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10. Juli 2013, 12:56 Uhr

Formel 1

Fia will Boxengasse sicherer machen

Aus Angst vor einem erneuten Unfall wie auf dem Nürburgring hat der Automobilweltverband Fia durchgegriffen. Schon ab dem kommenden Grand Prix dürfen nur noch Formel-1-Teammitglieder und Streckenposten während Rennen und Qualifikation in die Boxengasse.

Hamburg - Es waren dramatische Szenen, die sich am vergangenen Wochenende in der Boxengasse auf dem Nürburgring abspielten. Ein Kameramann wurde von einem nicht richtig befestigten Reifen am Rücken getroffen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Nun hat der Automobilweltverband reagiert: Künftig sind nur noch Teammitglieder und Streckenposten während Formel-1-Rennen und Qualifikationen in der Boxengasse erlaubt. Mit umfangreichen Sofortmaßnahmen will die Fia die Gefahr eines erneuten Zwischenfalls verhindern. "Da war war ja ein ganzer Pulk von Mechanikern, das Rad hätte jeden von ihnen treffen können", sagte Bernie Ecclestone.

Der Kameramann erlitt eine Schlüsselbeinfraktur, zudem brach er sich zwei Rippen. Der Brite stammt aus dem TV-Team von Ecclestones Formula One Management. "Alle unsere Kamerateams werden in Zukunft nur noch von der Boxenmauer filmen dürfen", so Ecclestone.

Auch für die Mechaniker und Fahrer wurden die Richtlinien verschärft. Alle Teammitglieder, die während eines Boxenstopps an einem Auto arbeiten, müssen künftig Helme tragen. Sie dürfen sich auch nur noch für den jeweiligen Halt einer der beiden Fahrer ihres Rennstall in der sogenannten Pit Lane aufhalten. Ist der Boxenstopp beendet, müssen sie unverzüglich zurück in die Garage. Vor dem Stopp müssen sie so lange wie möglich in der Box ausharren.

Darüber hinaus werden die Tempolimits in der Boxengasse gedrosselt: Statt 100 Stundenkilometer sind nun nur noch 80 erlaubt. In Melbourne, Monaco und Singapur bleibt es wegen der beengten Verhältnisse bei 60 Stundenkilometern. Verstöße im Training kosten pro Stundenkilometer über dem Limit 100 Euro bis maximal 1000. Zusätzliche Bestrafungen sind den Rennkommissaren vorbehalten.

Für 2014 sind die Änderungen bereits gültig. Aber die Fia will sie schon bis zum kommenden Rennen in Budapest in zweieinhalb Wochen einführen.

luk/dpa

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