Formel 1 in Singapur Rosberg dominiert das Qualifying

Nico Rosberg hat mit einer exzellenten Runde im Qualifying das nächste Ausrufezeichen im Titelkampf der Formel 1 gesetzt. Rivale Lewis Hamilton war in Singapur über eine halbe Sekunde langsamer.

Nico Rosberg fuhr auf die Poleposition
AP

Nico Rosberg fuhr auf die Poleposition


Auf dem Stadtkurs von Singapur ist die Startposition besonders wichtig - und Nico Rosberg hat alles dafür getan, das dritte Rennen in Folge gewinnen zu können. Der Mercedes-Pilot fuhr im Qualifying die mit Abstand schnellste Runde des gesamten Wochenendes und verwies Teamkollege Lewis Hamilton mit einer Zeit von 1:42,5 Minuten und einem Vorsprung von sieben Zehntelsekunden auf den dritten Platz. Für Rosberg war es die siebte Pole dieser Saison und die 29. seiner Karriere. Damit zog er mit Formel-1-Legende Juan Manuel Fangio gleich.

Hamilton, im WM-Titelkampf nur noch zwei Punkte vor Rosberg, braucht - anders als in Monza, wo er von der Poleposition auf Platz sechs zurückfiel - einen guten Start, um am Deutschen dranbleiben zu können. Zwischen den beiden Silberpfeilen platzierte sich Daniel Ricciardo im Red Bull, die zweite Startreihe neben Hamilton komplettierte dessen Teamkollege Max Verstappen.

Interessanter Fakt aus taktischer Sicht: Die beiden Red-Bull-Piloten fuhren ihre beste Runde im zweiten Abschnitt nicht wie alle anderen auf den schnellsten Ultrasoft-Reifen. Verstappen und Ricciardo werden somit mit supersoften Reifen ins Rennen gehen, können deshalb länger draußen bleiben und hoffen, so den Druck auf Mercedes erhöhen zu können.

Vettel verzweifelt erneut an Technik

Den nächsten Rückschlag musste Sebastian Vettel hinnehmen. Der Rekordgewinner von Singapur musste seinen Ferrari schon im ersten Abschnitt wegen eines technischen Defekts in der Box abstellen und wird von Position 22 aus ins Rennen gehen. Wahrscheinlich wird Vettel nun bis zum Rennen am Sonntag (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) einige Komponenten an seinem Motor tauschen lassen. Das bringt ihm zwar eine Strafe ein, da er aber schon aus der letzten Reihe startet, kann er diese - ähnlich wie Lewis Hamilton in Spa - locker verschmerzen.

Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen fuhr auf den fünften Platz. Nico Hülkenberg (Force India) geht von Platz acht aus ins Rennen, für Pascal Wehrlein im Manor war die Qualifikation nach dem ersten Abschnitt zu Ende, immerhin schlug er als 20. seinen Teamkollegen Esteban Ocon.

Das Qualifying war zwischenzeitlich für zehn Minuten unterbrochen worden, weil Haas-Pilot Romain Grosjean am Ende des zweiten Abschnitts nach einem Dreher in einer Streckenbegrenzung gelandet war und die Strecke gesäubert werden musste.

Formel-1-Saison 2016
Die Teams und Fahrer
Mercedes
Lewis Hamilton und Nico Rosberg
Ferrari
Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen
Williams
Felipe Massa und Valtteri Bottas
Red Bull
Daniel Ricciardo und Max Verstappen
Force India
Nico Hülkenberg und Sergio Pérez
Renault
Kevin Magnussen und Jolyon Palmer
Toro Rosso
Daniil Kwjat und Carlos Sainz jr.
Sauber
Marcus Ericsson und Felipe Nasr
McLaren Honda
Fernando Alonso und Jenson Button
Manor
Rio Haryanto und Pascal Wehrlein
Haas
Romain Grosjean und Esteban Gutierrez
Der Rennkalender
20. März: Australien (Melbourne)
3. April: Bahrain (as-Sachir)
17. April: China (Shanghai)
1. Mai: Russland (Sotschi)
15. Mai: Spanien (Barcelona)
29. Mai: Monaco (Monte Carlo)
12. Juni: Kanada (Montréal)
19. Juni: Europa (Baku)
3. Juli: Österreich (Spielberg)
10. Juli: Großbritannien (Silverstone)
24. Juli: Ungarn (Mogyoród)
31. Juli: Deutschland (Hockenheim)
28. August: Belgien (Spa-Francorchamps)
4. September: Italien (Monza)
18. September: Singapur (Singapur)
2. Oktober: Malaysia (Sepang)
9. Oktober: Japan (Suzuka)
23. Oktober: USA (Austin)
30. Oktober: Mexiko (Mexiko-Stadt)
13. November: Brasilien (Interlagos)
27. November: Abu Dhabi (Yas-Insel)
Die Rekorde
Die meisten WM-Titel
Michael Schumacher (7)
Die meisten Grand-Prix-Siege
Michael Schumacher (91)
Die meisten Siege in einer Saison
Michael Schumacher und Sebastian Vettel (je 13)
Die meisten Start-Ziel-Siege
Ayrton Senna (19)
Die meisten Podestplätze
Michael Schumacher (155)
Die meisten Podestplätze in einer Saison
Michael Schumacher und Sebastian Vettel (je 17)
Die meisten Polepositions
Michael Schumacher (68)
Die meisten Polepositions in einer Saison
Sebastian Vettel (15)
Die schnellsten Rennrunden
Michael Schumacher (77)
Die meisten Grand-Prix-Starts
Rubens Barrichello (323)

