Formel 1 Hamilton profitiert von Leclercs Pech und gewinnt Großen Preis von Bahrain

Lange sah es nach einem Sieg für Charles Leclerc aus, der in Bahrain eine sensationelle Leistung zeigte. Ein Motorschaden beim Ferrari-Piloten schenkte Mercedes letztlich den Doppelsieg.

Lewis Hamilton profitierte von Charles Leclercs Motorschaden.
Luca Bruno / AP

Lewis Hamilton profitierte von Charles Leclercs Motorschaden.


Lewis Hamilton hat den Großen Preis von Bahrain gewonnen. Dank eines Schadens im letzten Renndrittel am Wagen des Ferrari-Piloten Charles Leclerc fuhr der Weltmeister problemlos auf Platz eins. Zweiter wurde sein Teamkollege Valtteri Bottas vor Leclerc, der wegen eines späten Safety Cars noch den dritten Platz retten konnte.

Hamilton (43 Punkte) hat in der WM-Gesamtwertung nun einen Punkt Rückstand auf den Führenden Bottas (44), der in Australien das Auftaktrennen der Saison gewonnen hatte. Auf dem dritten Platz steht Red-Bull-Pilot Max Verstappen (27), gefolgt von den beiden Ferraris Leclerc (26) und Sebastian Vettel (22).

Nachdem sich Leclerc im Qualifying überraschend die Pole Position gesichert hatte, schien Vettel nach einem Überholmanöver in der ersten Kurve die alte Hierarchie im Rennstall wiederhergestellt zu haben. Doch Ferrari ließ ein offenes Duell beider Fahrer zu - Leclerc setzte sich durch.

Ferrari erlebt Debakel

Eine starke Leistung hätte Charles Leclerc beinahe seinen ersten Formel-1-Sieg beschert.
Lars Baron / Getty Images

Eine starke Leistung hätte Charles Leclerc beinahe seinen ersten Formel-1-Sieg beschert.

Das restliche Rennen fuhr Leclerc unbedrängt vorne weg - bis zu seinem Motorschaden in der 46. Runde. Als Hamilton schließlich am wehrlosen Monegassen vorbeizog, hob er die Hand zu einer bedauernden Geste in Richtung des Konkurrenten. Für den 21 Jahre alten Leclerc wäre es der erste Sieg in der Formel 1 gewesen.

In der drittletzten Runde mussten Nico Hülkenberg und Daniel Ricciardo zeitgleich ihre Renaults abstellen. Wegen der Ausfälle kam das Safety Car auf die Strecke, weshalb die letzten Runden des Rennens nicht überholt werden durfte. Davon profitierte Leclerc, der trotz seines angeschlagenen Wagens noch Dritter wurde. So blieb für Leclerc zumindest die erste Podiumsplatzierung seiner Formel-1-Karriere.

Vettel wurde in der 38. Runde auf dem zweiten Platz vom Weltmeister Hamilton attackiert. Bei dem Versuch, Hamiltons Manöver abzuwehren, drehte sich Vettels Ferrari. Daraufhin funkte er sofort an die Box, dass er neue Reifen brauche. Zusätzlich löste sich einige Kurven später bei voller Fahrt der Frontflügel. Als Neunter kam Vettel aus der Boxengasse und kämpfte sich zwar noch auf Rang fünf vor - der Platz auf dem Treppchen war aber dahin.

mrk

insgesamt 16 Beiträge
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bams 31.03.2019
1. Trotzdem ein verdienter Sieg von Mercedes!
Wirklich großes Pech von Leclerc, jeder hätte ihn den Sieg gegönnt. Zu einem guten Auto gehört neben Geschwindigkeit auch Zuverlässigkeit dazu. Nach der heutigen Vorstellung von S. Vettel ist sein Zukunft bei den Roten ungewiss. Leclerc ist vom Start aus ein potentieller Weltmeister. Vettel hat wieder seine Grenzen gezeigt.
espressodupio 31.03.2019
2. Vettel zeigt einfach Nerven!!!
Ein Fehler, wie bei Real Racing 3, nur in Realität!! Sollte einem Profi nicht passieren!!! ??
jesse01 31.03.2019
3. stimmt! blamabel fuer vettel
tut mir sehr leid für Leclerc. wie ein Rookie Vettel erneut um die Ohren fährt, ist sehr blamabel. Fahrer des Rennens für mich aber Landon"Chuck" norris. herrlich wie der Jungspund im erst 2. Rennen den 5. Platz erkämpft und arrivierte Fahrer hinter sich lässt. zu gerne würde ich ihn bei Mercedes sehen. Hamilton würde genau wie Vettel kein Land sehen. nächstes Jahr ist er bei einem Topteam.
tommix68 31.03.2019
4. Schade für Leclerc...
sage ich als Mercedes-Fan. Allerdings wie schon @1 sagte: Der Fehler liegt hier nicht beim Fahrer, sondern in der Zuverlässigkeit des Autos. Anders sieht es natürlich bei Vettel aus... einmal mehr ein Fahrfehler. Für mich ist Vettel sowieso seit anbeginn überbewertet.
cougar60 31.03.2019
5. sehr bedauerlich,
das es für Leclerc heute noch nicht geklappt hat. Aber was soll`s Leclerc ist Ferraris Zukunft, und Vettel ist deren Vergangenheit. Wenn Vettel unter Druck kommt, passieren ihm oftmals peinlich Fehler, die einem vierfachen Weltmeister nicht mehr unterlaufen sollten
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