Pressestimmen zum Großen Preis von Japan "Der Albtraum von Suzuka"

Der Unfall von Jules Bianchi beim Großen Preis von Japan überschattet alle sportlichen Aspekte des Rennens von Suzuka. Auch die internationale Presse fragt nach den Verantwortlichkeiten für das tragische Geschehen.

Formel-1-Pilot Bianchi: "Hätte der Unfall verhindert werden können?"
AFP

Formel-1-Pilot Bianchi: "Hätte der Unfall verhindert werden können?"


Die Pressestimmen zum Großen Preis von Suzuka.

ENGLAND

The Guardian: "Gehirn-OP bei Jules Bianchi nach schwerem Unfall in Japan - Zwischenfall überschattet Hamiltons Sieg für Mercedes in Suzuka. Jules Bianchi erleidet schwere Verletzungen."

Daily Telegraph: "Lewis Hamilton zeigt eine brillante Performance, das Rennen wird aber von einem schweren Crash und einer Verletzung von Jules Bianchi überschattet. Der Unfall erinnert uns daran, dass die Formel 1 ein gefährlicher Sport ist."

Daily Mail: "Lewis Hamilton verbucht beim verregneten Grand Prix in Japan seinen dritten Sieg in Serie - Sorge um Jules Bianchi nach schwerem Crash. Hätte der Unfall verhindert werden können?"

The Times: "Aufstrebender Formel-1-Star kämpft um sein Leben nach Crash in Suzuka. Lewis Hamiltons dritter Sieg nacheinander wird von einem schrecklichen Unfall von Jules Bianchi überschattet."

FRANKREICH

L'Equipe: "Drama in Japan. Angesichts des schrecklichen Unfalls von Jules Bianchi gerät Lewis Hamiltons Sieg in Suzuka zur Nebensache."

SPANIEN

Marca: "Hamilton baut seine WM-Führung an einem traurigen Tag aus. Rosberg wurde Zweiter und Vettel Dritter. Bianchis schwerer Unfall überschattet alles, bei diesem Rennen stand der Sport an zweiter Stelle."

AS: "Ferrari erleidet Schiffbruch in Suzuka, und Hamilton gewinnt zum wiederholten Male. Dieser seltsame Grand Prix endet böse. Bianchi muss versorgt werden. Bei intensivem Regen sollten die Sicherheitsbestimmungen verschärft werden."

El Mundo Deportivo: "Hamilton gewinnt einen Grand Prix, der wegen des schweren Unfalls von Bianchi frühzeitig beendet wurde. Fernando Alonso blieb stehen und musste kurz nach der zweiten Runde aufgeben. Den Piloten und der gesamten Formel-1-Welt war die Schwere des Unfalls bewusst, auf dem Podium wurde nicht gejubelt."

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Albtraum von Suzuka, Bianchi kämpft um sein Leben. Hamilton feiert in Japan einen traurigen Sieg. Für ihn ist dies ein magischer Moment. Er feiert den dritten Sieg in Serie nach einem perfekten Rennen. Jetzt heißt es nur noch, den WM-Titel zu ergattern."

Corriere dello Sport: "Absurder Unfall! Bianchi kämpft um sein Leben. Dieses Unglück bezeugt, dass die Formel 1 niemals nachlassen darf, wenn es um Sicherheitsfragen geht. Zwischen Angst und Pannen erlebt Ferrari wieder einen schwarzen Tag. Bianchi ist ein Spitzenpilot der Ferrari Academy. Er ist der erste Pilot, der am Ausbildungsprogramm für junge Piloten in Maranello teilgenommen hat."

Tuttosport: "Bianchi kämpft gegen den Tod. Ein Rennen, das für den WM-Titel hätte entscheidend sein sollen, hat angesichts des furchtbaren Unfalls Bianchis jetzt nur noch eine zweitrangige Bedeutung. Am Ende des Rennens gibt es keine Freudenszenen, niemand hat Lust zum Feiern."

