Formel 1 in Malaysia Webber erobert Pole-Position im Regen-Chaos

Monsunregen hat für eine dramatische Qualifikation in Malaysia gesorgt: Der australische Red-Bull-Pilot Mark Webber sicherte sich Startplatz eins. Auch die deutschen Fahrer trumpften auf - fünf von ihnen erreichten einen Top-Ten-Rang. Ferrari und McLaren schieden dagegen sehr früh aus.

Red-Bull-Pilot Webber: Schnellste Zeit im Qualifying von Malaysia
REUTERS

Red-Bull-Pilot Webber: Schnellste Zeit im Qualifying von Malaysia


Hamburg - Nico Rosberg startet beim Großen Preis von Malaysia am Sonntag von Platz zwei. "Das ist fantastisch. Toll, dass ich erstmals in der ersten Startreihe stehe", sagte Rosberg. Der Mercedes-Pilot musste sich am Samstag in der wegen wolkenbruchartigen Regens teilweise chaotischen Qualifikation nur Mark Webber geschlagen geben.

Der Australier holte in Sepang mit rund 1,3 Sekunden Vorsprung überlegen die Pole-Position in 1:49,327 Minuten. Er setzte in der Schlussphase des Qualifyings als einziger Fahrer auf Mischreifen, sogenannte Intermediates, während alle anderen Piloten auf Regenreifen unterwegs waren. "Es war eine riesige Herausforderung auf der überfluteten Piste. Die Bedingungen wechselten ständig", sagte Webber. Teamchef Christian Horner freute sich über die geglückte Strategie: "Wir haben ein bisschen gezockt und es ist aufgegangen."

Webbers Red-Bull-Teamkollege Sebastian Vettel (1:50,789 Minuten) startet beim dritten Formel-1-Saisonlauf von Position drei. "Das war zwischendurch mehr Schwimmen als Fahren", sagte Vettel zu den chaotischen Bedingungen, sah sich aber dennoch in einer "sehr guten Ausgangsposition" für das Rennen. Force-India-Pilot Adrian Sutil (1:50,914) belegte den vierten Rang vor Neuling Nico Hülkenberg im Williams (1:51,001). "Auch im Trockenen hätten wir es in die Top Ten geschafft, aber im Regen fühle ich mich wohl", sagte Sutil.

Schumacher: "Das Rennen könnte mir liegen"

Rekord-Weltmeister Michael Schumacher schaffte es als fünfter Deutscher in die Top Ten, der Mercedes-Pilot wurde Achter (1:51,717). "Es wäre mehr drin gewesen. Die Reifen waren heute das große Thema. Ich bin in der ersten Runde etwas verhalten gefahren, das war ein Fehler. In der zweiten und dritten Runde gingen die Reifen nicht mehr. Das muss ich wieder neu mitbekommen", sagte Schumacher. "Platz acht ist nicht ganz optimal, aber wenn der Start halbwegs funktioniert, könnte ich da schon ein bisschen nach vorn kommen. Das Rennen könnte mir liegen."

Deutsches Schlusslicht war Timo Glock, der im Auto von Neueinsteiger Virgin 16. wurde, aber erstmals erstmals den Einzug in die zweite Runde schaffte. "Das ist optimal", sagte er.

Der Monsunregen beeinträchtigte die Qualifikation auf dem Sepang International Circuit erheblich. Im dritten und letzten Qualifying-Abschnitt ging ein heftiges Gewitter über der Rennstrecke in Sepang nieder und machte den Kurs unbefahrbar. Die Rennleitung unterbrach die Qualifikation 7:17 Minuten vor dem Ende. Nach etwa einer Viertelstunde wurde das Ausscheidungsfahren für die Startplätze fortgesetzt.

Frühes Aus für Ferrari und McLaren

Schon in den ersten beiden Durchgängen hatte der Regen das Klassement durcheinandergewirbelt. Die Top-Teams Ferrari und McLaren verzockten sich und ließen ihre Piloten im ersten Abschnitt zu spät auf die Strecke. Das Ferrari-Duo Fernando Alonso und Felipe Massa sowie Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes schafften im strömenden Regen nicht den Sprung in die zweite Runde.

Der in der Gesamtwertung in Führung liegende Alonso startet im Rennen am Sonntag (10 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) von Position 19, Hamilton ist 20., Massa 21. Weltmeister Jenson Button konnte nicht mehr zum zweiten Abschnitt antreten, da er mit seinem McLaren-Mercedes im Kiesbett liegenblieb. Der Brite startet von Platz 17.

