Formel-1-Pressestimmen "Vettel ist ein König auf der Flucht"

Viel Lob für den Zweitplatzierten: Die internationale Presse bewundert die Leistung von Fernando Alonso beim Großen Preis von Kanada. Der Sieger Sebastian Vettel wird zum klaren WM-Favoriten erklärt - und zum "Menschenfresser".

Jubelndes Red-Bull-Team: Gute Chancen auf den WM-Titel
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Jubelndes Red-Bull-Team: Gute Chancen auf den WM-Titel


Die internationalen Pressestimmen zum Großen Preis von Kanada:

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Vettel-Show in Kanada, aber auch Alonso fährt wunderbar. Der Spanier siegt im Duell gegen Hamilton, holt den zweiten Platz und betreibt damit Schadensbegrenzung. Kein Sieg ist einfach, doch für Vettel war der Erfolg in Kanada einfacher als alle anderen. Alonso ist wieder der Pilot, wie man ihn zu Zeiten vor Monte Carlo gesehen hat. Er fährt mörderisch bei Überholmanövern und mit beeindruckendem Tempo."

Corriere dello Sport: "Red Bull ist einfach zu stark für Super-Alonso. Vettel ist perfekt, in Kanada hat er sich und dem Team neuen Schwung gegeben, um wieder einmal nach dem Titel zu greifen. Grandiose Qualifikation, tadelloses Rennen. Doch Alonsos zweiter Platz erinnert ihn daran, dass die WM noch lang ist."

Tuttosport: "Wieder einmal fahren nur Vettel und Alonso an der Spitze. Sebastian beherrscht das Rennen ab dem ersten Meter, der Spanier beeindruckt mit seinen vier Überholmanövern. Sein zweiter Platz kommt einem Sieg gleich. Vettel ist ein König auf der Flucht vor den Rivalen. Sein Team ist gut und wird auch noch vom Glück unterstützt."

Repubblica: "Vettel dominiert das Rennen vom ersten bis zum letzten Meter. Ferrari wird die vielen Punkte bereuen, die sie dem Deutschen geschenkt haben, als die Symbiose zwischen Vettel und seinem Auto noch nicht so vollkommen war. Vettel gönnt sich einige Unachtsamkeiten, doch sein Auto zeigt ein beeindruckendes Tempo. Er rast den Rivalen voraus und erreicht das Ziel mit absoluter Leichtigkeit."

La Stampa: "Menschenfresser Vettel. Von Anfang bis zum Ende fährt er an der Spitze des Rennens. Für Red Bull ist der Große Preis von Kanada nicht mehr als eine Formsache. Vettel kann sich sogar einige Fehler leisten. Doch auch Alonso gibt nicht nach. Sein zweiter Platz ist Gold wert."

SPANIEN

Marca: "Nur Alonso kann gegen Vettel mithalten. Alonso fährt eine magische Aufholjagd auf das Podium und wird Zweiter hinter einem Vettel, der keinem eine wirkliche Chance gegeben hat."

As: "Riesenrennen von Alonso und Sieg von Vettel. Alonso schaffte einen zweiten Platz, der nach Sieg schmeckt. Nur ein unerreichbarer Vettel rast ihm davon. Der Deutsche ist in der besten Form, seit er Formel-1-Pilot ist. Er macht kaum Fehler, fährt brillant und ist der Topfavorit auf den WM-Titel."

El Mundo: "Tolles Rennen von Alonso, der am Ende Zweiter wurde. Vettel gewinnt zum ersten Mal in Montreal und festigt seinen Vorsprung. Red Bull schafft den Triumph dort, wo es ihnen bisher nicht gelungen war."

Sport: "Alonsos zweiter Platz schmeckt ein bisschen nach Sieg. Nur Vettel konnte ihm standhalten und baut seine Führung in der Gesamtwertung aus."

ENGLAND

The Telegraph: "Mercedes scheint seine Reifen immer noch nicht ganz im Griff zu haben. Der 'private' Test hat vielleicht geholfen, ein besseres Verständnis für das Pirelli-Material zu bekommen. Aber an einem sonnigen Tag in Montreal werden sie von Red Bull und Sebastian Vettel trotzdem niedergewalzt."

