Pressestimmen zur Formel 1 in Silverstone "Vettel wieder einmal desaströs"

"Wieder eine Blamage für Sebastian": Vettel hat in Silverstone erneut enttäuscht, während Hamilton das Rennen gewann. Die internationale Presse spekuliert bereits über einen Rücktritt des Ferrari-Piloten.

Bei einem Überholmanöver krachte Sebastian Vettel mit Max Verstappen zusammen
Charles Coates / Getty Images

Bei einem Überholmanöver krachte Sebastian Vettel mit Max Verstappen zusammen


Die Pressestimmen zum Großen Preis von Großbritannien. Hier können Sie das Rennen nachlesen, hier geht es zur Analyse von Sebastian Vettels Leistung.

ENGLAND

"The Telegraph": "Sebastian Vettel wirkt wie ein Fahrer, der die Richtung verloren hat. Die Gerüchte über seinen frühen F1-Ausstieg werden immer lauter. Er ist nur noch eine blasse Kopie jenes Mannes, der vier WM-Titel mit Red Bull gewann. Lewis Hamilton schätzt einen glitzernden Lifestyle und Hollywood-Partys, aber nur hier in Silverstone fühlt er sich geliebt. Und hier war er wieder einmal eine Klasse für sich."

"The Guardian: "Mit dem Union Jack auf den Schultern stieg Lewis Hamilton auf das Podium, er wollte keinen Zweifel daran lassen, dass dieser Sieg für seine Fans, für sein Heimatland war. Und übrigens: Was ist eigentlich mit Vettel los?"

"The Sun": "Hamilton überquerte die Ziellinie 25 Sekunden vor Bottas, aber erst das Safety Car hatte ihn in diese komfortable Position gebracht. Unfassbar: Vettel kracht Verstappen einfach ins Heck. Ferrari hat ein ernsthaftes Problem."

"Daily Mirror": "In einem Rennen, das durchaus den Preis als Rennen des Jahres gewinnen könnte, zelebrierte Hamilton den 80. Sieg seiner Karriere wie ein König. Aber was macht Vettel da? Der Ferrari-Mann verliert die Kontrolle und kommt vom Weg ab."

FRANKREICH

"L'Equipe": "Hamilton stellt die Rangordnung wieder her. Der liebe Gott hat König Hamilton gerettet, indem er wunderbarerweise ein Safety-Car auf die Strecke schickte. Vettel verliert die Kontrolle über sein Auto und kracht Verstappens Red Bull ins Heck."

ITALIEN

"Gazzetta dello Sport": "Ferrari hat einen neuen Leader. Leclerc dominiert die Show, während Vettel wieder einmal desaströs ist. Leclerc ist Protagonist eines außerordentlichen Duells mit Verstappen, er ist kämpferisch und energisch, obwohl sein Auto nicht das schnellste ist. Leclerc ist wunderbar, sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung. Er hat endgültig das Herz der Ferrari-Fans erobert."

"Corriere dello Sport": "Leclerc wie einst Gilles Villeneuve: Der Krieger Charles schafft zwei geniale Überholmanöver. Leclerc gewinnt den Guerrillakampf zwischen Ferrari und Red Bull. Angriffslustig und tödlich in der Verteidigung, Leclerc hat Nerven aus Stahl, er wächst und wächst und hat noch viel Potenzial. Vettel, wie schade! Wieder eine Blamage für Sebastian."

"Tuttosport": "Ein Sonntag zum Einrahmen für Hamilton, der wieder einmal der unangefochtene König der F1 ist. Vettel ruiniert einen tollen Start, indem er den Angriff auf Verstappen völlig verpatzt. Vettel entschuldigt sich bei dem Niederländer, doch seine Pechsträhne nimmt kein Ende."

"Corriere della Sera": "Vettel verliert wieder einmal den Kopf. Während der Youngster Leclerc an Prestige gewinnt, scheint der viermalige Weltmeister Vettel nicht in der Lage, die Wiederholung bereits begangener Fehler zu vermeiden. Wie ein Kind reagiert er übereilig und schlecht auf eine direkte Bedrohung. Leclerc bewegt sich dagegen mit genau der Sicherheit, die sein Kapitän verloren hat."

"La Repubblica": "Vettel, traurig und zerstreut. Seit viel zu langer Zeit ist er nicht mehr der Fahrer, der viermal Weltmeister war. Das spektakulärste Rennen der Saison bestätigt die klare Überlegenheit von Mercedes. Der kleine Prinz Leclerc ist der Pilot des Tages. Sein Duell mit Verstappen war einer der spannendsten Momente des Rennens."

"La Stampa": "Vettels Psychodrama: Maranello, wir haben ein Problem. Binotto verteidigt Vettel, fast wie ein älterer Bruder, doch die Krise des Piloten scheint endlos zu sein. Hamilton ist der wahre Herr der Formel 1. Er hat auch Glück auf seiner Seite, doch niemand hat nach zehn Rennen so viele Punkte erobert wie er."

