Formel 1 Hamilton triumphiert im Qualifying, Rosberg knapp dahinter

Zweites Qualifying der Saison, zweite Pole für Lewis Hamilton: In Bahrain setzten sich die Mercedes-Piloten gegen Ferrari souverän durch. Sebastian Vettel startet vom dritten Rang. Der neue Quali-Modus floppte erneut.

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton
AFP

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton


Mercedes hat auch das zweite Qualifying der neuen Formel-1-Saison dominiert. Weltmeister Lewis Hamilton siegte wie bereits zuvor in Australien auch in der Qualifikation für den Großen Preis von Bahrain am Sonntag (17 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Sein Teamkollege Nico Rosberg erreichte den zweiten Platz und hatte nur 0,077 Sekunden Rückstand.

Auf den Plätzen drei und vier landeten die beiden Ferrari-Piloten Sebastian Vettel (0,52 Sekunden Rückstand) und Kimi Räikkönen (0,75 Sekunden). Sie konnten den Abstand auf die Silberpfeile gegenüber der Qualifikation von Australien verkürzen.

Damit ist die Startaufstellung für das zweite Saisonrennen identisch mit der von Australien. Nico Hülkenberg wurde im Force India Achter. Pascal Wehrlein schied im ersten Zeitabschnitt der K.o.-Ausscheidung als 16. im Manor aus.

In Bahrain kam zum zweiten Mal der neue Qualifikationsmodus zum Einsatz. Nach dem Grand Prix in Australien vor zwei Wochen hatten die Teams die Neuerungen kritisiert und für eine Abschaffung votiert. Im Wüstenstaat wollten die Organisatoren um Bernie Ecclestone weitere Eindrücke sammeln.

Die neue Qualifikation sieht vor, dass in allen drei Zeitabschnitten nach einer kurzen Einfahrphase im 90-Sekunden-Takt der langsamste Fahrer ausscheidet. Auch diesmal waren in den letzten Minuten der einzelnen Durchgänge nur noch wenige Fahrer auf der Strecke unterwegs. Auch die Pole Position von Lewis Hamilton stand bereits einige Minuten vor dem Ende fest.

"Der Modus ist nach wie vor ein Griff ins Klo, der gehört abgeschafft", sagte Niki Lauda, Aufsichtsratschef des Mercedes-Teams, bei RTL: "Das Training war trotzdem aufregend, weil die Ferraris schnell waren."

Formel-1-Saison 2016
Die Teams und Fahrer
Mercedes
Lewis Hamilton und Nico Rosberg
Ferrari
Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen
Williams
Felipe Massa und Valtteri Bottas
Red Bull
Daniel Ricciardo und Max Verstappen
Force India
Nico Hülkenberg und Sergio Pérez
Renault
Kevin Magnussen und Jolyon Palmer
Toro Rosso
Daniil Kwjat und Carlos Sainz jr.
Sauber
Marcus Ericsson und Felipe Nasr
McLaren Honda
Fernando Alonso und Jenson Button
Manor
Rio Haryanto und Pascal Wehrlein
Haas
Romain Grosjean und Esteban Gutierrez
Der Rennkalender
20. März: Australien (Melbourne)
3. April: Bahrain (as-Sachir)
17. April: China (Shanghai)
1. Mai: Russland (Sotschi)
15. Mai: Spanien (Barcelona)
29. Mai: Monaco (Monte Carlo)
12. Juni: Kanada (Montréal)
19. Juni: Europa (Baku)
3. Juli: Österreich (Spielberg)
10. Juli: Großbritannien (Silverstone)
24. Juli: Ungarn (Mogyoród)
31. Juli: Deutschland (Hockenheim)
28. August: Belgien (Spa-Francorchamps)
4. September: Italien (Monza)
18. September: Singapur (Singapur)
2. Oktober: Malaysia (Sepang)
9. Oktober: Japan (Suzuka)
23. Oktober: USA (Austin)
30. Oktober: Mexiko (Mexiko-Stadt)
13. November: Brasilien (Interlagos)
27. November: Abu Dhabi (Yas-Insel)
Die Rekorde
Die meisten WM-Titel
Michael Schumacher (7)
Die meisten Grand-Prix-Siege
Michael Schumacher (91)
Die meisten Siege in einer Saison
Michael Schumacher und Sebastian Vettel (je 13)
Die meisten Start-Ziel-Siege
Ayrton Senna (19)
Die meisten Podestplätze
Michael Schumacher (155)
Die meisten Podestplätze in einer Saison
Michael Schumacher und Sebastian Vettel (je 17)
Die meisten Polepositions
Michael Schumacher (68)
Die meisten Polepositions in einer Saison
Sebastian Vettel (15)
Die schnellsten Rennrunden
Michael Schumacher (77)
Die meisten Grand-Prix-Starts
Rubens Barrichello (323)

