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Formel 1: Eskalation in der letzten Runde

Foto: Mark Thompson/ Getty Images

Formel 1 Hamilton feiert Last-Minute-Sieg in Österreich

Was für ein Drama: In der letzten Runde überholte Lewis Hamilton doch noch seinen Teamkollegen Nico Rosberg - trotz einer Kollision. Der Deutsche wurde anschließend sogar noch durchgereicht.

Lewis Hamilton hat durch ein Überholmanöver in der letzten Runde den Großen Preis von Österreich gewonnen. Lange Zeit lag Nico Rosberg vorn, die letzte Attacke des Weltmeisters überstand der Deutsche nicht. Dabei kollidierten die beiden Mercedes-Piloten und Rosberg fiel anschließend auf Rang vier zurück.

Max Verstappen (Red Bull) wurde Zweiter, Kimi Räikkönen (Ferrari) landete auf Platz drei. Rosberg hat damit seinen sechsten Saisonsieg verpasst, liegt in der WM-Wertung aber immer noch elf Punkte vor Hamilton.

Der Brite erwischte einen perfekten Start, er verteidigte seine Führungsposition problemlos. Nico Hülkenberg (Force India) hingegen fiel von Rang zwei auf fünf zurück, machte anschließend aber wieder einen Platz gut. Jenson Button (McLaren) und Räikkönen fuhren auf die Plätze zwei und drei vor. Dahinter startete Rosberg nach seiner Strafversetzung wegen eines Getriebewechsels auf Rang sechs seine Aufholjagd.

Als Hamilton deutlich später als Rosberg in die Boxengasse fuhr, ging der Deutsche jedoch vorbei. Zuvor hatte sich Regen angedeutet, Hamilton spekulierte offenbar darauf, auf Regenreifen umzusteigen, sobald die Strecke zu rutschig würde. Aber der Niederschlag blieb zunächst aus. Deshalb musste Rosberg zunächst kein zweites Mal in die Box und ging an seinem Teamkollegen vorbei.

Noch länger als Hamilton blieb Sebastian Vettel auf der Strecke und damit ging er wohl ein zu großes Risiko ein. In Runde 27 platzte der rechte Hinterreifen des ehemaligen Weltmeisters, der ebenfalls aufgrund eines Getriebewechsels auf Rang neun strafversetzt worden war. Damit war das Rennen für ihn beendet. Die anschließende Safety-Car-Phase führte das Feld wieder eng zusammen. Verstappen und Daniel Ricciardo (beide Red Bull) folgten auf Rosberg und Hamilton. Vettels Teamkollege Räikkönen war auf Position fünf zurückgefallen.

Rosberg blieb vor seinem Konkurrenten, auch wenn Hamilton zwischenzeitlich auf weniger als eine Sekunde herankam. In der Folge wählten die beiden Mercedes-Piloten erneut unterschiedliche Strategien. Hamilton blieb bei seinem zweiten Reifenwechsel bei der härtesten Mischung, Rosberg fuhr das Rennen auf den supersoften Reifen zu Ende - allerdings auch, weil ihm keine harte Mischung mehr zur Verfügung stand. Er ging eine Runde nach Hamilton in die Box und blieb auch danach knapp vor dem Weltmeister.

Durch den zweiten Stopp der Mercedes-Fahrer übernahm Max Verstappen im Red Bull vorerst die Führung. Aber Rosberg ging schließlich vorbei, Hamilton blieb zunächst hinter dem Niederländer zurück und verlor damit wichtige Sekunden auf Rosberg, bevor er sich selbst vorbei an Verstappen wieder auf Rang zwei schob. Erst in der letzten Runde kam er noch mal entscheidend an seinen Teamkollegen heran.

Als Hamilton zum Überholmanöver ansetzte, kollidierten die beiden Mercedes und Rosberg blieb dadurch zunächst vorn. Sein Bolide war allerdings so beschädigt, dass er seine Position direkt wieder verlor und anschließend sogar bis auf Rang vier durchgereicht wurde. Dazu gibt es noch eine Untersuchung durch die Rennleitung, weil Rosberg mit seinem beschädigten Wagen weitergefahren ist.

Einen bitteren Tag erlebte letztendlich Hülkenberg. Von Position zwei gestartet fiel er immer weiter zurück und schied in Runde 66 schließlich aus. Pascal Wehrlein fuhr im Manor erstmals in die Punkte, er wurde Zehnter.

Formel-1-Saison 2016

aev
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