Formel 1 Hersteller Pirelli will Reifen verändern

Weltmeister Sebastian Vettel hatte die Reifen nach seinem vierten Platz beim Großen Preis von Spanien als "Griff ins Klo" bezeichnet, nun reagiert der Hersteller. Pirelli räumt Fehler ein und will bis Ende Juni Änderungen umsetzen. Dabei waren die Reifen gerade erst verbessert worden.

Reifen am Formel-1-Wagen: Änderungen ab Silverstone
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Reifen am Formel-1-Wagen: Änderungen ab Silverstone


Hamburg - Für viele Formel-1-Piloten sind die Reifen derzeit ein Ärgernis, nach dem Großen Preis von Spanien in Barcelona hat Hersteller Pirelli nun weitere Änderungen angekündigt. "Unser Ziel sind zwei bis drei Stopps. Heute waren es zu viele. Wir haben es nicht richtig gemacht, zu aggressiv", twitterte Motorsportdirektor Paul Hembery nach dem Rennen. "Wir nehmen Änderungen vor, wahrscheinlich ab Silverstone." Der Große Preis von England findet Ende Juni statt.

In Barcelona mussten viele Teams viermal zum Reifenwechsel in die Box, darunter auch Sieger Fernando Alonso und Sebastian Vettel im Red Bull. Der Weltmeister hatte sich nach seinem vierten Platz aufgeregt. "Der neue harte Reifen war ein Griff ins Klo", kritisierte er. Auch Nico Rosberg war genervt: "Ich bin so weit weg von dem, was mein Auto kann, um die Reifen zu schonen", sagte der Mercedes-Pilot. Beim Erfolg von Alonso war Rosberg von seiner zweiten Pole Position in Serie gestartet, landete aber nur auf dem sechsten Platz.

Pirelli hatte dem Druck der Kritiker bislang nur teilweise nachgegeben und für das Rennen in Barcelona die harten Reifen mit einer neuen Mischung versehen. Damit sollten die Pneus weniger anfällig für Verschleiß sein. Dem Wunsch der von Vettels Red-Bull-Team angeführten Fraktion der Gegner der neuen Reifengeneration, vor allem die weichen Gummis haltbarer zu machen, kam Pirelli hingegen zunächst nicht nach.

joe/dpa



insgesamt 53 Beiträge
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kornfehlt 12.05.2013
1. Die neue Formel 1,
der Wettbewerb gegen den Reifenverschleiß. Nicht das schnellste Auto, der schnellste Fahrer, nein der Reifenschoner gewinnt. Es ist ein anderer Sport, so ähnlich wie "wer kann mit 1 Pfund Butter die meisten Brote bestreichen
ComLark 12.05.2013
2.
Der Ökowahn zwingt den Bürger zur Quecksilbergiftlampe aber es ist ok wenn ein paar Leute in langweiligen Rennen tonnenweise Sprit verbrauchen, tausende Reifen abfahren, absurde Gehälter kassieren und überhaupt ein gigantisches Minusgeschäft machen. Nürburgring zahlt der Steuerzahlen, ebenso subventionierte Besucherkarten, Daimler muss seine Autos teurer machen damit Schumacher und das Rennteam bezahlt werden können. Es gibt nur ein paar Leute die abkassieren Eccelstone, die Fahrer und Teamchefs für den Rest ein Minusgeschäft. Und jetzt bitte keine Kommentare "zig Innovationen durch die Formel 1" ... rutschsichere Schuhsohlen, ohne die Formel 1 wäre da ja niemand drauf gekommen...
meischer_eder 12.05.2013
3. Lustig
Dass der Reifen-Hersteller das Geschehen so beeinflussen kann. Wo sonst hat der Lieferant noch das Kommando?
gandhiforever 12.05.2013
4. Man wuerde denken,
Zitat von sysopDPAWeltmeister Sebastian Vettel hatte die Reifen nach seinem vierten Platz beim Großen Preis von Spanien als "Griff ins Klo" bezeichnet, nun reagiert der Hersteller. Pirelli räumt Fehler ein und will bis Ende Juni Änderungen umsetzen. Dabei waren die Reifen gerade erst verbessert worden. http://www.spiegel.de/sport/formel1/formel-1-hersteller-pirelli-will-reifen-veraendern-a-899379.html
dass Pirelli mit seiner langjaehrigen Erfahrung in der Lage sein muesste, Reifen herzustellen, die den Anforderungen der F1 genuegen. Statt dessen muss man sich fragen, wann diese staendig 'verbesserten' Reifen zu einem boesen Unfall fuehren.
schlagerparade 12.05.2013
5.
Zitat von sysopDPAWeltmeister Sebastian Vettel hatte die Reifen nach seinem vierten Platz beim Großen Preis von Spanien als "Griff ins Klo" bezeichnet, nun reagiert der Hersteller. Pirelli räumt Fehler ein und will bis Ende Juni Änderungen umsetzen. Dabei waren die Reifen gerade erst verbessert worden. http://www.spiegel.de/sport/formel1/formel-1-hersteller-pirelli-will-reifen-veraendern-a-899379.html
Es gab einmal eine Zeit, da konnte ein F1-Auto mit nur einem Reifenwechsel die volle Strecke problemlos zurücklegen. Heute sind dafür mindestens vier Reifenwechsel vonnöten. Mal abgesehen davon, dass es schon Geschmäckle hat, wenn ein italienischer Reifenhersteller die Rennserie zugunsten eines italienischen Rennteams beeinflusst; ich kaufe bei dem Verschleiß bestimmt keine Reifen mehr von Pirelli.
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