jan

insgesamt 14 Beiträge
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KingTut 02.04.2016
1. Pole Position
Die Pole Position ist keine Siegesgarantie. Ich unterstütze Rosberg und drücke ihm ganz fest die Daumen. Überrascht bin ich, dass Alonso nun doch starten kann. Ich dachte, die Ärzte hätten ihm das untersagt.
helmutderschmidt 02.04.2016
2. Nä, die Formula Uno is (schon lang) nix mehr!
Nä, die Formula Uno is (schon lang) nix mehr! Hochgezüchtete Techno-Monster. Da können sie dran rumbacken wie sie wollen. Das wird nichts mehr ;-)
Lügenimperium 02.04.2016
3. Premiere
Normal schlafe ich ja nur bei den Rennen ein, denn dauerhaft keine Spannung ist ermüdent. Aber heute bin ich das erste Mal bei der Qualifikation eingeschlafen, Q2 eigentlich nicht mitbekommen. Ansonsten frage ich mich auch wo da jetzt mehr Spannung sein soll. Im Gegenteil, die Spannung wird völlig künstlich hochgehalten indem die Uhr für fast jeden bitter runterläuft. Nur sind die, für die die Uhr runterläuft, oft gar nicht auf der Strecke. Davon abgesehen ist das Ergebnis dann vorhersagbar, Mercedes vor Ferrari. Es hat niemand mehr die Chance daran etwas zu rütteln. Das ist derber Schwachsinn. Umso mehr vermisse ich die ganz alte Regelung: 12 Runden in 60 Minuten. Da konnte auch einer im schlechten Auto mit viel Glück in der letzten Sekunde noch auf Pole. Das wird für immer und ewig nicht möglich sein mit der aktuellen Regelung. Prost! Jedenfalls freue ich mich auf MotoGP morgen.
Ben.Linke 02.04.2016
4. Müsste Hamilton...
nicht Achter sein... Seine erste Zeit im Q3 dürfte doch gar nicht zählen, da alle vier Reifen die Piste verlassen haben in der letzten Kurve und damit die Rundenzeit eigentlich annulliert werden müsste... Oder habe ich da etwas falsch verstanden....
Nabob 02.04.2016
5. Wer soll denn da noch durchblicken
und vor allem, wer will es noch. Gewiss ist doch nur, dass das Rennen an sich in den Nebenraum verschoben wurde, und dass sich lauter kleine Regel-Onanisten von Beginn bis zum Ende mit dem immer undurchsichtigeren, inhaltlich natürlich völlig blödsinnigen Regelwald beschäftigen. Und am Sonntag wird dann auch nicht gerannt, also volles Rohr gefahren, sondern taktiert. Das Rennen war aber mal der Ausgangspunkt dafür, dass man die Wettfahrten Rennen nannte. Ich hoffe nur, dass dieser völlig überalterte Gebrauchtwagenhändler aus England bald nicht mehr dabei ist, das wäre zumindest die theoretische Möglichkeit für einen Wandel - am besten den Beifahrer aus Paris gleich mitnehmen. Bis dahin wünsche ich, dass die Zuschauerzahlen weiter drastisch sinken und zwar so weit, dass sich selbst die beteiligten Automobilhersteller beginnen zu fragen, ob sich das unternehmerisch noch lohnt.
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