Saison 2023 Formel 1 plant Rekordjahr mit 24 Rennen

Drei Rennen in den USA, vier im Nahen Osten, China kehrt zurück und Wackelkandidat Monaco bleibt dabei: Die Formel 1 bläht ihren Kalender auch 2023 weiter auf. Für die Teams ist das bereits jetzt eine Belastung.
Der Start beim diesjährigen Rennen in Monza – einem von 24 Grand Prix im kommenden Jahr

Der Start beim diesjährigen Rennen in Monza – einem von 24 Grand Prix im kommenden Jahr

Foto: IMAGO/HOCH ZWEI / IMAGO/HochZwei

Die Formel 1 setzt ihren Expansionskurs auch in der kommenden Saison fort und nimmt zwei weitere Rennen in den Kalender auf. 24 Rennen sollen in der kommenden Saison stattfinden, darunter auch wieder die Grand Prix in Las Vegas und Shanghai. Der Motorsport-Weltrat des Weltverbandes Fia hat den offiziellen Plan verabschiedet.

Der bisherige Höchstwert aus diesem und dem vergangenen Jahr liegt bei 22 Grands Prix. Geplant gewesen waren 23, durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine wurde der Grand Prix im ehemaligen Olympia-Ort Sotschi aber abgesagt. Dieser hätte am kommenden Wochenende stattfinden sollen. Auch 2023 wird die Formel 1 nicht in Russland antreten.

Nach mehr als 40 Jahren kehrt die Rennserie nach Las Vegas zurück: Das Stadtrennen soll unter Flutlicht am 18. November als vorletztes Event steigen. Neben Miami (7. Mai) und Austin (22. Oktober) ist es bereits das dritte US-Rennen.

Auch der Große Preis von Katar (8. Oktober) kehrt nach einjähriger Pause zurück. Mit dem Auftakt in Bahrain (5. März), dem zweiten Saisonrennen in Saudi-Arabien (19. März) und dem Finale in Abu Dhabi (26. November) steigen damit vier Rennen im arabischen Raum. Der Grand Prix von China (16. April), seit 2020 im Zuge der Pandemie nicht mehr ausgetragen, soll zudem zurückkehren.

Fia-Präsident Mohammed Ben Sulayem wertete die Anzahl von 24 Rennen als »weiteren Beleg für das Wachstem und die Attraktivität« der Formel 1 weltweit.

Hohe Belastungen für die Teams

Für die Rennställe bedeuten mehr Rennen allerdings nicht nur mehr Präsenz, sondern auch größere Herausforderungen. Die Teams ächzen bereits jetzt unter den hohen Belastungen, vor allem zwei oder drei Rennen an aufeinanderfolgenden Wochenenden sind wegen der immensen Logistik aufwendig und, natürlich, teuer.

Der neue Plan sieht sechs dieser Rennen vor, zweimal finden sogar an drei Wochenenden in Serie Rennen in der Königsklasse des Motorsports statt.

Das Stadtrennen in Monaco (28. Mai), das zwischenzeitlich fraglich wirkte, ist auch im kommenden Jahr dabei. Einen deutschen Grand Prix gibt es wie erwartet seit Jahren nicht mehr.

Etwas Platz wäre aber tatsächlich noch im Kalender. Das aktuelle Regelwerk erlaubt in einer Saison 25 Rennen.

vgl/sid
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