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17. September 2016, 16:26 Uhr

Formel 1 in Singapur

Rosberg dominiert das Qualifying

Nico Rosberg hat mit einer exzellenten Runde im Qualifying das nächste Ausrufezeichen im Titelkampf der Formel 1 gesetzt. Rivale Lewis Hamilton war in Singapur über eine halbe Sekunde langsamer.

Auf dem Stadtkurs von Singapur ist die Startposition besonders wichtig - und Nico Rosberg hat alles dafür getan, das dritte Rennen in Folge gewinnen zu können. Der Mercedes-Pilot fuhr im Qualifying die mit Abstand schnellste Runde des gesamten Wochenendes und verwies Teamkollege Lewis Hamilton mit einer Zeit von 1:42,5 Minuten und einem Vorsprung von sieben Zehntelsekunden auf den dritten Platz. Für Rosberg war es die siebte Pole dieser Saison und die 29. seiner Karriere. Damit zog er mit Formel-1-Legende Juan Manuel Fangio gleich.

Hamilton, im WM-Titelkampf nur noch zwei Punkte vor Rosberg, braucht - anders als in Monza, wo er von der Poleposition auf Platz sechs zurückfiel - einen guten Start, um am Deutschen dranbleiben zu können. Zwischen den beiden Silberpfeilen platzierte sich Daniel Ricciardo im Red Bull, die zweite Startreihe neben Hamilton komplettierte dessen Teamkollege Max Verstappen.

Interessanter Fakt aus taktischer Sicht: Die beiden Red-Bull-Piloten fuhren ihre beste Runde im zweiten Abschnitt nicht wie alle anderen auf den schnellsten Ultrasoft-Reifen. Verstappen und Ricciardo werden somit mit supersoften Reifen ins Rennen gehen, können deshalb länger draußen bleiben und hoffen, so den Druck auf Mercedes erhöhen zu können.

Vettel verzweifelt erneut an Technik

Den nächsten Rückschlag musste Sebastian Vettel hinnehmen. Der Rekordgewinner von Singapur musste seinen Ferrari schon im ersten Abschnitt wegen eines technischen Defekts in der Box abstellen und wird von Position 22 aus ins Rennen gehen. Wahrscheinlich wird Vettel nun bis zum Rennen am Sonntag (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) einige Komponenten an seinem Motor tauschen lassen. Das bringt ihm zwar eine Strafe ein, da er aber schon aus der letzten Reihe startet, kann er diese - ähnlich wie Lewis Hamilton in Spa - locker verschmerzen.

Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen fuhr auf den fünften Platz. Nico Hülkenberg (Force India) geht von Platz acht aus ins Rennen, für Pascal Wehrlein im Manor war die Qualifikation nach dem ersten Abschnitt zu Ende, immerhin schlug er als 20. seinen Teamkollegen Esteban Ocon.

Das Qualifying war zwischenzeitlich für zehn Minuten unterbrochen worden, weil Haas-Pilot Romain Grosjean am Ende des zweiten Abschnitts nach einem Dreher in einer Streckenbegrenzung gelandet war und die Strecke gesäubert werden musste.

krä/dpa

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