Formel 1 in Belgien Drei Stunden Warten, zwei Runden im Regen, ein Gewinner

Lange warteten die Formel-1-Piloten auf einen Start des Großen Preises von Belgien. Regen hatte die Rennstrecke unter Wasser gesetzt. Nach zwei gewerteten Runden wurde das Rennen abgebrochen, es gibt aber WM-Punkte.
Auf der Rennstrecke in Spa ging fast nichts

Auf der Rennstrecke in Spa ging fast nichts

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STEPHANIE LECOCQ / EPA

Anhaltender Regen hat für den Abbruch des Formel-1-Rennens in Belgien gesorgt. Nach der Einführungsrunde für den Großen Preis von Spa zeigte die Rennleitung die Rote Flagge, in der Folge verbesserten sich die Bedingungen jedoch nicht. Der Weltverband Fia entschied zwar auf einen Re-Start mehr als drei Stunden nach dem ursprünglichen Starttermin, nach wenigen Runden hinter dem Safety-Car wurde das Rennen jedoch abgebrochen.

Einen Sieger gibt es dennoch: Max Verstappen im Red Bull hatte das Qualifying gewonnen und die wenigen Runden als Erster hinter dem Safety-Car beendet. Weil jedoch nicht mindestens 75 Prozent der Renndistanz absolviert wurden, wird den Fahrern nur jeweils die Hälfte der Punkte zugesprochen. Die Formel-1-Regularien besagen, dass mindestens zwei Runden absolviert sein müssen, damit ein Rennen gewertet werden kann.

»Es ist ein Sieg, aber so willst du nicht gewinnen«, sagte Verstappen. Durch die 12,5 WM-Punkte rückt er von zuvor acht Punkten Rückstand auf drei Punkte an den WM-Führungen Hamilton heran, der für seinen dritten Platz 7,5 Punkte erhält. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff zeigte sich dementsprechend unzufrieden ob des Ablaufs des Renntages, er kündigte an, dass man mit den anderen Teamchefs und der Rennleitung noch einmal darüber diskutieren werde.

Russell feiert erstes Formel-1-Treppchen

Zweiter wurde George Russell im Williams, der im Qualifying sensationell nur knapp hinter Verstappen und vor dem Dritten, Weltmeister Lewis Hamilton, gelandet war. Für Russell ist es das erste Treppchen seiner Formel-1-Karriere. Sebastian Vettel (Aston Martin) wurde Fünfter.

Dass das Rennen nicht unter normalen Umständen vonstattengehen kann, war früh klar, denn bereits auf dem Weg aus der Box in die Startaufstellung krachte es: Red-Bull-Pilot Sergio Pérez rutschte in der sogenannten Outlap in die Streckenbegrenzung. Am Samstag hatte es im Qualifying bereits einen harten Crash von McLaren-Pilot Lando Norris in der berüchtigten Eau Rouge gegeben. Daraufhin kritisierte Sebastian Vettel über den Boxenfunk die Entscheidung, das Qualifying nicht schon vorher unterbrochen zu haben.

hba
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