Formel 1 Force India trennt sich von Ferrari

Ein Rennstall räumt auf: Nach einer enttäuschenden Saison beendet das Formel-1-Team Force India seine Zusammenarbeit mit Motorenlieferant Ferrari und wechselt wohl zu Mercedes. Der Besitzer übernimmt das Kommando, deutscher Teamchef und Chefingenieur müssen gehen.


Hamburg - Force India hat die Zusammenarbeit mit Konstrukteursweltmeister Ferrari als Motorenlieferant vorzeitig beendet. Das gab der Rennstall am Freitag bekannt. Eigentlich sollten die Italiener auch 2009 Triebwerke liefern.

Formel-1-Pilot Sutil im Force India: Zu oft hinterhergefahren
DPA

Formel-1-Pilot Sutil im Force India: Zu oft hinterhergefahren

Damit macht Force India den Weg frei für eine mögliche Partnerschaft mit Ferraris Rivalen McLaren-Mercedes. Während der deutsche Automobilbauer die Motoren liefern könnte, würde McLaren mit weiterem technischen Know-how zur Seite stehen. Entsprechende Gespräche hatte Force-India-Mitbesitzer Mallya bereits bestätigt.

Das Team, für das der Deutsche Adrian Sutil auch in der kommenden Saison fahren wird, teilte zudem mit, dass Mallya nun auch als Teamchef fungieren werde. Nicht mehr länger in dieser Funktion tätig ist der Deutsche Colin Kolles. Auch der Technische Direktor Mike Gascoyne wird abgelöst.

"Beide haben einen entscheidenden Anteil daran, was das Team heute ist", sagte Mallya. Kolles habe unermüdlichen Einsatz gezeigt, ein so kleines Team am Leben zu erhalten. Am kommenden Montag will der Milliardär Mallya bekanntgeben, wer demnächst als oberster Ingenieur fungieren wird und wer als Geschäftsführer die Gesamtverantwortung für die Werke in Silverstone und Brackley sowie für die Rennen und Tests übertragen bekommt.

In der abgelaufenen Formel-1-Saison belegte sein Team den vorletzten Rang in der Konstrukteurswertung vor Super Aguri - das während der Saison aus Kostengründen vorzeitig aufgegeben hatte. Die Fahrer Sutil und Giancarlo Fisichella aus Italien kamen nicht über die Ränge 20 und 19 hinaus. Nur die ehemaligen Aguri-Piloten Takuma Sato (Japan) und Anthony Davidson aus Großbritannien lagen noch hinter ihnen.

all/dpa



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