The Sun: "Vettel rast unbekümmert zum Sieg beim Großen Preis von Kanada und sendet eine bedrohliche Warnung an den Rest der Formel-1-Konkurrenz."

The Guardian: "Die unbekümmerte Leichtigkeit beim Sieg von Weltmeister Sebastian Vettel beim Großen Preis von Kanada lenkt von der Tatsache ab, dass es sich um ein höchst unterhaltsames Rennen gehandelt hat, leider überschattet von dem tragischen Tod eines Streckenpostens."

Daily Mail: "Durch seinen ersten Sieg beim Großen Preis von Kanada rückt für Sebastian Vettel die Aussicht auf seinen vierten WM-Titel in Folge näher. Den Red-Bull-Piloten bringt nicht viel aus der Ruhe, außer vielleicht die Erinnerung daran, auf der letzten Runde zu verlieren, wie vor zwei Jahren auf dem Circuit Gilles Villeneuve gegen Jenson Button."

FRANKREICH

L'Equipe: "Am Ende war es die Qualifikation, die Sebastian Vettel am meisten Probleme bereitet hat. Beim Rennen am Sonntag fuhr der Deutsche über 70 Runden spazieren und sorgte nur für einen kurzen Schreckmoment, als er aus der Kurve rutschte. Davon abgesehen war es ein Kinderspiel für den dreimaligen Weltmeister."

Zusammengestellt vom Sport-Informations-Dienst

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Seite 1
karlemann1, 10.06.2013
1.
Zitat von sysopDPAViel Lob für den Zweitplatzierten: Die internationale Presse bewundert die Leistung von Fernando Alonso beim Großen Preis von Kanada. Der Sieger Sebastian Vettel wird zum klaren WM-Favoriten erklärt - und zum "Menschenfresser". http://www.spiegel.de/sport/formel1/formel-1-pressestimmen-vettel-ist-ein-koenig-auf-der-flucht-a-904771.html
Wieder mal stinklangweilig.
lauf123 10.06.2013
2. Überragend
Der überragende Alonso verbessert sich um vier Plätze. Der enttäuschende Vettel kann seine Position nur halten und fliegt fast von der Strecke.
joe_spon 10.06.2013
3. Noch überragender
Zitat von lauf123Der überragende Alonso verbessert sich um vier Plätze. Der enttäuschende Vettel kann seine Position nur halten und fliegt fast von der Strecke.
Mal abgesehen vom generellen Unsinn der Aussage, dass Vettel seine Position "nu" halten kann: Wenn Alonsos Gewinn von 4 Plätzen im Rennen so überragend war, dass viele spanische und italienische Zeitungen ihn als "gefühlten Sieger" sehe, wie unglaublich großartig sind dann folgende Fahrer einzustufen: Um 10 Plätze verbessert: Paul di Resta Um 9 Plätze verbessert: Romain Grosjean Um 8 Plätze verbessert: Felipe Massa Gemäß der Logik des Vorposters hat Massa seinen "Chef" ja dermaßen gebügelt...
birdie 10.06.2013
4. Formel I - italo/hispano Gejaule
Wenn man genau hinhört und hinsieht, dann besteht die südliche Medienwelt der Formel I nur aus 2 bis zum absoluten Überdruss immer wieder herunter geleierten Namen: Senna + Alonso. Dass beide bis heute nicht die Leistung eines Michael Schumacher gebracht haben, wird schlicht verdrängt. Und genau das ist der Punkt: die italienische und spanische Presse ist wegen fehlender Fähigkeit zu objektiver Berichterstattung dem Papierkorb anheim zu geben. Danke.
wenndannjetzt 10.06.2013
5. Alonso kanns
Alonso ist mal wieder in der Lage gewesen, Red Bull zu schlagen (wenn ein Webber drin sitzt). Wenn er jetzt noch ordentlich übt, damit ihm das auch bei Regen gelingt, ist sicher wieder ein zweiter Platz in der WM drin.
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