Repubblica: "Wer weiß, wie lange Bianchi um sein Leben kämpfen muss, um das wichtigste Rennen seines Lebens zu gewinnen. Ein unglaublicher Unfall auf derselben Strecke, auf der vor elf Jahren der Motorradfahrer Daijiro Kato sein Leben verloren hatte. Erst am Donnerstag hatte Bianchi den Wunsch geäußert, anstelle Alonsos zum Ferrari-Piloten aufzurücken."

La Stampa: "Bianchis Unfall ist eine grausame Mischung aus Schicksal und Oberflächlichkeit. 20 Jahre nach Ayrton Sennas Tod ist die Formel 1 wieder geschockt. Seitdem sind die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt worden, doch es bleiben Lücken, die talentierte Piloten wie Bianchi das Leben kosten könnten."

ÖSTERREICH

Kurier: "Schwerer Unfall überschattet Hamilton-Sieg. Marussia-Pilot Jules Bianchi musste notoperiert werden. Feiern wollte niemand. Die Formel 1 stand unter Schock."

SCHWEIZ

Blick: "Lewis Hamilton gewinnt den abgebrochenen Großen Preis von Japan. Freuen mag er sich nicht darüber. Seine und die Gedanken aller Formel-1-Fahrer sind bei Jules Bianchi."

Neue Zürcher Zeitung: "Chaos und Kummer. Zum achten Mal in dieser Saison gelingt Mercedes ein Zweifach-Erfolg. In Suzuka gewinnt Lewis Hamilton vor Nico Rosberg. Doch das Rennen wird vom schweren Unfall Jules Bianchis überschattet. Ihm ist die Verkettung unglücklicher Umstände zum Verhängnis geworden."

aha/sid



insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
hörtauf 06.10.2014
1. Hätten..
..2 Top-Teams gesagt, dass sie bei diesem Wetter nicht an den Start gehen, wäre der Unfall wahrscheinlich nie passiert. Die Teams müssen mehr Rückgrat zeigen gegenüber der F1 - denn ohne Teams auch keine F1.
fpwolf 06.10.2014
2. Sorry,
ich bin überhaupt nicht Ihrer Meinung. Die Strecke war fahrbar. Und, so hart es klingt, liegt die Schuld wohl in erster Linie bei Bianchi selbst. Vorher war Sutil abgeflogen, es war an dieser Stelle also Gelb angesagt, d.h. runter vom Gas! Wie man dann bei diesem Wetter und als Marussia-Pilot, der ohnehin nichts zu gewinnen hat, noch an der gleichen Stelle abfliegen kann, ist mir unverständlich. Bianchi tut mir sehr leid, und ich hoffe, er kommt wieder auf die Beine, aber wenn er es noch kann, muss er einsehen, dass er selbst die meiste Schuld hat.
wll 06.10.2014
3. Kein Titel
Zitat von hörtauf..2 Top-Teams gesagt, dass sie bei diesem Wetter nicht an den Start gehen, wäre der Unfall wahrscheinlich nie passiert. Die Teams müssen mehr Rückgrat zeigen gegenüber der F1 - denn ohne Teams auch keine F1.
Sicher? Beim GP in Indianapolis 2005 hat von den Top-Teams nur Ferrari das Rennen bestritten - und das wurde trotzdem durchgezogen. Für alles andere wäre der Druck der übertragenden Sender und der Sponsoren wohl zu groß...
Herr Lunau 07.10.2014
4. Fahrfehler!
So bitter das auch klingen mag, an diesem Unfall hat nur der Fahrer Schuld. Bei "Doppelgelb" muss der Fahrer in der Lage sein, das Fahrzeug zu stoppen, weil u.a. Streckenposten auf der Piste sein könnten. Gute Besserung Herr Bianci.
Herr Lunau 07.10.2014
5. Fahrfehler!
So bitter das auch klingen mag, an diesem Unfall hat nur der Fahrer Schuld. Bei "Doppelgelb" muss der Fahrer in der Lage sein, das Fahrzeug zu stoppen, weil u.a. Streckenposten auf der Piste sein könnten. Gute Besserung Herr Bianci.
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