ÖSTERREICH

"Kronen Zeitung": "Heimsieg für Hamilton! Aufregung um Vettel-Manöver. Mercedes hat in einem packenden Formel-1-Grand-Prix von Großbritannien erneut einen Doppelsieg eingefahren. Für Aufregung sorgte Sebastian Vettel, der RB-Star Max Verstappen abschoss. Nun wächst der Druck auf Vettel."

"Kleine Zeitung": "Mercedes-Doppelsieg bei einem wirklich großen GP. Das Rennen war geprägt von vielen, vielen Überholmanövern und Duellen. Es war Entertainment pur. Keine Spur von Formel fad."

SCHWEIZ

"Blick": "Schmeißt Vettel am Ende des Jahres den Bettel hin? Gerüchte über einen Rücktritt flammen wieder auf. Hamilton mit 80. Sieg - Vettel crasht mit Verstappen. Ein Debakel für den vierfachen Weltmeister. Seit drei Rennen wird das Auto umgebaut. Und Vettel kommt damit nicht klar."

SPANIEN

"Marca": "Hamilton gewinnt ein episches Rennen, kann sich aber auch beim Safety-Car bedanken. Die Zeitstrafe von zehn Sekunden bugsiert Vettel auf den 16. Platz. Es ist weder das Jahr von Ferrari noch das von Sebastian Vettel. Der Deutsche spürt den Atem von Leclerc im Nacken. Hamilton hat schon 100 Punkte Vorsprung auf Vettel! Wahnsinn!"

"As": "Hamilton regiert im Chaos, ein hartes Rennen in Silverstone endet mit dem Sieg von Lewis. Der Engländer zeigte sich vom Start an aggressiver denn je. Schwerer Fehler von Vettel, als der Deutsche nach einem missglückten Bremsmanöver Verstappen verschluckt. Für Vettel wird diese Saison immer mehr zum Kreuzweg."

"Sport": "Hamilton ist der König von Silverstone, ein Safety-Car hilft ihm, an Bottas vorbeizuziehen. Für Vettel ging wieder mal einiges schief, er muss es aber mitverantworten."

"El Mundo Deportivo": "Hamilton gewinnt im Wahnsinn von Silverstone, und Vettel touchiert Verstappen. Endlich war mal richtig Leben in der Bude, genau das wollen die Fans sehen. Für Vettel ist die Saison gelaufen, Hamilton hat dagegen alles selbst in der Hand."

mrk/sid

insgesamt 14 Beiträge
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MadamimadaM 15.07.2019
1. Time to say goodby
Die Meisterschaft eines Michael Schumacher erreicht er sowieso nicht mehr. Und mit 4 WM Titeln auszusteigen ist ja auch nicht SO schlimm. Frag Rosberg. Dem war 1 WM Titel schon genug um sein Leben neu zu ordnen.
r.macho 16.07.2019
2. Räikkönen kanns doch auch !
Vettel sollte sich endlich auf eine Stärken besinnen und auf stärkere Gegner nicht so emotional reagieren. Red Bull ist mit dem neuen Hondamotor sehr gut bestückt und somit auf Augenhöhe mit Ferrari. Für Vettel wäre bis jetzt sehr viel mehr an Punkten möglich gewesen. Er steht sich selbst im Wege. Vielleicht sagt ihm das mal einer seiner Crew-Mitglieder.
Aleae iactae sunt 16.07.2019
3. Richtige Aussage.
Richtig, KR will auch nicht WM werden. Die ganzen Experten, die eventuell früher mal in F1 zwei mal um den 8ten Platz gefahren sind können locker Sprüche raushauen.
Aleae iactae sunt 20.07.2019
4. Die Presse hat sicher auch gesehen,
Dass MV in der Crashszene 2 Mal die Fahrspur gewechselt hat. Darüber habe ich nichts gelesen oder gesehen. Soweit ich informiert bin, wird 2Mal Spurwechseln als riskantes Fahren gewertet. Man nennt es MV regulation. Für meine Begriffe hat MV den Unfall mit verursacht, auch weil er nach dem blockieren der linken Spur mehr verlangsamt hat als notwendig. Und auch wieder nach rechts gezogen hat. Botschaft an die Medien: Bitte Fair Play auch bei der Berichterstattung.
T.T.Y 20.07.2019
5. Eine schwerige Situation für Vettel
Die Kompentenz von Sebastian Vettel ist doch nicht so schlimm,sonst hat er unbedingt keine WM gewonnen. Und es ist ohne Zweifel,dass er in Saison 2015 und 2016 viel für Ferrari getan hat. Unglücklicherweise steht er jetzt unter großem Druck,weil er im Vergleich zu Lewis Hamilton und Charles Leclerc ein Verlierer zu sein scheint. Und er ist jetzt nicht in der Lage,seine heutige Situation zu verändern. Außerdem glaube ich,ihm ist die italienische Presse zu streng. Sie müsste wissen,dass das Team Ferrari auch an der heutigen Situation schuldig ist. Statt die Leistung zu vergessen,die Vettel in vergangenen Jahren erreicht hat,sollte die italienische Presse mehr Geduld haben und ihn unterstützen.
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