Formel 1 Fia weist Team-Proteste zurück

Vorläufige Klärung im Team-Streit: Der Automobilweltverband hat den Protest dreier Rennställe gegen vermeintlich regelwidrige Aerodynamik-Hilfen der Konkurrenz abgewiesen. Damit dürfen die Beschuldigten in Melbourne ohne Auflagen starten. Ferrari und Co. legten Einspruch an.


Hamburg - Die Kommissare des Automobil-Weltverbandes Fia haben den Protest gegen die Heck-Diffusoren von Williams, Toyota und Brawn drei Tage vor dem ersten Formel-1-Rennen der Saison zurückgewiesen. Damit können beim Großen Preis von Australien in Melbourne am Sonntag (8 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) alle Teams ohne Auflagen an den Start gehen.

Toyota-Pilot Glock: Regelkonforme Diffusoren
DPA

Toyota-Pilot Glock: Regelkonforme Diffusoren

Ferrari, Renault und Red Bull hatten fristgerecht am Donnerstag nach der technischen Abnahme die Autos von Williams, Toyota und Brawn GP beanstandet. Der Protest von BMW-Sauber war wegen eines Formfehlers nicht angenommen worden.

Die Fia-Kommissare erklärten die Fahrzeuge nach sechsstündiger Beratung nun für regelkonform. Ferrari, Red Bull und Renault legten Einspruch beim Fia-Berufungsgericht ein.

Das Gericht wird die Sache am 14. April, nach dem zweiten WM-Lauf in Malaysia (5. April), verhandeln. Damit könnten die Ergebnisse der ersten beiden WM-Rennen nur vorläufig sein.

Die drei Protestierer hatten bemängelt, Williams, Toyota und Brawn würden Doppeldiffusoren verwenden, die pro Runde 0,5 Sekunden Zeitgewinn brächten.

Der Diffusor am Unterboden eines Formel-1-Boliden erzeugt als wichtige Aerodynamik-Hilfe eine Saugwirkung auf den hinteren Teil des Autos und presst es so auf die Rennstrecke herunter.

jok/sid



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