Formel 1 Red Bull soll Kostendeckel gerissen haben – Teamchef wehrt sich gegen Vorwürfe

Der Red-Bull-Rennstall soll mehr Geld ausgegeben haben als erlaubt, Ferrari und Mercedes fordern Konsequenzen. Red-Bull-Teamchef geht auf Konfrontationskurs – und fragt sich, woher die Informationen kommen.
Der Teamchef des Formel-1-Teams von Red Bull, Christian Horner

Der Teamchef des Formel-1-Teams von Red Bull, Christian Horner

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Mark Thompson / Getty Images

Red-Bull-Teamchef Christian Horner hat sich gegen Vorwürfe gewehrt, nach denen sein Formel-1-Rennstall in der Vorsaison deutlich mehr Geld ausgegeben haben soll als erlaubt. Wie das Fachmagazin »Auto, Motor und Sport« am Freitag berichtete, sei dies das Ergebnis einer Kostendeckelüberprüfung des Motorsport-Weltverbandes Fia.

Dem Bericht zufolge handelt es sich um das Team von Weltmeister Max Verstappen sowie den Rennstall von Aston Martin, für den Sebastian Vettel noch fährt. Red Bull soll sogar sehr deutlich über der Ausgabenobergrenze liegen.

»Wir sind absolut überzeugt, dass wir die Kostengrenze eingehalten haben«, sagte der Brite Horner nun beim Großen Preis von Singapur.

Die Red-Bull-Kontrahenten Ferrari und Mercedes hatten bereits am Freitag ein konsequentes Durchgreifen der Fia eingefordert, um den Fall transparent aufzuklären. Horner ärgerte sich derweil über die Kommentare der Rivalen, auch wenn diese Red Bull nicht namentlich nannten. »Ich würde gerne wissen, woher die Informationen kommen. Das ist diffamierend«, sagte der 48-Jährige.

Fia: Prüfung noch nicht abgeschlossen

Auch der Motorsport-Weltverband Fia stellte klar, dass ein finales Ergebnis der Kostendeckelüberprüfung noch gar nicht vorliegt. Erst in der kommenden Woche wird mit der Veröffentlichung gerechnet. Erst dann wird klar sein, ob ein Team 2021 mehr als 148,6 Millionen US-Dollar ausgegeben hat.

Vor allem der Zeitpunkt, an dem über dieses Thema gesprochen wird, stört Horner. Verstappen kann am Sonntag (14 Uhr/Sky) in Singapur zum zweiten Mal Weltmeister werden. »Es ist nicht zufällig, dass das hier passiert, wo Max seine erste WM-Chance hat«, sagte Horner.

»Grenze überschritten«

Red Bull behalte sich Schritte vor, gegen die Kommentare vorzugehen. »Wir wollen, dass diese Aussagen widerrufen werden. Es ist nicht akzeptabel, solche Dinge zu sagen«, sagte Horner. Auch wenn Ferrari und Mercedes Red Bull nicht direkt beschuldigten, sei klar, um wen es geht. »Es wurde eine Grenze überschritten, Bestrafungen für uns zu fordern«, sagte Horner.

Ziel der Kostendeckelung ist es, gleiche Voraussetzungen für alle Teams zu schaffen. Überschreitungen von bis zu fünf Millionen Dollar gelten als »kleinere Regelverletzung« und könnten nur mit einer Geldstrafe geahndet werden. Bei schwereren Vergehen sind härtere Strafen bis zu einem nachträglichen Punktabzug denkbar. Einen klar definierten Strafenkatalog gibt es nicht.

vgl/dpa
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