Großer Preis von Deutschland Hamilton im Training knapp vor Rosberg

Das Duell Nico Rosberg gegen Lewis Hamilton geht in die nächste Runde: Im Freien Training zum Großen Preis von Deutschland fuhr der Brite die Bestzeit vor dem WM-Führenden. Sorgen bereiteten die spärlich besetzten Tribünen am Hockenheimring.
Mercedes-Pilot Hamilton: Zweikampf mit Rosberg in der nächsten Runde

Mercedes-Pilot Hamilton: Zweikampf mit Rosberg in der nächsten Runde

Foto: MICHAEL DALDER/ REUTERS

Hamburg - Lewis Hamilton hat seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg die perfekte Einstimmung auf das Heimrennen in Hockenheim verdorben. Der Brite fuhr im Freien Training zum Großen Preis von Deutschland die Bestzeit und verwies den WM-Spitzenreiter  auf Platz zwei. Rosberg fehlten vor erschreckend spärlich besetzten Rängen 0,024 Sekunden auf seinen schärfsten Rivalen. Mit einem Rückstand von etwas mehr als einer Zehntelsekunde fuhr Sebastian Vettels Red-Bull-Teamkollege Daniel Ricciardo auf Rang drei. Der vierfache Weltmeister selbst belegte Platz acht.

Hamilton zeigte sich zufrieden: "Die Session war ziemlich gut, aber es gibt noch eine Menge zu lernen. Die Temperatur ist so hoch, dass es wegen der Reifen sehr schwierig wird. Vermutlich wird das mit Blick auf die Reifen eines der härtesten Rennen des Jahres." Auch Rosberg rechnet mit einem schwierigen Grand Prix. "Die weichen Reifen halten hier nicht so lang, deshalb wird das für das Rennen knifflig", sagte der 29-Jährige.

Schon in der Vormittagseinheit hatten Hamilton und Rosberg ihre Ausnahmestellung bewiesen. Rosberg auf Eins, Hamilton auf Zwei - so lautete die Zwischenbilanz. Einen Mini-Stau und leichte Aufregung verursachten die Silberpfeile eine knappe Viertelstunde vor Ende der zweiten Einheit. Rosbergs Bremsen begannen zu qualmen, während er in der Box darauf wartete, dass bei Hamilton neue Reifen aufgezogen wurden. Offensichtlich hatte es Probleme mit den Kommandos aus der Garage gegeben.

Für Testpilotin Susie Wolff lief es zwei Wochen nach ihrem verpatzten ersten Trainingsauftritt in Silverstone gut. Die Schottin fuhr nach einem anfänglichen Getriebeproblem als 15. durchs Ziel und kam auf insgesamt 22 Runden. Ob sie in den ausstehenden Grand Prix eine weitere Gelegenheit erhält, weiß die 31-Jährige allerdings noch nicht: "Dieses Jahr wird es schwierig, aber das ist das Nächste auf meiner To-do-Liste."

Auf deutliche Besserung mit Blick auf den Zuschauerzuspruch setzen die Veranstalter des Rennens. Die leeren Tribünen entgingen auch den Teams nicht. "Für morgen und Sonntag rechne ich mit mehr Zuschauern", sagte Vettel. Die Publikumsresonanz im Vergleich etwa zum Silverstone-Freitag sei "nicht zufriedenstellend", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Wenn das Wochenende so weiter geht, müssen wir das analysieren."

max/dpa
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