Inspektion durch den Internationalen Automobilverband erhielt der neue Kurs 400 Kilometer südlich von Seoul die Zulassung. An der Streckentauglichkeit hatte es monatelang Zweifel gegeben.

Vorfreude auf Südkorea: Sebastian Vettel (hier rechts beim GP von Japan)
REUTERS

Vorfreude auf Südkorea: Sebastian Vettel (hier rechts beim GP von Japan)


Hamburg - Das drittletzte Rennen der Formel-1-Saison wird wie vorgesehen am 24. Oktober ausgefahren, die Premiere in Südkorea stattfinden. Die Fia-Verantwortlichen um den technischen Delegierten Charlie Whiting lobten den Zustand der Strecke in Yeongam. "Es ist zufriedenstellend und ich werde die Lizenz erteilen", erklärte Whiting in einer Mitteilung.

Vor allem die letzte Asphaltschicht, die erst in den vergangenen Wochen aufgetragen wurde, hatte der Fia Sorgen bereitet. Der obere Teil des Streckenbelages muss die großen Kräfte der mehr als 700 PS starken Autos aushalten und gilt als schwierig zu verlegen.

Eine Absage der südkoreanischen Formel-1-Premiere hätte für die Formel 1 einen enormen Imageschaden bedeutet. So war es wenig verwunderlich, dass Formel-1-Vermarkter Bernie Ecclestone bereits am Wochenende kräftig Werbung für den Kurs betrieben hatte. In den vergangenen Wochen seien in Südkorea "Wunder" bewirkt worden, so Ecclestone.

Der Kurs rund 400 Kilometer südlich von Seoul wurde vom Aachener Architekten Hermann Tilke entworfen. Vor drei Jahren wurde mit dem Bau begonnen. Im September dieses Jahres absolvierte der Inder Karun Chandhok einige Demonstrationsrunden auf der Strecke, die mit 17 Kurven und drei langen Geraden Sebastian Vettel zusagt. "Die Strecke macht ziemlich viel Spaß, vor allem in den Kurven", sagte der deutsche Red-Bull-Pilot nach einem Test im Simulator.

Vettel bleiben noch drei Rennen, um die Führung in der Gesamtwertung zu übernehmen und Weltmeister zu werden. Nach dem Grand Prix in Südkorea stehen die Rennen im brasilianischen São Paulo und in Abu Dhabi im Programm. Vettel hat derzeit 14 Punkte Rückstand auf Teamkollege und WM-Spitzenreiter Mark Webber.

fah/sid/dpa



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Seite 1
saul7 11.12.2009
1. Die
Zitat von sysopNeues Punktesystem, Nachtanken verboten, insgesamt 13 Teams. Die neue Formel-1-Saison wartet mit einigen Änderungen auf. Wird die Serie von ihnen profitieren oder nicht?
Formel- 1- Saison 2010 bringt wieder nur zahllose Rennen in denen junge Leute mit schnellen Autos ständig im Kreis herumfahren, um als Erster ins Ziel zu kommen. Die Folge davon ist eine extreme Luftverschmutzung und eine wahrscheinlich hohe Einschaltquote von RTL.
m-pesch, 11.12.2009
2.
Zitat von sysopNeues Punktesystem, Nachtanken verboten, insgesamt 13 Teams. Die neue Formel-1-Saison wartet mit einigen Änderungen auf. Wird die Serie von ihnen profitieren oder nicht?
Was ändert sich durch das neue Punktesystem außer das sich taktisches Hinterherfahren nun noch mehr lohnt? Schumachers Punkterekord könnte so natürlich doch irgendwann mal wackeln. :-))
CJ Stroem 11.12.2009
3.
Zitat von saul7Formel- 1- Saison 2010 bringt wieder nur zahllose Rennen in denen junge Leute mit schnellen Autos ständig im Kreis herumfahren, um als Erster ins Ziel zu kommen. Die Folge davon ist eine extreme Luftverschmutzung und eine wahrscheinlich hohe Einschaltquote von RTL.
Da erkennt man gleich den Motorsport Begeisterten. Aber es stimmt schon. Junge Leute wie Rubens Barichello (Alter 38) wollen wissen wer am schnellsten einen Rundkurs! (ein kreis ist meines wissens nach rund, das finden Amerikaner spannend!) fahren kann. Sieht man dann, das in manchen Qualifikationen 5 verschiedene (sehr schnelle!) Autos und 7 verschiedene Fahrer eine Strecke auf 5,8 km Länge, mit 4 Zehntel Sekunden Unterschied vom ersten zum siebten, fast gleich schnell fahren, so ist das für mein Empfinden eine äußerst spannende Angelegenheit. Da merke ich dann wieder das es ein "RTL-Fernsehen" gibt. und ja, es gibt Abgase...
Brieli 11.12.2009
4.
Zitat von CJ StroemDa erkennt man gleich den Motorsport Begeisterten. Aber es stimmt schon. Junge Leute wie Rubens Barichello (Alter 38) wollen wissen wer am schnellsten einen Rundkurs! (ein kreis ist meines wissens nach rund, das finden Amerikaner spannend!) fahren kann. Sieht man dann, das in manchen Qualifikationen 5 verschiedene (sehr schnelle!) Autos und 7 verschiedene Fahrer eine Strecke auf 5,8 km Länge, mit 4 Zehntel Sekunden Unterschied vom ersten zum siebten, fast gleich schnell fahren, so ist das für mein Empfinden eine äußerst spannende Angelegenheit. Da merke ich dann wieder das es ein "RTL-Fernsehen" gibt. und ja, es gibt Abgase...
Da merke ich dann wieder, dass es wirklich Menschen gibt, die glauben, dass die F1 ein überaus spannender Sport sein soll. Die F1 wird sowas von künstlich gehypt. Da sind sogar die Boxer, Snooker- und Pokerspieler neidisch.
CJ Stroem 11.12.2009
5. zurück zum Thema
Definitiv wird die neue Saison spannend. Mehr Teams sind immer gut. Die unsägliche Tankanlage hatte zwar in der letzten Saison einige specktakuläre Momente, aber nachdem die Fia ja niemals in der Lage war ein wirklich funktionierendes System bereitzustellen, ist die Abschaffung wohl der einzig sinnvolle Weg. Zudem ist es auch wieder eine weitere Herausforderung an die Fahrer, mit dann wohl vollem Tank, eine Qualifikation zu gewinnen. Da der Reifenwechsel während eines Rennens wohl nicht zur Disposition steht, werden sich auch hier interessante Situationen ergeben. Schade ist nur das KERS wieder abgeschafft wurde. Der Weltmeister 2010 heisst im übrigen Niko Rossberg, aber man wird sehen...
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