Nach dramatischem Crash von Grosjean Lewis Hamilton gewinnt Unglücksrennen in Bahrain

Zuerst ging Romain Grosjeans Rennwagen in Flammen auf, dann überschlug sich das Auto von Lance Stroll – am Ende gewann der alte und neue Weltmeister Lewis Hamilton vor Max Verstappen.
Gewohntes Bild in dramatischem Rennen: Am Ende fährt Lewis Hamilton vorn

Gewohntes Bild in dramatischem Rennen: Am Ende fährt Lewis Hamilton vorn

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Pool / Getty Images

Zwei Wochen nach dem Gewinn des Weltmeistertitels hat Lewis Hamilton auch den Großen Preis von Bahrain vor Max Verstappen im Red Bull (+1,254 Sekunden) und dessen Teamkollegen Alex Albon gewonnen (+8,005). Mit vier Siegen in Bahrain ist Hamilton damit mit Sebastian Vettel gleichgezogen. Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas fuhr im Mercedes auf Rang acht nur knapp in die Punkte, Sebastian Vettel wurde im Ferrari 13. Der lange Zeit auf dem dritten Rang gefahrene Sergio Perez (Racing Point) schied wegen eines Motorschadens kurz vor Schluss aus.

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Das Rennen wurde überschattet durch einen heftigen Unfall kurz nach dem Start: Nach einer Berührung mit dem AlphaTauri von Daniil Kwyat war Haas-Pilot Romain Grosjean in die Streckenbegrenzung gekracht, das Auto wurde dabei in zwei Teile gerissen und ging sofort in Flammen auf. Mithilfe der Streckenposten kletterte der 34-jährige Grosjean aus dem Wrack und verließ die brennende Unfallstelle. Auf dem Weg zum Krankenwagen wurde er gestützt. Sein Team teilte wenig später mit, er habe Verbrennungen an Händen und Knöcheln und zwei Zehenbrüche erlitten. Lesen Sie hier mehr zu dem Vorfall:

Das Rennen wurde nach über einer Stunde Unterbrechung fortgesetzt, und zwar in der Reihenfolge, die vor dem Schwenken der roten Flagge galt: Hamilton vor Verstappen, Perez, Bottas, Albon und Daniel Ricciardo. Bottas, der nach einem schlechten Start zwischenzeitlich auf Platz sechs durchgereicht wurde, profitierte von dieser Startaufstellung – allerdings nicht lange.

Erneuter Unfall nach Restart

Unmittelbar nach dem Restart kam es zu einer Kollision zwischen Kvyat und Lance Stroll, dessen Auto sich daraufhin überschlug und »auf dem Dach« liegenblieb. Der Racing-Point-Pilot blieb unverletzt, Bottas musste jedoch mit einem Reifenschaden während der anschließenden Safety-Car-Phase an die Box und fiel auf Position 16 zurück. Auf den Podiumsplätzen blieb zu diesem Zeitpunkt alles unverändert, weil Verstappen nach dem ersten Neustart eine Attacke von Perez abwehren konnte.

Bereits ab Runde 14 zeigte sich jedoch, dass Perez das Tempo der beiden Führenden nicht mitgehen konnte, nachdem alle drei zum ersten Mal an der Box gewesen waren, betrug der Rückstand des Racing-Point-Piloten bei Halbzeit (Runde 31) über 16 Sekunden auf Hamilton an der Spitze. Der Brite und Verstappen fuhren zu dem Zeitpunkt in etwa dasselbe Tempo, den Rückstand von circa fünf Sekunden konnte der Niederländer zu dem Zeitpunkt aber nicht verkleinern.

Auch nach dem zweiten Stopp änderte sich an der Reihenfolge nichts. Trotz relativ langer Standzeit (5,1 Sekunden), konnte Verstappen den Abstand auf Hamilton zeitweise zwar noch auf 3,6 Sekunden verkleinern, zum Sieg reichte es trotz erneuten Reifenwechsels (Runde 47) nicht. Perez musste das Rennen jedoch kurz vor Schluss in Runde 54 beenden, Flammen schlugen aus dem Heck seines Autos.

Rückschlag für Racing Point im Kampf um Platz drei der Konstrukteurs-WM

Für Racing Point ist der Ausfall beider Piloten ein Rückschlag in Sachen Team-WM. Bei zwei ausbleibenden Rennen hat der Rennstall (154 Punkte) Platz drei an McLaren (171) verloren.

Sebastian Vettel kostete sowohl der Rennneustart als auch der Crash zwischen Stroll und Kvyat mehrere Positionen, zwischenzeitlich fuhr er als Letzter im Feld. Am Ende reichte es für Platz 13. Besser machte es Charles Leclerc als Zehnter. Die Ferrari galten in Bahrain aber ohnehin als chancenlos.

Am kommenden Sonntag geht es in Bahrain weiter. Am 6. Dezember wird dann der Große Preis von Sakhir (18.10 Uhr MEZ, Liveticker SPIEGEL.de, TV: RTL, Sky) auf der dann veränderten Strecke ausgetragen.

ngo
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