Formel 1 in Silverstone Startunfall überschattet den ersten Grand-Prix-Sieg von Carlos Sainz

Ein schwerer Crash zu Beginn und ständige Führungswechsel: Der Große Preis von Großbritannien bot einen spektakulären Verlauf – mit einem Premierengewinner.
Der Alfa Romeo von Zhou Guanyu in Silverstone

Der Alfa Romeo von Zhou Guanyu in Silverstone

Foto: CHRISTIAN BRUNA / EPA

Ein schwerer Unfall am Start, heftige Positionskämpfe am Anfang, und am Ende der erste Grand-Prix-Erfolg von Carlos Sainz. Der Spanier siegte bei einem abwechslungsreichen Großen Preis von Großbritannien in Silverstone vor Sergio Perez, Lewis Hamilton und Charles Leclerc.

Titelverteidiger Max Verstappen musste mit Technikproblemen mit Rang sieben zufrieden sein. Mick Schumacher landete auf einem guten achten Rang und holte sich die ersten WM-Punkte, Sebastian Vettel wurde Neunter.

Der erste Versuch, das Rennen zu starten, musste schon nach kurzer Zeit abgebrochen werden. Nach der ersten Kurve kam es zu einer Massenkarambolage im Feld, besonders betroffen war der Chinese Zhou Guanyu im Alfa Romeo. Sein Wagen hob ab, flog durch die Luft, überschlug sich und landete in den Fangzäunen.

Entwarnung bei Zhou

Der erste Schock wich allerdings der Erleichterung, als klar wurde, dass der Fahrer den Unfall wohl ohne schwere Verletzungen überstanden hatte. Dennoch wurde der Chinese in die Streckenklinik gebracht, konnte diese aber schon bald wieder verlassen. Das Rennen wurde mit einer Stunde Verspätung erneut gestartet.

Dabei schaffte es Sainz, seine Poleposition aus dem Qualifying gegen heftige Attacken von Max Verstappen und Charles Leclerc zu verteidigen. In der 12. Runde nutzte der Weltmeister zwar eine Unaufmerksamkeit von Sainz zum Führungswechsel aus, er hatte aber nicht lange etwas davon – der Niederländer musste kurz danach mit einem Defekt in die Box und gab den ersten Platz wieder an den Ferrari von Sainz ab. Das Auto des Weltmeisters war auch danach deutlich beeinträchtigt, Verstappen fiel ins Mittelfeld zurück.

Aber auch Sainz blieb nicht lange vorne, nach einem Boxenstopp zogen zunächst Teamkollege Leclerc und Lewis Hamilton an ihm vorbei, gegen Mitte des Rennens übernahm Hamilton unter dem Jubel des Publikums die Führung.

Safety-Car zwölf Runden vor Ende

Beim Boxenstopp des Briten nach 33 Runden änderte sich das Bild wieder, beide Ferrari zogen an Hamilton vorbei, der Brite hatte ab sofort wieder die Jagd auf seinen neunten Grand-Prix-Erfolg in Silverstone aufzunehmen.

Zwölf Runden vor Schluss musste das Safety-Car eingreifen, weil das Auto von Esteban Ocon auf der Strecke stehen geblieben war. Damit rückte das gesamte Feld wieder zusammen, die Karten wurden dadurch noch einmal neu gemischt.

Den besten Neustart erwischte Sainz, der seinen Teamkollegen überholte, dahinter zog Sergio Pérez im Red Bull an Hamilton vorbei. In der Schlussphase jagten sich die Verfolger gegenseitig die Ränge ab, hinter Sainz wechselten die Positionen, lange gab es am Ende nicht so viel Abwechslung.

aha
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