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10. April 2013, 10:40 Uhr

Formel 1

Red Bull schafft Teamorder ab

Die Ansage ist klar: "Stallorder wird es bei uns keine mehr geben." Das kündigt Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko in der "Sport Bild" an. Die Maßnahme darf auch als verspätete Entschuldigung des Formel-1-Teams an Sebastian Vettel verstanden werden.

Hamburg - Der Schnellere darf den Teamkollegen überholen und gewinnen. Was sportlich fair ist, aber nicht bei jedem Formel-1-Team praktiziert wird, gilt ab sofort bei Red Bull. "Stallorder wird es bei uns keine mehr geben", sagte Motorsportchef Helmut Marko der "Sport Bild".

Der Rennstall zog damit die Lehren aus dem Sieg-Zoff in Malaysia. Dort hatte der dreimalige Weltmeister Sebastian Vettel entgegen der Anordnung durch den Kommandostand seinen in Führung liegenden Teamkollegen Mark Webber mehrfach attackiert, schließlich überholt und ihm so den Sieg weggeschnappt.

Vettel wurde anschließend heftig kritisiert, sowohl öffentlich als auch intern. Der Deutsche musste sogar in der Fabrik im englischen Milton Keynes erscheinen, um sich beim kompletten Team zu entschuldigen. Zu viel des Guten, wie nicht wenige bei Red Bull befanden. Teamchef Christian Horner räumte im Nachhinein sogar ein: "Auch Webber hat sich schon mehrmals nicht an Weisungen des Teams gehalten." Daher ist die Rücknahme der Teamorder auch indirekt eine Entschuldigung des Teams an Vettel, der erst eingebremst und dann öffentlich gebrandmarkt wurde.

Damit gilt für den Großen Preis von China am Sonntag (9 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) und die folgenden 16 Saisonrennen: Freie Fahrt für Vettel und Webber, unabhängig von der Position des Teamkollegen.

ham/dpa

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