Vor dem Malaysia-Grand-Prix führt Alonso die WM mit 37 Punkten vor Massa (33) an. Button (31) ist Dritter. Rosberg (20) liegt als bester Deutscher auf Rang fünf. Vettel (12) ist Siebter vor Schumacher (9).

wit/sid/dpa



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Seite 1
saul7 11.12.2009
1. Die
Zitat von sysopNeues Punktesystem, Nachtanken verboten, insgesamt 13 Teams. Die neue Formel-1-Saison wartet mit einigen Änderungen auf. Wird die Serie von ihnen profitieren oder nicht?
Formel- 1- Saison 2010 bringt wieder nur zahllose Rennen in denen junge Leute mit schnellen Autos ständig im Kreis herumfahren, um als Erster ins Ziel zu kommen. Die Folge davon ist eine extreme Luftverschmutzung und eine wahrscheinlich hohe Einschaltquote von RTL.
m-pesch, 11.12.2009
2.
Zitat von sysopNeues Punktesystem, Nachtanken verboten, insgesamt 13 Teams. Die neue Formel-1-Saison wartet mit einigen Änderungen auf. Wird die Serie von ihnen profitieren oder nicht?
Was ändert sich durch das neue Punktesystem außer das sich taktisches Hinterherfahren nun noch mehr lohnt? Schumachers Punkterekord könnte so natürlich doch irgendwann mal wackeln. :-))
CJ Stroem 11.12.2009
3.
Zitat von saul7Formel- 1- Saison 2010 bringt wieder nur zahllose Rennen in denen junge Leute mit schnellen Autos ständig im Kreis herumfahren, um als Erster ins Ziel zu kommen. Die Folge davon ist eine extreme Luftverschmutzung und eine wahrscheinlich hohe Einschaltquote von RTL.
Da erkennt man gleich den Motorsport Begeisterten. Aber es stimmt schon. Junge Leute wie Rubens Barichello (Alter 38) wollen wissen wer am schnellsten einen Rundkurs! (ein kreis ist meines wissens nach rund, das finden Amerikaner spannend!) fahren kann. Sieht man dann, das in manchen Qualifikationen 5 verschiedene (sehr schnelle!) Autos und 7 verschiedene Fahrer eine Strecke auf 5,8 km Länge, mit 4 Zehntel Sekunden Unterschied vom ersten zum siebten, fast gleich schnell fahren, so ist das für mein Empfinden eine äußerst spannende Angelegenheit. Da merke ich dann wieder das es ein "RTL-Fernsehen" gibt. und ja, es gibt Abgase...
Brieli 11.12.2009
4.
Zitat von CJ StroemDa erkennt man gleich den Motorsport Begeisterten. Aber es stimmt schon. Junge Leute wie Rubens Barichello (Alter 38) wollen wissen wer am schnellsten einen Rundkurs! (ein kreis ist meines wissens nach rund, das finden Amerikaner spannend!) fahren kann. Sieht man dann, das in manchen Qualifikationen 5 verschiedene (sehr schnelle!) Autos und 7 verschiedene Fahrer eine Strecke auf 5,8 km Länge, mit 4 Zehntel Sekunden Unterschied vom ersten zum siebten, fast gleich schnell fahren, so ist das für mein Empfinden eine äußerst spannende Angelegenheit. Da merke ich dann wieder das es ein "RTL-Fernsehen" gibt. und ja, es gibt Abgase...
Da merke ich dann wieder, dass es wirklich Menschen gibt, die glauben, dass die F1 ein überaus spannender Sport sein soll. Die F1 wird sowas von künstlich gehypt. Da sind sogar die Boxer, Snooker- und Pokerspieler neidisch.
CJ Stroem 11.12.2009
5. zurück zum Thema
Definitiv wird die neue Saison spannend. Mehr Teams sind immer gut. Die unsägliche Tankanlage hatte zwar in der letzten Saison einige specktakuläre Momente, aber nachdem die Fia ja niemals in der Lage war ein wirklich funktionierendes System bereitzustellen, ist die Abschaffung wohl der einzig sinnvolle Weg. Zudem ist es auch wieder eine weitere Herausforderung an die Fahrer, mit dann wohl vollem Tank, eine Qualifikation zu gewinnen. Da der Reifenwechsel während eines Rennens wohl nicht zur Disposition steht, werden sich auch hier interessante Situationen ergeben. Schade ist nur das KERS wieder abgeschafft wurde. Der Weltmeister 2010 heisst im übrigen Niko Rossberg, aber man wird sehen...
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