Formel-1-Pressestimmen "Vettel schwebt auf der Wolke"

Zwischen Platz eins und zwei des Mercedes-Teams lagen in Melbourne Welten, in Italien schwärmt die Presse ohnehin nur vom Drittplatzierten: Neu-Ferrari-Pilot Sebastian Vettel, dem "deutschen Touristen". Die Pressestimmen.

Sebastian Vettel: Viel Lob aus Italien
Getty Images

Sebastian Vettel: Viel Lob aus Italien


ENGLAND

"The Guardian": Lewis Hamilton zeigt Nico Rosberg, wer der Boss ist. Hamiltons Spaziergang im Albert Park ist eine heftige Abfuhr für Rosbergs Hoffnungen.

"Daily Mail": Lewis Hamilton stürmt zum Sieg in Australien. Nico Rosberg wird Zweiter, war aber kein Gegner für seinen Teamkollegen. Sebastian Vettel sichert sich bei seinem Ferrari-Debüt Rang drei.

"Daily Telegraph": Lewis Hamilton schippert zu einem souveränen Sieg in Melbourne, mit Nico Rosberg und Sebastian Vettel in seinem Kielwasser.

ITALIEN

"Gazzetta dello Sport": Mercedes kommt vom Mars, dahinter steckt Sebastian Vettel. Der neue Ferrari-Pilot erobert Platz drei und kann von weiteren Erfolgen träumen. Es ist einfach, sich in so einen Vettel zu verlieben: Lächelnd, leicht wie jemand, der auf einer Wolke schwebt, nachdem er den Traum verwirklicht hat, einen Ferrari zu fahren.

"Corriere dello Sport": Vettel ist schon auf der Kommandobrücke. Räikkönen hat zwar versucht, Sebastian beim Start zu bremsen, doch der Versuch hat nur 200 Meter gedauert. Vettel hat mit Entschlossenheit reagiert. Die Kräfteverhältnisse bei Ferrari haben sich bereits klar abgezeichnet. Ferrari ist nach Mercedes die zweite Kraft dieser WM.

"Tuttosport": Optimales Debüt für Vettel. Schade, dass Räikkönen wegen eines Fehlers an der Box aufgeben musste. Ferrari beweist, dass Mercedes diese WM nicht allein dominieren wird.

"Repubblica": Vettel, der Rote: Glücklicher Dritter hinter den Mercedes-Monstern. Sebastian lacht, weil er endlich Gewissheit hat: Red Bull zu verlassen, um bei der Scuderia einzusteigen, war der richtige Entschluss. Vettel bedankt sich beim Team auf Italienisch im Stil eines deutschen Touristen vor dem Trevi-Brunnen.

"Corriere della Sera": Seb, der 'Italiener', erobert Platz drei. Er feiert auf Italienisch, dieser Sprache, mit der Michael Schumacher stets mit Umsicht umgegangen ist. Seb ist ein Export-Deutscher, wie gewisse Fußballer, die wenig brauchen, um sich zu integrieren.

SPANIEN

"Marca": Hamilton hat weiterhin das Sagen. Die WM begann genauso, wie sie letzte Saison zu Ende ging. Die Mercedes-Boliden zeigten sich sehr überlegen. Rosberg wurde Zweiter, und Vettel holt seinen ersten Podiumsplatz mit Ferrari. An der Spitze der Formel 1 geht das Leben ganz normal weiter.

"As": Hamilton dominiert das Rennen. Desaster für McLaren: Nur Button beendete das Rennen und zudem noch als Letzter. Sebastian Vettel auf dem Podium bei seinem ersten Rennen für Ferrari. Ein gutes Rennen des Deutschen.

"Sport": Lewis Hamilton hat keinen Rivalen. Mercedes holt bereits im ersten Rennen der Saison den ersten Doppelsieg, nur elf Autos konnten bis zum Ende durchfahren. Hamilton dominiert das Rennen von Anfang bis Ende. Sebastian Vettel komplettiert das Podium bei seinem ersten Rennen am Steuer eines Ferrari.

"El Mundo Deportivo": Spaziergang für Mercedes. Lewis Hamilton hatte seinen Rennstallkollegen Nico Rosberg gut unter Kontrolle. Die Mercedes dominieren in Australien mit Autorität. Sebastian Vettel komplettiert das Podium bei seinem Ferrari-Debüt.

"Superdeporte": Hamilton geht in Australien spazieren. Der Mercedes Pilot gewinnt das erste Rennen vor Rosberg und Vettel. Man erkennt, dass Mercedes weiterhin die große Macht in der Formel 1 ist.

SCHWEIZ

"Neue Zürcher Zeitung": Mercedes fährt schon wieder in einer eigenen Liga. Lewis Hamilton gewinnt vor seinem Teamkollegen Nico Rosberg - und Sebastian Vettel nährt als Dritter die Hoffnungen Ferraris.

ÖSTERREICH

"Kurier": Zwei deutsche Entertainer in der Formel 1. Rosberg und Vettel stahlen Sieger Hamilton in Melbourne die Show. Lewis Hamilton hat seine überragende Weltmeister-Form auch in das neue Formel-1-Jahr mitgenommen. Hinter den Silberpfeilen kam lange nichts. Sebastian Vettel hatte als Dritter bereits mehr als eine halbe Minute Rückstand. Für den Deutschen war es dennoch ein geglücktes Debüt im Ferrari.

"Kronen-Zeitung": Silberpfeile-Show vor den Augen des 'Terminators'. Lewis Hamilton hat am Sonntag den Grand Prix von Australien gewonnen und ist damit perfekt in das Jahr seiner Titelverteidigung gestartet. Der Brite siegte in Melbourne 1,3 Sekunden vor seinem Teamkollegen Nico Rosberg, womit auch Mercedes die anhaltende Dominanz bestätigte. Schon deutlich zurück holte Sebastian Vettel als Dritter gleich ein Podium für Ferrari.

Zusammengestellt vom sid

insgesamt 6 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
go-west 16.03.2015
1. Alonso??
Wer war das nochmal?
pb-sonntag 16.03.2015
2. Es ist schon komisch.
Da wird ein Drittplatzierter mehr gefeiert als der zweitpalzierte Rosberg, der zudem auch noch in einem deutschen Auto fuhr. Wer ist also dieser Vettel und was ist Ferrari?
karl-wanninger 16.03.2015
3.
Zitat von pb-sonntagDa wird ein Drittplatzierter mehr gefeiert als der zweitpalzierte Rosberg, der zudem auch noch in einem deutschen Auto fuhr. Wer ist also dieser Vettel und was ist Ferrari?
Eigentlich ziemlich verständlich, denn Rosberg hat zwar den zweiten Platz erreicht aber eigentlich verloren und zwar gegen Hamilton. Vettel hat im ersten Rennen der Saison gezeigt, dass Ferrari nicht hoffnungslos abgemeldet ist, das ist den Italienern eben wichtig.
karl-wanninger 16.03.2015
4.
Ähm, wo war dieser Rookie eigentlich beim gestrigen Rennen?
Boesor 16.03.2015
5.
Ferrari ist nunmal Ferrari und das Abschneiden von Rosberg war sicher ehrr zu erwarten als Rang 3 für Vettel, der als 4facher WM noch dazu ein anderes Standing hat.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.