Formel 1 Motorprobleme bei Schumachers Ferrari

Mehr als drei Jahre liegt der letzte technisch bedingte Ausfall Michael Schumachers bei einem Grand Prix zurück. Die Ferrari funktionieren so zuverlässig wie kein anderes Auto in der Formel 1. In der Vorbereitung auf die WM 2005 aber hat die Scuderia offenbar erhebliche Schwierigkeiten mit der Haltbarkeitsdauer ihrer Motoren.


Ferrari-Fahrer Schumacher: Seit 2001 ohne technischen Defekt
DPA

Ferrari-Fahrer Schumacher: Seit 2001 ohne technischen Defekt

Hamburg - "Das ist ein fantastisches Team, sie machen fast nie Fehler", beschrieb Sir Frank Williams, Teamchef des Konkurrenten BMW-Williams, erst gestern ehrfürchtig die Leistung des Ferrari-Rennstalls, der in der vergangenen Saison 15 von 18 Rennen und zum sechsten Mal in Folge die Konstrukteurs-WM gewann. Was der Brite da noch nicht wusste: Ferrari platzen derzeit ungewohnt häufig die Motoren.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung sollen während der Testfahrten in diesem Winter bereits acht Motoren kaputt gegangen sein, bei insgesamt nur etwa 9000 gefahrenen Kilometern. Ferrari-Teamchef Jean Todt gibt die Schwierigkeiten nonchalant zu: "Wir haben lieber jetzt Motorprobleme als mitten in der heißen WM-Phase."

Auf Grund der erneuten Regeländerungen in der Formel 1 muss sich auch Ferrari umstellen: Ab dieser Saison müssen die Triebwerke nicht mehr nur ein, sondern zwei komplette Rennwochenenden halten. Das heißt, dass ein Motor jetzt im Durchschnitt 1500 Kilometer laufen muss. Davon ist die Scuderia noch einiges entfernt.

Weltmeister Schumacher wird am 18. Januar erstmals in diesem Jahr eine Testfahrt unternehmen, der neue Ferrari soll erst unmittelbar vor dem Abflug zum Saisonauftakt in Melbourne (6. März) präsentiert werden.

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