Pressestimmen zur Formel 1 in Ungarn "Die rote Mannschaft ist der Melancholie verfallen"

"Epochale Schlacht": Auf dem Hungaroring begeisterte das Duell zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton die internationale Presse. Ferrari hat sich aufgegeben und muss um die Vizemeisterschaft kämpfen.

Ferrari-Pilot Charles Leclerc wartet unter einem Sonnenschirm auf den Rennstart
Getty Images

Ferrari-Pilot Charles Leclerc wartet unter einem Sonnenschirm auf den Rennstart


Beim Formel-1-Rennen auf dem Hungaroring hat Weltmeister Lewis Hamilton dank einer cleveren Strategie seines Rennstalls den bis kurz vor Rennende führenden Max Verstappen schlagen können. Der Mercedes-Fahrer sicherte sich nach einer langen Aufholjagd den achten Saisonsieg.

Die Ferraris von Sebastian Vettel und Charles Leclerc landeten mit mehr als einer Minute Rückstand auf den Plätzen drei und vier.

Das sind die Pressestimmen Großen Preis von Ungarn:

ITALIEN:

"La Repubblica": "Der alte Mann schlägt den jungen Mann mit Stärke und Erfahrung. Lewis Hamilton, 34 und fünf Weltmeistertitel, überholt den 21-jährigen Pole-Mann Max Verstappen und gewinnt den Großen Preis von Ungarn. (...) Der Ferrari? Zuschauer des Kampfes anderer."

"Gazzetta dello Sport": "Der junge Löwe Max Verstappen gegen den Rockstar Lewis Hamilton. Der Champion von morgen gegen den von gestern und heute. In Ungarn hat eine epochale Schlacht stattgefunden, die den Atem 70 Runden lang anhalten ließ und die die gewohnte einschläfernde Prozession am Hungaroring in ein mitreißendes Rennen verwandelte."

GROSSBRITANNIEN:

"The Guardian": "Das Rennen war packend, spannungsgeladen und bis zu den finalen Runden fast unmöglich im Ausgang abzuschätzen, und selbst Hamilton zweifelte daran, ob er es schaffen könnte - aber wenn der Weltmeister und Mercedes dermaßen gut sind, sind sie unschlagbar."

"The Telegraph": "Das Duell zwischen dem fünfmaligen Weltmeister und seinem mutmaßlichen Erben [Verstappen] war so heftig, dass das Duo mit mehr als einer Minute Vorsprung vor allen anderen ins Ziel fuhr."

Red-Bull-Pilot Max Verstappen (rechts) im Duell mit Lewis Hamilton im Mercedes
AFP

Red-Bull-Pilot Max Verstappen (rechts) im Duell mit Lewis Hamilton im Mercedes

SPANIEN:

"Marca": "Der Grand Prix von Ungarn hat in dieser Saison den Moment markiert, in dem Red Bull Ferrari überholt. Die rote Mannschaft ist der Melancholie verfallen, die sie überkommt, wenn sie nicht mehr um den Titel kämpft und man am Ende sogar noch die Vizeweltmeisterschaft verpassen kann."

RUSSLAND:

"Sport Express": "Das Rennen auf dem Hungaroring wird einem als überwältigender Taktik-Kampf im Gedächtnis bleiben. Das Ringen um die Führung zwischen Red Bull und Mercedes ging nicht ganz so aus, wie es sich viele vorgestellt hatten. Max Verstappen wurde Opfer der strategischen Cleverness des Teams von Lewis Hamilton."

SCHWEIZ:

"Blick": "Was für eine heiße Gummi-Schlacht beim GP Ungarn in Budapest! Mit dem besseren Ende für Lewis Hamilton (34). Der WM-Leader gönnt sich im Mercedes mit einer strategischen Superleistung im Königsduell mit Max Verstappen seinen 7. Sieg in Ungarn. Es ist dies schon sein 81. Karrieretriumph - da fehlen nur noch zehn auf die 91 Rekordsiege von Michael Schumacher."

zusammengestellt von dpa



insgesamt 10 Beiträge
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meresi 05.08.2019
1. Was mich
wunderte war, von wo auf einmal diese Leistung bei Mercedes am Schluß auftauchte. 2 sec pro Runde ist verdammt viel. Nun gut, vielleicht gelingt es auch Honda noch etwas mehr Leistung aus dem Motor zu zaubern bei den nächsten Rennen.
TheFunk 05.08.2019
2. Der Honda Motor funktioniert
Bereits sehr gut und hat viel Power. Deshalb konnte Hamilton Verstappen nicht überholen. Nach der Sommerpause kommt noch ein Update. Das wies spannend! Die Japaner sind sehr ehrgeizig. Mich wunderte es, daß RB nicht vorausgesehen hat, daß die Reifen einbrechen. Der erste Satz ist doch schon früher als gedacht eingebrochen. Mit einem frischen Satz roter Reifen (soft) hätte Verstappen locker gewonnen. Strategiefehler von RB.
celtics 05.08.2019
3. Reifen nicht motor
Es lag am Reifen die deutlich älter waren als die von LH.
Aleae iactae sunt 05.08.2019
4. Der entscheidende Faktor sind die gezielt unzuverlässigen Reifen
Ein paar Gedankenfolgen: Warum braucht man die gezielt unzuverlässigen/ langsamen/schnellen Reifen. Die F1 Autos hingegen sind so schnell und zuverlässig gestaltet wie es nur möglich ist. Stellen wir uns Usain Bolt mit Flipflops beim 200m Finale vor. Die F1 war noch als interessanter internationaler Wettbewerb angesehen als 2 noch Reifenlieferanten zur Auswahl standen. Viele unterschiedliche Fahrzeuge, Fahrer , Motoren waren immer schon am Start. Wer das größte Budget verfügbar hätte, konnte auch das Beste engagieren. Ich denke die zuverlässigen Reifen waren schon schnell genug, zumindest für alle gleich schnell.
celtics 05.08.2019
5. Die Reifen sind zuverlässig
Die Reifen sind im Vergleich zu früher zuverlässiger, wir erleben kaum noch dass Reifen platzen weil sie zu sehr beansprucht werden.
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