Formel 1 Mick Schumacher fährt erste Kilometer im Ferrari

Am vergangenen Wochenende das Formel-2-Debüt gefeiert, jetzt für die ersten Testkilometer im Ferrari unterwegs: Mick Schumacher erlebt gerade aufregende Tage - das freut nicht nur die Motorsportszene.

Lars Baron/Getty Images

Mick Schumacher hat auf dem Bahrain International Circuit seine ersten Kilometer in einem Formel-1-Ferrari absolviert. Der 20 Jahre alte Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher fuhr mit dem SF90 zehn Minuten nach der Freigabe der Strecke aus der Ferrari-Box.

"Es ist, als würden wir die Zeit zurückdrehen", twitterte Formel-1-Reifenhersteller Pirelli. Eine Gratulation zum Debüt in der Königsklasse schickte Ferraris Rivale Mercedes. "Das ist ziemlich cool", schrieb das Weltmeisterteam bei Twitter: "Es ist etwas Besonderes, den Namen Schumacher wieder auf einem Formel-1-Auto zu sehen."

Mick Schumacher darf den Wagen von Landsmann Sebastian Vettel am Dienstag weiter fahren - noch laufen die Tests. Er gehört seit diesem Jahr zur Nachwuchsakademie der Scuderia. Am Mittwoch steigt er in den Alfa Romeo des Ferrari-Partnerteams. Schumacher profitiert auch vom strengen Regelwerk der Rennserie: An zwei der insgesamt vier Testtage während der Saison müssen die Teams einen Nachwuchsfahrer einsetzen, der weniger als zwei Formel-1-Grands-Prix bestritten hat.

Auf dem Kurs in Bahrain hatte Michael Schumacher 2004 das Premierenrennen in einem Ferrari gewonnen. 2010 hatte er in der Wüste von Sachir im Mercedes sein Comeback gefeiert.

Platz acht beim Formel-2-Debüt

Für Sohn Mick - begleitet von Mutter Corinna - sind die Testfahrten ein weiterer Schritt auf dem Weg in die Motorsport-Königsklasse, in der sein Vater bislang unerreichte sieben Mal den Titel gewann und 91 Rennsiege feierte. Die erfolgreichste Zeit in seiner Karriere hatte Michael Schumacher bei Ferrari mit fünf WM-Triumphen von 2000 bis einschließlich 2004 erlebt. Seit seinem Ski-Unfall Ende 2013 ist Michael Schumacher nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten.

Zuletzt feierte Mick Schumacher sein Debüt in der Formel 2 und fuhr dort direkt in die Punkte. Der Prema-Pilot belegte beim ersten Saisonrennen in Bahrain den achten Platz. In die Rennserie stieg er nach dem Gewinn der Formel-3-EM im vergangenen Jahr mit dem Prema-Team auf.

jan/dpa

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katapultoffel 02.04.2019
1. Ich gönne es Ihm,
von Herzen, und wünsche maximalen Spaß und Erfolg. Was etwas "nervt", Sportart übergreifend, scheint der Umstand das solche hochdotierten Jobs und/oder Möglichkeiten mit dem Nachnamen vererbt werden. Nur weil Papa F1 Pilot oder Fußballer war, heißt es noch lange nicht das die Sprösslinge dieses Talent (oder die Lust) in diesem Bereich teilen. Bei entsprenchender Förderung (welche sehr stark von den finanziellen Möglichkeiten abhängt), könnten viele auf diese Level kommen.
schnubbeldu 02.04.2019
2. Ich wünsche Mick ...
... gutes Vorankommen in seiner Karriere! Allerdings, und dies wissen auch die Motorsportchefs, baut keinen "Druck" und "Erwartungshaltung" gegenüber Mick auf. Mick muss die eigene Karriere gehen und ich wünsche es ihm, dass er es schafft sich zu etablieren. Die "Gene" sprechen für sich! Insbesondere würde es mich freuen, ihn vielleicht in 1 bis 3 Jahren in der Königsklasse fahren zu sehen. Der Erfolg wird es zeigen und die Marke "Schumacher" bekommt einen neuen Glanz im Motorsport. Sein Cousin scheint auch noch von sich Hören und Lesen zu lassen.
jesse01 02.04.2019
3. sie haben recht !
man wird einen zweifellos eher mäßig. talentierten Schumacher Sohn mit 10000 Simulatorstunden kompetitiv für die Formel 1 machen. soviel braucht es nach der Wissenschaft, um auf einem Gebiet Leistungen zu zeigen. die Frage ist nur, ob man Mick damit einen Gefallen tut. aber wie sagte Lauda : heute kann jeder Affe Formel 1 fahren. in diesem Sinn viel Glück Mick.
tommit 02.04.2019
4. Süss wie hier alle Papa und Mama werden
und besorgt sind... Glaubt mir da segeln genug Aufpasser im Windschatten, die Formel1 ist und bleibt ein Milliardengeschäft... Träumerische Verzücktheit ist da absolut Fehl am Platz, die werden schon auf ihre Investition aufpassen... In vielleicht 30 Jahren werden die F1 Boliden ohnehin von Elektroautos abgeledert werden..
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