Formel 1 Ralf Schumacher denkt über Karriereende nach

Ralf Schumacher hat das mögliche Ende seiner Formel-1-Laufbahn angedeutet: Nach missglückten Testrunden im Wagen des Teams Force India sagte der 32-Jährige, er müsse nächstes Jahr nicht unbedingt in der Königsklasse fahren. Besser lief es heute für Bruder Michael und Lewis Hamilton.

Jerez - "Es kann sein, dass das heute meine letzte Fahrt in einem Formel-1-Wagen war", sagte Ralf Schumacher im spanischen Jerez. Er hatte bei den heutigen Testfahrten nur den 20. Rang belegt und war damit schlechtester Deutscher.

Bei einem vielversprechenden Projekt würde er mitmachen, andernfalls könne er auch zu Hause bleiben, sagte Ralf Schumacher, der nach seinem Weggang von Toyota ohne neuen Rennstall für die kommende Saison ist. Er müsse nächstes Jahr nicht Formel 1 fahren. Der jüngere Schumacher-Bruder hatte die Bedeutung seiner Testfahrt im Rennwagen des neuen Teams Force India zuvor heruntergespielt. Als einer von insgesamt sieben Kandidaten auf den freien Platz neben Adrian Sutil hinterließ er auf der Strecke keinen bleibenden Eindruck.

Besser war Bruder Michael unterwegs: Der Rekordweltmeister belegte Rang acht, hatte auf seiner schnellsten Runde allerdings 0,554 Sekunden Rückstand auf Senkrechtstarter Hamilton im McLaren-Mercedes. Die Zeiten sind allerdings mit Vorsicht zu deuten, da die Teams auf der andalusischen Strecke vieles ausprobieren, darunter auch die schnelleren und voraussichtlich von 2009 an wieder erlaubten profillosen Reifen, die sogenannten Slicks. Vor rund drei Wochen hatte Schumacher bei den Tests in Barcelona auf Anhieb die Bestzeit erzielt. Hamilton war damals nicht dabei. Morgen wird Schumacher erneut fahren, dann hat Hamilton frei.

Gut in Form präsentierte sich Timo Glock, Nachfolger von Ralf Schumacher bei Toyota. Der 25 Jahre alte GP2-Gewinner fuhr am dritten Test-Tag im Auto seines neuen Arbeitgebers die fünftschnellste Runde. Nick Heidfeld landete im BMW-Sauber auf Rang zehn, dahinter reihten sich Nico Rosberg im Williams-Toyota und Sebastian Vettel im Toro Rosso ein. Die Tagesbestzeit erzielte Robert Kubica im BMW-Sauber (1:19,157).

pav/dpa

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