Großer Preis von Italien Leclerc holt zweiten Saisonsieg und gewinnt Ferraris Heim-Grand-Prix

Charles Leclerc hat beim Rennen in Monza seinen zweiten Sieg in Folge gefeiert. Lewis Hamilton kostete ein Verbremser den zweiten Platz, Sebastian Vettel unterlief auf Ferraris Heimstrecke ein folgenreicher Fahrfehler.

Ferraris Charles Leclerc (links) im Duell mit Valtteri Bottas im Mercedes
DANIEL DAL ZENNARO/EPA-EFE/REX

Ferraris Charles Leclerc (links) im Duell mit Valtteri Bottas im Mercedes


Ferrari hat zum ersten Mal seit neun Jahren wieder auf seiner Heimstrecke in Monza gewonnen: Charles Leclerc fuhr beim Großen Preis von Italien vor den Mercedes-Piloten Valtteri Bottas und Lewis Hamilton über die Ziellinie. Sebastian Vettel verursachte nach einem Dreher und einem riskanten Manöver fast einen Crash. Der zweite Ferrari-Pilot wurde 13.

Leclerc, der nach einem kuriosen Qualifying wie bereits in Spa von der Poleposition gestartet war, gewann das Startduell gegen die beiden Mercedes. Hamilton, der das Rennen als Zweiter begonnen hatte, kam auf den ersten Metern gut weg, fiel in der ersten Schikane aber zeitweise hinter Bottas zurück. Vettel verteidigte zunächst seinen vierten Platz, wurde dann nach den ersten Kurven aber von Nico Hülkenberg im Renault überholt. In der zweiten Runde nutzte Vettel die Start-Ziel-Geraden, um wieder an seinem Landsmann vorbeizuziehen.

Vettel-Fehler und Zweikampfduell

Nach einem kritischen Fahrfehler in der siebten Runde musste sich der Ferrari-Pilot dann aus der Spitzengruppe - und von möglichen Siegambitionen - verabschieden: In der Ascari-Schikane drehte er sich und verursachte beim Zurückfahren auf die Strecke eine Kollision mit Lance Stroll im Racing Point. Vettel bekam für seine fahrlässige Aktion eine 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe und landete daraufhin zunächst auf dem letzten Platz.

Leclerc und Hamilton lieferten sich ab der 23. Runde ein Zweikampfduell: Nach den jeweils ersten Stopps beider Piloten attackierte der Weltmeister den vor ihm fahrenden Monegassen zum ersten Mal, es folgten weitere Angriffe, der Abstand der beiden betrug weniger als eine Sekunde. In Runde 36 verbremste sich Leclerc, verpasste die Schikane, blieb aber vor Hamilton.

Fünf Runden später unterlief dem Weltmeister in derselben Schikane ebenfalls ein Bremsfehler. Hamilton musste durch den Auslaufbereich fahren, Teamkollege Bottas konnte vorbeiziehen. Leclerc hatte an der Spitze zu diesem Zeitpunkt knapp zwei Sekunden Vorsprung. Er konnte den Vorsprung ins Ziel fahren.

In der Gesamtwertung führt Hamilton mit nun 284 Punkten weiter vor Bottas (221) und Red-Bull-Pilot Max Verstappen (185). Der Niederländer begann das Rennen vom letzten Startplatz aus, da er mit der in Monza eingesetzten aktuellsten Version des Honda-Motors die Maximalzahl der pro Saison erlaubten Motoreneinheiten überschritt. Er fuhr auf Rang acht vor. Leclerc belegt in der WM-Wertung mit 182 Punkten nun Rang vier, vor Vettel (169).

ngo



insgesamt 29 Beiträge
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sogehtsind 08.09.2019
1. Super Rennen
Klasse Rennen. Und der Sound der Benzinmotoren ist durch nichts zu ersetzen! Zum Glück haben in anderen Ländern die extremen Klimaschützer nicht so viel Einfluss auf die Politik wie bei uns. Ich hoffe wir sehen noch viele Jahre Formel 1! Glückwunsch an Ferrari. Baut weiter solche Autos,
Küstenfreund 08.09.2019
2.
Vettel wird immer mehr zur Gefahr für sich und andere. Er sollte mit der Formel 1 aufhören, solange seine Einlagen nur zum Fremdschämen sind.
ollux 08.09.2019
3. leclerc ist Vettel
genauso überlegen, wie der junge Schumacher seinen Teamkameraden. Dies sollte Vettel einsehen und eine sndere Truppe suchen, ansonsten werfen die Demütigungen härter
ex_Kamikaze 08.09.2019
4. Ein weiterer Monza-Skandal
bei dem man sich nahm was man wollte. Gestern schon wurde Vettels Zeit nicht gestrichen obwohl er klar draussen war. Dann wurde nach dem Farce-Quali nur gegen nicht FIArrari-Piloten ermittelt - obwohl die zeitweise nebeneinander den ganzen Rest blockiert haben. Heute durfte Leclerc zweimal gefährlich Foul spielen - mit einer wirkungslosen Verwarnung. Das zweite Foul hatte dann trotz Verwarnung gar keine Folgen mehr. Aber das ist eben typisch Monza - da wurde Ferrari schon immer bevorzugt. Aber warum sollte sich das ändern wenn heute sogar der ehemalige skandalumwitterte Ferrari-Rennleiter Todt heute FIA Präsident ist?
zweitakterle 08.09.2019
5. Kann es sein....
dass es einen Deal gab zwischen Ferrari und Mercedes? Ohne die Ingenieurleistung bei Ferrari schmälern zu wollen, ist mir die neuerliche Entwicklung nach der Überlegenheit der Mercedesler etwas schleierhaft...
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