Formel 1 in Silverstone Hamilton siegt, Vettel schießt Verstappen ab

Der siebte Saisonsieg von Lewis Hamilton ist zur Randnotiz verkommen. Sein einstiger Rivale Sebastian Vettel verursachte mit einem Fahrfehler einen Unfall - und verließ Silverstone ohne WM-Punkte.

Max Verstappen (l.) und Sebastian Vettel
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Max Verstappen (l.) und Sebastian Vettel


Lewis Hamilton hat zum sechsten Mal in seiner Karriere das Formel-1-Heimrennen in Silverstone gewonnen. Der Brite verwies seinen Mercedes-Teamkollegen Valtteri Bottas auf den zweiten Platz, Ferrari-Pilot Charles Leclerc sicherte sich den dritten Rang. Nach seinem siebten Saisonsieg baut Hamilton (223 Punkte) seine Führung in der WM-Wertung weiter aus, Bottas liegt bereits 39 Punkte dahinter.

Hamilton profitierte von einer Safety-Car-Phase in der 20. Runde, als Sauber-Pilot Antonio Giovinazzi nach einem Fahrfehler im Kiesbett landete und sein Auto von einem Kranwagen geborgen werden musste. Bei normalem Rennverlauf hätte Bottas nach seiner Poleposition die größere Siegchance gehabt, doch Hamilton kam unmittelbar nach dem Giovinazzi-Unfall zum Reifenwechsel an die Box und wegen des verlangsamten Renntempos blieb der Brite vor Bottas. Der Finne hatte bereits in der 17. Runde die Reifen gewechselt.

Sebastian Vettel gehörte zunächst ebenfalls zu den Profiteuren der Safety-Car-Phase. Der Deutsche, von Position sechs ins Rennen gegangen, kam direkt hinter Hamilton an die Box und als Dritter zurück auf die Strecke. Max Verstappen (Red Bull) und Vettels Teamkollege Leclerc hatten schon in der 14. Runde die Reifen gewechselt und wurden von ihren Teams in der Safety-Car-Phase länger auf der Strecke gelassen. Das Duo wechselte zwei Runden nach Vettel und Hamilton die Reifen und landete auf den Plätzen fünf und sechs.

Doch die beiden Jungstars der Formel 1, die sich im direkten Duell schon kurz vor Giovinazzis Unfall sehenswerte Zweikämpfe lieferten, erhöhten den Druck. Beide überholten Verstappens Teamkollegen Pierre Gasly und in der 38. Runde ging der Niederländer auch an Vettel vorbei. Das wollte der vierfache Weltmeister so nicht stehen lassen. Vettel setzte zum Gegenmanöver an, verbremste sich, krachte in Verstappen und schob ihn von der Strecke. Beide konnten weiterfahren, doch Vettel musste seinen Frontflügel ersetzen lassen, fiel ans Ende des Felds zurück und kam auch dank einer Zehn-Sekunden-Strafe auf den 16. Platz.

Verstappen, der zwei Wochen zuvor mit seinem Erfolg in Österreich die Siegesserie von Mercedes unterbrochen hatte, konnte ohne weiteren Boxenstopp weiterfahren. Für einen Podestplatz reichte es jedoch nicht, hinter Gasly landete er auf dem fünften Platz. Verstappen liegt in der WM-Wertung mit 136 Punkten auf dem dritten Platz vor Vettel (123) und Leclerc (120).

In die Punkte fuhren auch Carlos Sainz (McLaren), Daniel Ricciardo (Renault), Kimi Räikkönen (Sauber), Daniil Kvyat (Toro Rosso) und Nico Hülkenberg (Renault). Den Extrapunkt für die schnellste Rennrunde sicherte sich Hamilton.

krä

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matbhmx 14.07.2019
1. Vettels Problem ist Vettel!
Er will die Dinge erzwingen - offensichtlich ein wenig in Panik ob seines Punktestandes und dem daraus schwindenden Nimbus. Nur: Panik ist ein schlechter Wegbegleiter. Der Mann muss einfach lernen, stoischer zu werden. Was hat ihm die saudumme Aktion erbracht?
gruenerfg 14.07.2019
2. Fairness
Entweder Vettel bekommt eine Blindenbinde oder Entzug der Fahrerlaubnis.
clau-roth 14.07.2019
3. Der Mann hat keine Nerven mehr
gehen sie in den Vorruhestand Herr Vettel.
toll_er 14.07.2019
4. schade
.. aber mit dem Verstappen-Abschuss hat sich Herr Vettel in meinen Augen nach den vielen, vielen Fehlern in der letzten Zeit als herausragendes Fahrer verabschiedet. Es ist die Häufung der Fehler, die er sich unter Druck leistet, die ihn fast alles kostet: Punkte und Ansehen.
inge-p.1 14.07.2019
5. Herzlichen Glückwunsch Lewis
Ein traumhaftes Rennen! Zu Vettel (15): natürlich war Verstappen Schuld. Wieso überholt der auch diesen Vettel. Es wird mal Zeit, diesen deutschen Rambo eine saftige Sperre von zwei Rennen zu verpassen. Er ist nicht nur eine Gefahr für sich, sondern auch für den Rest des Feldes.
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