krä/dpa

insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
LouisEtienne Phoenix 17.09.2016
1. Moderatoren-wechsel
Mein persönliche Wunsch ist, der Austausch der Moderatoren. Der Formel 1 interessierte Zuschauer muss seit Jahren die lauwarme, fantasielose Moderation anhören. Wenn Heiko Wasser zu reden beginnt, wissen wir sofort, wie der Satz weitergeht. Einmal gehört, zehnmal gehört, tausendmal gehört: "ein rabenschwarzes Wochenende, auf das Treppchen, alles andere als gut, wir haben auch nur Fernsehbildschirm in der Kabine und sehen wir nicht mehr als Sie liebe Zuschauer, wir haben keinen Einfluss auf die Übertragung, schade-schade, leider-leider, er hat jetzt 10 Pünktchen Vorsprung, (ja, die Art mit Verniedlichungen zu reden bringt ein zum Wahnsinn), die Stuarts werden das genau anschauen, die zwei Fahrer werden keine Freunde, nicht wahr Christian, du kannst das bestätigen...... usw. usw. Eine weile machte Christian Danner einen Spaß daraus, die Feststellungen von Wasser zu verneinen. Inzwischen hat sich das aber geändert. Jetzt sagt er etwa hundertmal in jeder Sendung: "Genauso ist es". Wie ein altes, nein sehr altes Pärchen, langweilig, monoton, nichtssagend. Weg soll auch Ebel, der lebende Beweis, das es doch dumme Fragen gibt: Ebel: "Herr Schumacher, wer wird heute gewinnen?" Sch.: "wer als erste das Ziel erreicht". Ebel: Herr Sch. "Heute starten Sie hinter Alesi, was werden Sie tun?" Sch.: " ich werde Gas geben". Ebel: "Kimi, heute ist der 13. inwieweit beeinflusst Sie das?" Räikkönen stand da, keine Antwort. Ebel verbuchte als Riesenerfolg für sich, dass nach Jahren(!) Schumacher ihm erlaubte "Michael" zu sagen. Er nervt, wie die anderen.
M.Wissmann 17.09.2016
2. Überschrift
Einfacher: Sie abonnieren Sky GB oder Italia und schauen sich die Formel 1 dort an. Wenn Sie einen italienschen Decoder haben, geht's auch Öffentlich (Rai).
atmin 18.09.2016
3. @1
Muß wohl am Sender liegen. Am Bezahl-Fernsehen wird früher oder später kein Weg vorbei führen. Oder doch: Fenster auf und raus mit der dämlichen Flimmerkiste.
az26 18.09.2016
4. Telemetrieverbot
Alles Monitoring sollte man abschaffen - weg mit den elendig langen Kommandostände und dutzenden Monitore. Die Teams sollten Motoren einsetzen, die auf Dauerhaftigkeit getrimmt sind. Ganganzeige, Spritstand, Temperatur, Öldruck - das reicht für ein Rennen. Am Pitstop können dann per NFC oder Kabelbuchse die Daten zur Fehlerermittlung abgefragt werden. Dazu noch ein Gewichthandicap für die 3 in der Wertung Führenden. Ja, dann kanns zu überraschenden Motorplatzern kommen - und?
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