Formel 1 Hamilton startet in Monaco von der Poleposition

An Mercedes führt in dieser Saison kein Weg vorbei: Silberpfeilpilot Lewis Hamilton hat sich im Qualifying von Monaco den ersten Startplatz gesichert. Bei Ferrari ist Charles Leclerc wütend auf sein Team.

Lewis Hamilton im Mercedes
Dan Istitene / Getty Images

Lewis Hamilton im Mercedes


Enge Strecke, kaum Chancen für Überholmanöver: Die Poleposition ist beim Großen Preis von Monaco ein großer Vorteil - und diesen hat sich Lewis Hamilton im Qualifying sichern können. Der Formel-1-Fahrer von Mercedes startet beim Rennen am Sonntag (15.10 Uhr, TV: RTL; Liveticker SPIEGEL ONLINE) von Platz eins; der Brite holte sich die Spitzenposition erst auf seiner letzten Runde. Für Mercedes ist es die fünfte Pole im sechsten Saisonrennen.

Platz zwei ging an Hamiltons Teamkollegen Valtteri Bottas. "Es war ein toller Kampf mit Valtteri, und trotzdem hast du immer diese Gier, du willst diese Pole. Ich bin begeistert, das war eine Superrunde", sagte Hamilton über die 85. Pole seiner Karriere. Ferrari-Pilot Sebastian Vettel wurde Vierter. Max Verstappen im Red Bull startet von Platz drei. Vorjahressieger Daniel Ricciardo (Renault) geht als Siebter ins Rennen. Renault-Fahrer Nico Hülkenberg verpasste die dritte Session und wurde Elfter.

"Das ist die beste Pole, an die ich mich erinnern kann. Und das in so einer schwierigen Woche - für das Team und für mich", sagte Hamilton, der dem am Montag verstorbenen Team-Aufsichtsratschef und früheren Formel-1-Champion Niki Lauda nahegestanden hatte: "Wir sind Profis und ziehen das durch. Das ist das, was Niki mir auch immer gesagt hat. Wir wollen morgen noch einmal etwas Besonderes schaffen." Sechs Doppelsiege in Folge durch ein Team hat es in der 70-jährigen Formel-1-Geschichte noch nicht gegeben.

Leclerc kritisiert Team: "Ich kann es mir nicht erklären"

Ferrari hatte in der ersten Session einen schweren Rückschlag hinnehmen müssen. Lokalmatador Charles Leclerc schied in der Qualifikation nach dem ersten Durchgang wegen eines Strategiefehlers aus. Der 21 Jahre alte Monegasse kam nur auf Rang 16. Leclerc hatte im Training zwei Stunden zuvor noch die schnellste Runde gedreht.

Die Scuderia hatte gepokert und Leclerc nicht mehr auf die Strecke geschickt, in der Annahme, seine Zeit würde für den Einzug ins Q2 reichen - ein Fehler. "Ich weiß nicht, warum sie mich nicht noch mal rausgelassen haben. Ich verstehe es nicht und kann es mir nicht erklären", sagte der Youngster bei RTL: "Wir hatten genug Zeit, noch einmal rauszufahren. Wir hatten genug Treibstoff. Ich verlange Erklärungen."

Hamilton geht als WM-Führender ins Rennen, der 34-Jährige steht mit 112 Punkten sieben Punkte vor Bottas. Vettel hat bisher erst 64 Punkte sammeln können und ist seit knapp neun Monaten sieglos, und es spricht einiges dafür, dass sich dieser Negativlauf fortsetzt und erneut die Silberpfeile siegen: Seit 2009 war die Poleposition siebenmal das Fundament für den Sieg im Fürstentum.

jan/sid



insgesamt 30 Beiträge
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hileute 25.05.2019
1. Herzlichen Glückwunsch
an Lewis Hamilton und Mercedes zum nächsten Doppelsieg. Das Rennen kann man sich sparen, da passiert sowieso nichts
legeips62 25.05.2019
2. CO2 Teufel...
Also, Mercedes ist dieses Jahr unschlagbar. In Monaco (wenn es nicht regnet) gewinnt der Polemann oder der an Position 2. Das Rennen kann eigentlich abgesagt werden. Für die vielen Zuschauer vor Ort könnte als Ersatz ein "Boxenstopprennen" oder wer kann mit einem "rohen Ei" auf dem "Halo" eine Runde fahren ohne dass es zerbricht fahren, als Alternative stattfinden. Lustig wäre es auch, die Autos würden unter den Fahrern ausgelost. Hamilton im Williams, Vettel im Renault, Kimi im Mercedes...
RalfBukowski 25.05.2019
3. Über Ferrari...
...kann man mittlerweile nur noch den Kopf schütteln. Da hat man so ein viel versprechendes Nachwuchstalent, der Junge fährt richtig schnell... und dann schafft man es nicht mal, den ins Q3 zu bringen. Und dann ist da ja noch ein Werksteam, gesegnet mit allerlei Geld, richtig viele Leute - und dann sind die wieder einfach nur hintendran: Renault. Von der Theorie her sollten die in den ersten drei sein. Mit immerhin einem wirklich guten Fahrer (Ricciardo) sollte das doch wohl mal möglich sein. Aber nein. Unverständlich, das.
toll_er 25.05.2019
4. Schade
Ich hatte noch zu Beginn der Saison gedacht, da tut sich was mit Ferrari. Aber: Die sind weg vom Fenster. Vettel steht unter Druck und macht zu viele kleine Fehler. Und die Strategen, die einen Fahrer mit so einem Wagen und dem Können noch nicht einmal ins Q2 bringen kann, tragen wahrlich nicht dazu bei, dass man von Ferrari in dieser Saison noch was erhoffen kann. Nun ja, vielleicht sorgen Verstappen und Red Bull noch für ein wenig Unterhaltung. Ansonsten: Gähn,,,,
haraldbuderath 25.05.2019
5. Ferrari kapituliert
Vettel hat mit Ferrari Null Chance egal was Experten/Medien auch Rufen, Honda hat vielleicht Techniker die Mercedes Paroli bieten können, Porsche oder Audi ist die einzige Alternative will F1 noch von Wettstreit reden, Vettel muss niemandem etwas beweisen und kann mit ruhigem Herzen die Rente 2020 anpeilen, Talent ist nicht nötig aber ein Konkurrenzfähiges Team und Auto ist Voraussetzung will man um Titel mitfahren , 2019/2020 ist jetzt schon Geschichte,
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