Hamiltons Erfolg in Baku Gewonnen, aber niemand weiß wieso

Was für ein Rennen! Daniel Ricciardo und Max Verstappen haben den Großen Preis von Aserbaidschan durch ihren Crash entschieden. Sieger wurde Lewis Hamilton - der konnte sich aber nicht wirklich freuen.
Lewis Hamilton

Lewis Hamilton

Foto: DAVID MDZINARISHVILI/ REUTERS

Die Szene des Rennens: In der 40. Runde fährt Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo beim Überholversuch von hinten in den Wagen seines Teamkollegen Max Verstappen. Beide Fahrer scheiden aus - und nehmen damit entscheidenden Einfluss auf den restlichen Verlauf des Rennens. Bis zu diesem Zeitpunkt sah alles nach einem Sieg von Sebastian Vettel aus.

Das Ergebnis: Lewis Hamilton hat das Chaosrennen in Baku gewonnen und sicherte sich damit nicht nur seinen ersten Saisonsieg, sondern auch die Führung der WM-Gesamtwertung. Zweiter wurde Kimi Räikkönen, Sergio Pérez belegte den dritten Platz. Vettel verpasste das Podium und wurde Vierter. Hier geht's zur Meldung.

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Die Startaufstellung (Top Ten): Vettel - Hamilton - Bottas - Ricciardo - Verstappen - Räikkönen - Ocon - Pérez - Sainz - Stroll

Die Startphase: Vettel startete von der Poleposition und verteidigte seine Führung vor Mercedes-Pilot Hamilton. Valtteri Bottas blieb vor den beiden Red Bull von Ricciardo und Verstappen. In der ersten Runde fuhr Räikkönens Ferrari in den Force India von Esteban Ocon. Der Franzose schied aus, Bernd Mayländer leitete daraufhin die erste Safety-Car-Phase ein. Auch den Neustart gewann Vettel souverän.

Duell des Rennens: Von Beginn an duellierten sich Ricciardo und Verstappen um den vierten Platz. Zwischenzeitlich kam es bei einem Überholversuch von Verstappen sogar zu einer Berührung der beiden Wagen. Der Zweikampf spitzte sich zu - mit dem Höhepunkt in der 40. Runde. Ricciardo fuhr in Verstappens Wagen, das Rennen war für beide Piloten beendet. Danach begann das Chaos.

Daniel Ricciardo (rechts) und Max Verstappen

Daniel Ricciardo (rechts) und Max Verstappen

Foto: Dan Istitene/ Getty Images

Die Folgen des Unfalls: Unmittelbar nach dem Crash der beiden Red Bull nutzte Bottas die anschließende Safety-Car-Phase für seinen einzigen Boxenstopp. Da auch Vettel und Hamilton ihre Reifen wechselten, blieb Bottas in Führung. Plötzlich sah der Finne wie der sichere Sieger aus.

Und dann kam Grosjean: Noch während der Safety-Car-Phase fuhr Haas-Pilot Romain Grosjean ohne Fremdeinwirkung in die Mauer. Mayländer musste weitere Runden in seinem Mercedes drehen - für Vettel war Grosjeans Unfall sehr ungünstig. Die Zeit lief dem Ferrari-Piloten weg.

Zu früh gefreut: Beim Neustart lief für Bottas noch alles nach Plan. Hinter ihm attackierte Hamilton Vettel. Der Deutsche wehrte den Angriff in Runde 48 ab und zog dabei sogar kurzzeitig an Bottas vorbei. Allerdings bremste Vettel viel zu spät, sodass er auf den vierten Platz zurückfiel. Nur eine Runde später schied Bottas mit einem Reifenschaden aus. Auf einmal war Hamilton Führender! Vettel wurde im Anschluss sogar noch von Pérez überholt und landete auf dem vierten Platz.

Geplatztes Jubiläum: Bereits beim Großen Preis von China hatte Vettel seinen 50. Karrieresieg aufgrund eines taktischen Fehlers bei Ferrari verpasst. Diesmal kam auch viel Pech dazu. Allerdings: Hätte Vettel Bottas nach der letzten Safety-Car-Phase nicht überhastet attackiert, wäre er vermutlich als Sieger aus dem Chaosrennen herausgegangen. Vettels nächste Chance: Der Große Preis von Spanien am 13. Mai (15.10 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: RTL).

Enttäuschter Sebastian Vettel

Enttäuschter Sebastian Vettel

Foto: Luca Bruno/ AP

Pechvogel des Wochenendes: Eigentlich lief es für Nico Hülkenberg in Baku gut. Eigentlich. Der Renault-Pilot belegte im Qualifying den neunten Platz, wurde wegen eines Getriebewechsels jedoch auf Position 14 zurückversetzt. Beim Rennen begann er stark, überholte in den ersten Runde einige Fahrer. In der zehnten Runde touchierte er die Mauer, nachdem er sich verbremst hatte. Wenige Meter später musste er seinen kaputten Wagen dann abstellen.

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Fazit des Rennens: Hamilton steht nach seinem Sieg plötzlich wieder auf dem ersten Platz der WM-Gesamtwertung - trotz einer bislang eher schwachen Saison. So richtig freuen konnte sich der Brite nicht. "Es fühlt sich seltsam an, hier oben zu stehen", sagte er bei der Siegerehrung. Red Bulls Motorsport-Chef Helmut Marko kündigte Konsequenzen für Ricciardo und Verstappen an: "So etwas darf nicht passieren. Beide müssen so viel Hirn haben."

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