Maria de Villota Verunglückte Formel-1-Fahrerin bei Bewusstsein

Maria de Villota geht es besser: Die spanische Rennfahrerin, die bei einem Formel-1-Test für das Marussia-Team auf einem Flugplatz in Großbritannien schwer verletzt wurde, ist wieder bei Bewusstsein. Die medizinischen Untersuchungen laufen noch. Die Unfallursache ist bislang unklar.

Maria de Villota: Genesungswünsche von Alonso und Button
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Maria de Villota: Genesungswünsche von Alonso und Button


Hamburg - Hoffnung für die verunglückte Formel-1-Testfahrerin Maria de Villota. Nach ihrem schweren Unfall am Dienstagvormittag habe die 32-Jährige das Bewusstsein wiedererlangt, teilte ihr Marussia-Team am Nachmittag mit. Die medizinischen Untersuchungen Addenbrooke's Hospital von Cambridge dauerten an, hieß es weiter. Eine abschließende Diagnose steht noch aus. Nach Angaben der Hubschrauberbesatzung, die de Villota ins Krankenhaus geflogen hatte, war die Patientin bei ihrer Ankunft im Hospital "stabil".

Die Spanierin war am Vormittag bei einer Testfahrt auf einem Flugfeld im britischen Duxford verunglückt. Mit etwa 50 Stundenkilometern fuhr de Villota mit ihrem Rennwagen in die Laderampe eines Lastwagens, der neben der Strecke stand. Dabei zog sich die Pilotin nach Angaben von Medizinern schwere Kopf- und Gesichtsverletzungen zu. Ein Krankenhaussprecher bezeichnete ihren Zustand als lebensbedrohlich. Die Unfallursache ist bislang unklar.

Ihre Formel-1-Kollegen Fernando Alonso und Jenson Button drückten via Twitter ihre Betroffenheit aus und wünschten de Villota gute Besserung.

Die Spanierin, die seit dem Jahr 2000 Rennen fährt, ist in dieser Saison Testfahrerin für das Marussia-Team. 2009 war der Rennstall gegründet worden und zunächst unter dem Namen Virgin unter Beteiligung des britischen Milliardärs Richard Branson an den Start gegangen. Mittlerweile besitzt das Team eine russische Lizenz. Der Rennstall, für den der Deutsche Timo Glock in der Königsklasse startet, kündigte nach dem Ende der medizinischen Untersuchungen eine weitere Stellungnahme an.

Derzeit ist Maria de Villota außer Susie Wolff die einzige Fahrerin im Formel-1-Zirkus. Sie ist die Tochter des ehemaligen Formel-1-Piloten Emilio de Villota. Der Test am Dienstag sollte ihr erster für Marussia sein. Das Team wollte Veränderungen am Wagen vor dem bevorstehenden Grand Prix in Silverstone testen.

Der Unfall ereignete sich auf einem Flugplatz, der vom Weltverband FIA nicht offiziell als Rennstrecke abgenommen worden ist. Die Sicherheitsvorkehrungen sind in Duxford weniger streng als auf anerkannten Rennkursen.

syd/dpa



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Dresdner02 03.07.2012
1. Gute Besserung!!
Wie schon mehrfach erwähnt, ist die Dame eine Testfahrerin, nicht mehr und nicht weniger, ebenso wie Frau Wolff. Wenn jeder, der mal irgendwann einen Formel 1 Wagen fahren durfte Formel 1 Fahrer wäre, gäbe es ganz schön viele. Auch Valentino Rossi oder Sebastian Loeb würde ich nicht als Formel 1 Fahrer bezeichnen, auch die haben "nur" getestet. Solch einen Test kann man sich verdienen oder auch nur bezahlen.
Altesocke 04.07.2012
2.
Das hoert sich noch komischer an, als 'stoppte und fuhr unvermittelt wieder los': ---Zitat--- "She left the temporary garage, she went out with one run down the straight, she turned around and came back. Everything looked fine on approach; as she approached the temporary garage where the team were based, her wheels locked and she collided into the back of one of the trucks which the team had brought along. http://www1.skysports.com/formula-1/news/17581/7861387/De-Villota-injured-in-testing ---Zitatende---
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